Mehrere Streifenwagen rücken aus

Polizei im Großeinsatz: Bankraub vermutet - "Verbrecher" haben völlig harmlose Absichten

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Symbolfoto

Die Polizei rückte in der Nacht zu Donnerstag mit einem Großaufgebot zu einer Bankfiliale im Sauerland aus. Ein Anwohner hatte dort verdächtige Beobachtungen gemacht. Doch die vermeintlichen Verbrecher hatten ganz harmlose Absichten

Kirchhundem-Heinsberg - Wie die Polizei mitteilt, meldete sich der Zeuge gegen 1.30 Uhr bei der Leitstelle. Laut seiner Aussage hielten sich über einen längeren Zeitraum mehrere Personen im Vorraum einer Bankfiliale in der Talstraße in Kirchhundem-Heinsberg (Kreis Olpe) auf. Diese würden allesamt in der Nähe des Geldautomaten stehen und nach außen dringende Geräusche verursachen. 

Die Leitstelle schickte sofort mehrere Streifenwagen zum Einsatzort. "Denn in letzter Zeit kam es in NRW wieder zu Fällen von Geldautomatensprengungen und auch in Heinsberg kam es im Juni 2015 zu einem solchen Ereignis mit Sachschaden im sechsstelligen Bereich", begründet die Polizei das Vorgehen. 

Jugendliche suchen Schutz vor starkem Regen

Während der Anfahrt der Beamten teilte der Anrufer dem Einsatzbearbeiter weitere Details zu den Personen. Aber spätestens, als diese beim Eintreffen der Streifenwagen nicht die Flucht ergriffen, war klar, dass sie nichts kriminelles im Schilde führten. Stattdessen stellte sich laut Polizei heraus, "dass es sich in diesem Fall lediglich um Jugendliche handelte, die in dem Vorraum des Geldinstituts Schutz vor dem starken Regen gesucht hatten und darauf warteten, von ihren Eltern abgeholt zu werden". Die Polizisten konnten ihren Einsatz somit schnell beenden. 

Auch wenn in diesem Fall keine Straftaten vorlagen, rät die Polizei, sie bei verdächtigen Wahrnehmungen möglichst umgehend zu informieren: "Oftmals ist es umgekehrt und verdächtige Beobachtungen werden erst mitgeteilt, nachdem verdächtige Personen sich bereits entfernt haben und im Nachhinein stellt sich heraus, dass man bei sofortigem Einschreiten Straftaten hätte verhindern oder die Täter auf frischer Tat hätte festnehmen können."

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Quelle: wa.de

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