Höchste Glatteis-Warnstufe in NRW - Dutzende Unfälle

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Essen - Gefrierender Regen hat am Samstagabend die Straßen in weiten Teilen Nordrhein-Westfalens in gefährliche Rutschpisten verwandelt. Der Deutsche Wetterdienst gab für weite Teile des Landes die höchste Glatteis-Warnstufe aus. Autofahrten sollten vermieden werden, rieten die Meteorologen. Trotzdem kam es zu Dutzenden Glatteis-Unfällen, mehrere Menschen wurden verletzt.

Im Kreis Wesel im Niederrhein wurde die Polizei innerhalb weniger Stunden zu 40 Unfällen gerufen. Ein Lastwagenfahrer rutschte in Schermbeck in ein entgegenkommendes Streufahrzeug. Der Lkw-Fahrer wurde in seinem Führerhaus eingeklemmt, konnte sich aber selbst befreien. Der 42 Jahre alte Fahrer des Streufahrzeugs wurde durch Splitter der Windschutzscheibe verletzt. Die Streudienste seien pausenlos im Einsatz, sagte ein Polizeisprecher.

Im Kreis Viersen gab es zehn Glatteis-Unfälle. Eine Radfahrerin kam schwer verletzt ins Krankenhaus, nachdem sie auf der glatten Fahrbahn weggerutscht und gestürzt war. Auch die Kreise Coesfeld, Steinfurt, Borken, Recklinghausen und der Hochsauerlandkreis meldeten mehrere Unfälle. Meist blieb es bei Blechschäden, es gab aber auch einige Verletzte.

Insgesamt hätten die Autofahrer ihr Tempo an die Straßenverhältnisse angepasst. "Die Leute sehen, dass es glatt ist, und fahren entsprechend vorsichtig", sagte ein Polizist im Kreis Kleve.

"Wenn Wasser mit Temperaturen um null Grad auf die Straßen fällt, wird es schlagartig glatt", erklärte Meteorologe Malte Witt vom Deutschen Wetterdienst in Essen. Das Problem seien die Bodentemperaturen von -2 bis -3 Grad, das führe leicht zu spiegelglatten Straßen.

Die Glättegefahr in NRW bleibe voraussichtlich bis Sonntagmorgen bestehen. Dann entspanne sich die Lage vor allem in den Tieflagen. - dpa

Quelle: wa.de

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