Hochwasser: Möhnesee dient als Puffer

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Gut gefüllt präsentiert sich in diesen Tagen der Möhnesee. Wie sich am Pegel zeigt, gibt es aber Reserven.

Möhnesee - Die Hochwasserpegel an der Ruhr fielen dank der Stauseen des Ruhrverbands deutlich niedriger aus, dazu hat auch der Möhnesee erheblich beigetragen.

Die Anrainer vieler Flüsse in NRW schauen derzeit etwas angespannter auf die Pegelstände, die Anrainer an der Ruhr konnten angesichts des jüngsten Winterhochwassers jedoch relativ entspannt bleiben: Dank des Staupotenzials in den Stauseen des Ruhrverbands konnte eine erhebliche Wassermenge zurückgehalten werden, so dass die Hochwasserwelle auf der Ruhr insgesamt um einiges niedriger ausgefallen ist.

Dieser Mechanismus ist auch beim Möhnesee anhand der Ganglinien zur Stauhöhe und zum Stauvolumen deutlich ablesbar. Bis Mittwochmittag lag das Stauvolumen recht konstant bei 123 Millionen Kubikmetern, danach zeigt die Kurve kräftig nach oben, am Freitagmorgen betrug das Stauvolumen bereits mehr als 126 Millionen Kubikmeter, also drei Millionen Kubikmeter mehr.

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Insgesamt habe der Ruhrverband in den vergangenen Tagen in den Stauseen rund 14,4 Millionen Kubikmeter Wasser zurückgehalten, berichtete Pressesprecher Markus Rüdel. In der Spitze habe die Wassermenge, die über die Ruhr abgeflossen ist, auf diese Weise um 20 bis 25 Prozent gesenkt werden können.

Das lässt sich am Pegel Hattingen gut demonstrieren. In der Spitze sind hier 527 Kubikmeter pro Sekunde registriert worden, ohne die Rückhaltung in den Stauseen wären überschlägig 636 Kubikmeter vorbei geströmt. Der Scheitelpunkt der Hochwasserwelle wurde beim Pegel Hattingen Freitag früh kurz nach Mitternacht mit 5,50 Meter erreicht, die Marke für ein mittleres Hochwasser liegt bei Hattingen bei 5,19 Meter und dieser Wert war am Freitag gegen 9 Uhr schon wieder deutlich unterschritten, dank des nachlassenden Niederschlags mit weiter sinkender Tendenz.

Rüdel betonte auch, dass die aktuelle Hochwasserlage an den Flüssen in NRW für diese Jahreszeit durchaus üblich sei, dank der Rückhaltung in den Talsperren sei es aber gleichwohl möglich gewesen, Schäden im Verlauf der Ruhr zu vermeiden.

Der Füllstand der Talsperren des Ruhrverbands lag am Freitagmorgen bei etwa 89 Prozent, für den Fall weiterer anhaltender Niederschläge wäre folglich noch reichlich Luft nach oben. Das gilt auch für den Möhnesee, der Vollstau wäre erst mit 134,5 Millionen Kubikmetern erreicht, der Füllstand des Möhnesees liegt demgegenüber aktuell bei 93 bis 94 Prozent.

Quelle: wa.de

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