21-Jähriger verletzt zwei Männer lebensgefährlich

Messerattacke in Disko: Mann (21) stellt sich - Haftbefehl soll erlassen werden

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Symbolbild

Nach einer Messerstecherei in der Arnsberger Diskothek "Herr Nilsson", bei der in der Nacht zu Sonntag zwei Männer lebensgefährlich verletzt wurden, hat sich der Tatverdächtige selbst gestellt. Noch am Dienstag soll Haftbefehl erlassen werden.

Update 27. August, 15.07 Uhr: Wie Staatsanwalt Klaus Neulken im Gespräch mit der Redaktion bestätigte, habe sich der 21-jährige Mann aus Sundern am Montagabend gegen 22 Uhr bei der Polizei in Arnsberg gemeldet. Er sei schon vorher polizeilich in Erscheinung getreten.

Laut Neulken soll noch am Dienstag Haftbefehl gegen den mutmaßlichen Messerstecher erlassen werden. Er soll wegen versuchten Totschlags in mehreren Fällen angeklagt werden.

Lesen Sie hier unsere ursprüngliche Berichterstattung:

Arnsberg - Blutige Auseinandersetzung in einer Diskothek in Arnsberg: Bei einem Streit, der unter Gästen der Event-Location ausgebrochen war, wurden zwei 25-jährige Männer lebensgefährlich verletzt. Die Polizei fahndet nach dem Tatverdächtigen

Der Vorfall ereignete sich in der Nacht zu Sonntag in der Diskothek "Herr Nilsson", die sich in den Räumlichkeiten des Einkaufszentrums "Brückencenter" in der Arnsberger Innenstadt befindet. Dort fand am Samstagabend eine Party mit dem Motto "La Bamba" statt.

Wie es in einer gemeinsamen Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Arnsberg und der Polizei Dortmund heißt, sei es in den frühen Morgenstunden "zu einer Streitigkeit unter Gästen" gekommen, in deren Verlauf ein 21-jähriger Mann aus Sundern eine "Stichwaffe" einsetzte. Wie Staatsanwalt Klaus Neulken auf Nachfrage erklärte, handelte es sich dabei um ein Messer.

Tatverdächtiger (21) ist flüchtig

Damit verletzte er zwei an der Auseinandersetzung beteiligte 25-jährige Männer aus Arnsberg lebensgefährlich und einen unbeteiligten 34-Jährigen aus Dortmund leicht. Die beiden Arnsberger schweben nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft nicht mehr in Lebensgefahr. Laut Klaus Neulken gibt es bislang noch keine Erkenntnisse darüber, wie es zu dem Streit gekommen ist. 

Gegen den 21-jährigen Sunderner wird nun wegen des "Verdachtes eines versuchten Tötungsdelikts" ermittelt. Eine Mordkommission der Polizei Dortmund wurde eingesetzt, die die Ermittlungen übernimmt.

"Der identifizierte Tatverdächtige ist noch flüchtig. Derzeit läuft die Fahndung nach ihm", heißt es. 

Betreiber äußert sich auf Facebook

Auf Facebook hat sich auch Jonathan Mink, Geschäftsführer von "Herr Nilsson", zu den Vorfällen geäußert. Demnach habe die Security sofort eingegriffen, als der Streit eskaliert sei. Die Identifizierung des Tatverdächtigen sei zudem über die Überwachungskameras der Diskothek ermöglicht worden. "Den Vorfall bedauern wir sehr und es tut uns leid, was da passiert ist", erklärt Mink.

Grundsätzlich sei der Sicherheitsstandard in der Event-Location sehr hoch, was nach Aussage des Geschäftsführers auch die Polizei gelobt habe. "Im Sicherheitsdienst setzen wir schon mehr Personen ein als vorgeschrieben. Beim Eintritt finden konsequente Taschenkontrollen statt und Überwachungskameras zeichnen alles auf, was sich jetzt bewährt hat", berichtet Mink. Dennoch habe die Polizei gesagt, "dass streitsuchende Personen immer einen Weg suchen und finden und ihre Auseinandersetzung dort austragen, wo sie gerade sind". 

Zeichen gegen Gewalt: "Fäuste sind zum Jubeln da"

Für den "Herr Nilsson"-Geschäftsführer sei die blutige Auseinandersetzung nun der Grund, das Sicherheitspersonal aufzustocken und "weitere Maßnahmen" zu ergreifen, um solche Vorfälle in Zukunft zu verhindern. Zudem veranstaltet die Diskothek am kommenden Samstag (31. August) ab 19 Uhr eine Aktion unter dem Motto "Fäuste sind zum Jubeln da" vor der Location. "Lasst uns Zusammenhalt zeigen und noch stärker zusammenrücken", appelliert Jonathan Mink.

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Quelle: wa.de

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