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Nach der Riesen-Hitze: In der Nacht drohen Gewitter in NRW

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Von: Kristina Köller

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Die nächste Hitzewelle hat NRW im Griff. Nach den heißen Tagen drohen in der Nacht zu Freitag Gewitter und Starkregen.

Update vom 4. August, 17.52 Uhr:Es ziehen erste und vereinzelte Gewitter von Westen her über NRW. Gegen Abend nimmt überall die Gewitterneigung zu. Dabei sei lokal Starkregen mit 30 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit ebenso möglich wie schwere Sturmböen mit 100 Kilometern pro Stunde und Hagel mit Korngrößen um 3 Zentimeter. In der Nacht zum Freitag gibt es weitere Gewitter, die sich dann aber allmählich auf den Süden des Landes beschränken. 

BundeslandNordrhein-Westfalen (NRW)
Bevölkerung17,9 Millionen
MinisterpräsidentHendrik Wüst (CDU)

[Erstmeldung] NRW - Die Menschen in NRW kämpfen wieder mit sehr heißem Wetter - nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) bis zu 36 Grad am Donnerstag, 4. August. Das heißt, es wird wieder so warm, dass manch einer kaum weiß, wie er es aushalten soll. Nach der Hitze drohen dann lokale Unwetter.

Die ersten beiden heißen Tage sind schon vorbei, der Höhepunkt wird in NRW wohl am Donnerstag erreicht. Dann klettern die Temperaturen laut DWD auf bis zu 36 Grad, örtlich sind 37 Grad möglich. Der letzte Tag der dritten Hitzewelle in Deutschland - denn danach folgt wieder die bekannte Abkühlung mit Gewitter und Starkregen.

Wetter-Warnung für NRW: Erst Hitze, dann droht Unwetter

Laut DWD ziehen ab Donnerstagnachmittag vom Westen her erste Gewitter nach NRW. Lokal kann es zu heftigem Starkregen, Hagel und schweren Sturmböen kommen. Die Wetterexperten betonen, dass Unwetter vor allem bezüglich Starkregen möglich sind. In der Nacht zu Freitag könnte es weiterhin ungemütlich werden. Die Temperaturen sinken auf 19 bis 17 Grad.

Und auch am Freitag kann es noch knallen und zu Unwettern kommen. Diese sollen aber im Tagesverlauf abschwächen. Und es wird deutlich kühler: Laut DWD werden die Temperaturen bei maximal 26 Grad liegen.

Wichtig ist es bei der Hitze, die Symptome und Unterschiede von Hitzschlag und Sonnenstich zu kennen. Und sich mit Sonnencreme anständig zu schützen - wobei man bei einem Inhaltsstoff besonders aufpassen sollte.

Hitze und Unwetter in NRW: Extreme Trockenheit bedingt heißes Sommerwetter

Doch warum ist es im Sommer 2022 immer wieder heiß und vor allem trocken? Die Antwort ist laut WetterOnline, dass die diesjährige Dürre zugleich Ursache und Wirkung des heißen Sommerwetters ist. Und: „Das Zusammenspiel aus Trockenheit und extremer Hitze ist dabei in diesem Sommer seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in Deutschland einmalig.“

Erst Hitze, dann Unwetter: Dieses wechselhafte Wetter erwartet NRW am Donnerstag.
Erst Hitze, dann Unwetter: Dieses wechselhafte Wetter erwartet NRW am Donnerstag. © Armin Durgut /Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Dürre und Hitze verstärkten sich in diesem Sommer in Deutschland in ihren Ausprägungen gegenseitig, heißt es. Besonders auffällig sei dabei die geringe Luftfeuchtigkeit. Durch die ausgetrockneten Böden verdunste kaum noch Wasser und auch die Vegetation gebe unter Trockenstress kaum noch Feuchtigkeit ab. Die Energie, die normalerweise für die Verdunstung von Wasser aufgebracht werde, gehe nun in die Erwärmung der Luft über, erklärt WetterOnline. „Bei trockenen Böden wird es demnach heißer. Heißere Luft fördert wiederum eine schnellere Austrocknung und Regen bringende Wetterlagen werden bei niedriger Luftfeuchte unwahrscheinlicher.“

Im Übrigen könnte die Trockenheit bis in den Herbst andauern. Björn Goldhausen, Meteorologe und Pressesprecher bei WetterOnline sagt: „Derzeit deutet nicht viel darauf hin, dass dieser Teufelskreis in der nächsten Zeit unterbrochen wird. Die Tiefs machen weiter einen großen Bogen um Deutschland und die Hitze breitet sich sogar wieder weiter nach Norden aus. Im Laufe dieser Woche werden zwar gebietsweise kräftige Gewitter auftreten, die lösen das Problem der Dürre allerdings nicht.“

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