Zwölf Verstöße bei Bildung der Rettungsgasse

A2 zwischen Uentrop und Hamm nach Lkw-Unfall endlich wieder frei - vier Menschen verletzt

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[Update 17.27 Uhr] Die A2 ist nach einem schweren Lkw-Unfall zwischen Hamm-Uentrop und Hamm samt stundenlanger Sperrung in Richtung Oberhausen endlich wieder frei. Im Stau gab es einen weiteren Crash. Und schon am Morgen hatte ein Unfall für Verkehrsprobleme gesorgt. Insgesamt verletzten sich bei den drei Unfällen vier Menschen leicht.

  • Gleich zwei Unfälle auf der A2 sorgten am Mittwoch für Probleme in Richtung Ruhrgebiet.
  • Es gab eine erste Vollsperrung vor dem Kamener Kreuz - und dann eine zweite im Bereich Hamm.
  • Hier war ein Lkw auf einen Sattelauflieger aufgefahren, bei Uentrop krachte es im Stau erneut.

Bönen/Hamm - Zwischen Hamm-Uentrop und Hamm ereignete sich gegen 9.20 Uhr ein Auffahrunfall mit zwei Lkw, der eine Vollsperrung dieses Bereiches zur Folge hatte. Diese Sperrung ist inzwischen endlich aufgehoben worden.

Zwischen den Anschlussstellen Bönen und Kamen/Bergkamen gab es aber noch für längere Zeit Stau samt Zeitverlust von rund 20 Minuten. Erst gegen 15.20 Uhr normalisierte sich die Situation dort wieder.

Nach ersten Informationen war gegen 9.20 Uhr auf Höhe der Raststätte Rhynern-Nord ein Lkw auf einen Sattelauflieger aufgefahren. Das Führerhaus des aufgefahrenen Lastwagens, der danach quer auf der Fahrbahn stand, wurde massiv zerstört. 

Das teilt die Polizei Dortmund zum Unfallhergang mit

Ein 57-Jähriger aus Apolda war der Polizei zufolge auf dem rechten Fahrstreifen unterwegs und musste seinen Sattelzug daraufhin bis zum Stillstand abbremsen. Ein nachfolgender 58-Jähriger aus Polen erkannte das demnach aus bislang ungeklärter Ursache offenbar zu spät. "Mit seinem Sattelzug fuhr er auf den anderen auf, wodurch das Führerhaus des hinteren Lkw nach vorne auf die Fahrbahn kippte", so die Polizei.

Bei dem Unfall erlitten der 58-Jährige und sein 57-jähriger Beifahrer aus Polen leichte Verletzungen. Rettungswagen brachten sie in umliegende Krankenhäuser. Der 57-jährige Fahrer aus Apolda blieb unverletzt.

Den entstandenen Sachschaden schätzte die Polizei am Nachmittag auf rund 100.000 Euro. Darüber hinaus stellten die Beamten im Zusammenhang mit der Bildung der Rettungsgasse zwölf Verstöße fest. Sie fertigten entsprechende Anzeigen.

Verkehr über Tank- und Rastanlage umgeleitet

Die Unfallstelle lag kurz vor der Anschlussstelle Hamm. Der Verkehr wurde während der Vollsperrung über das Gelände der Aral-Tankstelle auf der A2 im Bereich der Raststätte Rhynern-Nord umgeleitet, so dass es hier während Unfallaufnahme und Bergung der Lkw keinen völligen Stillstand gab. 

Trotzdem betrug der Zeitverlust mehr als 60 Minuten. Erst weit nach 13 Uhr konnte die A2 wieder freigegeben werden.

Im Stau gab es im Bereich der Anschlussstelle Hamm-Uentrop um 12.27 Uhr einen weiteren Unfall, bei dem nach Angaben einer Polizeisprecherin ein Pkw auf einen Lastwagen aufgefahren war. Der Fahrer des Autos wurde leicht verletzt. Er kam zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus. 

Erste Angaben, nach denen der Pkw sogar in Brand geraten war, bestätigten sich laut Polizei zum Glück nicht.

So ist die aktuelle Verkehrslage vor Ort

Am Mittwochmorgen hatte sich vor dem Lkw-Unfall zwischen den beiden Hammer Anschlussstellen der A2 zunächst ein erster Unfall auf dem mittleren Fahrstreifen zwischen Bönen und dem Kamener Kreuz ereignet, woraufhin die Autobahn ebenfalls komplett gesperrt worden war.

Der Verkehr staute sich schnell auf einer Länge von fast zehn Kilometern zurück - also bis deutlich hinter der Anschlussstelle Hamm in Rhynern.

Rettungshubschrauber hebt ohne Patienten wieder ab

Der Unfall hatte sich nach Angaben der Polizei Dortmund um 8.21 Uhr ereignet und führte zu massiven Behinderungen in Richtung Ruhrgebiet. Vier Fahrzeuge waren beteiligt.

Ein Rettungshubschrauber landete auf der A2, konnte aber ohne Patienten wieder abheben, denn entgegen ersten Befürchtungen gab es zum Glück doch keine Schwerverletzten. Eine 29-jährige Autofahrerin aus Herford verletzte sich bei dem Unfall leicht und kam mit einemRettungswagen zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus, wie die Polizei Dortmund am Nachmittag berichtete.

Um 9.10 Uhr bereits wurde diese Vollsperrung zwischen Bönen und Kamener Kreuz wieder aufgehoben. Den entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 11.000 Euro.

Quelle: wa.de

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