Land macht Tempo

Corona-Impfung in NRW: Das ist der Stichtag für die Terminvergabe bei unter 80-Jährigen

NRW will das Tempo bei den Corona-Impfungen erhöhen. Die Impfreihenfolge wird flexibler. Im April starten die unter 80-Jährigen. Das Datum zum Start der Terminvergabe steht.

Update vom 29. März, 15.19 Uhr: Ab Dienstag nach Ostern, dem 6. April 2021, startet landesweit die Terminvereinbarung zur Impfung gegen Corona für Personen unter 80. Allerdings handelt es sich dabei zunächst nur um den Jahrgang 1941 und damit für den ersten Jahrgang der Altersgruppe der 70- bis 79-Jährigen. Wie das Gesundheitsministerium bekanntgab, erhalten Menschen in Nordrhein-Westfalen mit dem Geburtsjahrgang 1941 in dieser Woche analog zum Verfahren bei den 80-Jährigen und Älteren jeweils einen Brief von Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann sowie ein Begleitschreiben der jeweiligen Kommune.

Die ersten Impfungen in den Impfzentren in Nordrhein-Westfalen werden für diese Personengruppe ab dem 8. April 2021 ermöglicht, so wie es zuletzt auch geplant wurde. Das Landesinisterium weist darauf hin, dass die Terminbuchung für 80-Jährige und Ältere parallel weiterhin möglich ist.

BundeslandNordrhein-Westfalen
HauptstadtDüsseldorf
Einwohner17,93 Millionen (2019)

NRW macht Tempo: Corona-Impfreihenfolge wird flexibler

Update vom 25. März, 10.34 Uhr: Die ersten Menschen unter 80 Jahren sollen in NRW regulär ab dem 8. April ihre Corona-Impfung erhalten. Das geht aus einem neuen Erlass des Gesundheitsministeriums hervor. Demnach sollen ab dem 6. April die ersten Einladungen zum Impfen an 79-Jährige herausgehen. Danach ist der nächste Jahrgang dran. Bis dahin ist es den Kreisen und kreisfreien Städten nun auch erlaubt, mit übrig gebliebenen Impfdosen zum Beispiel Menschen unter 80 zu impfen, wenn sie eine Vorerkrankung haben. Der Nachweis hat mittels Attest zu erfolgen. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet erläuterte am Mittwoch, dass mit der flexibleren Impfreihenfolge das Tempo erhöht und der volle Terminumfang ausgeschöpft werden soll.

Mit den gestaffelten Einladungen zunächst für 79-Jährige soll laut Erlass eine Überlastung der Terminsysteme ausgeschlossen werden. Als die Menschen über 80 alle auf einmal eingeladen worden waren, hatte es Probleme unter anderem in den Call-Centern gegeben.

NRW macht Tempo: Corona-Impfreihenfolge wird flexibler - das ist der aktuelle Plan

[Erstmeldung] Hamm - Es soll schneller vorangehen mit den Corona-Impfungen in Nordrhein-Westfalen. Ministerpräsident Armin Laschet kündigte am Mittwoch an, dass die Impfreihenfolge flexibler gestaltet werden soll. Außerdem soll über Ostern in den Impfzentren weitergearbeitet werden. Dem Vorwurf, das Land würde Impfdosen zurückhalten, widersprach Armin Laschet vehement. (News zum Coronavirus)

Noch am Mittwoch soll das NRW-Gesundheitsministerium laut Armin Laschet einen Erlass herausgeben, dass die komplette zweite Prioritätsgruppe der Impfreihenfolge bei den Corona-Impfungen geöffnet werde.

Zur Gruppe 2 zählen Personen ab 70 Jahre, Menschen mit Trisomie 21, Demenzkranke, Transplantationspatienten, Bewohner von Obdachlosen- oder Asylbewerberunterkünften und enge Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen und Schwangeren sowie Bereitschaftspolizisten. Seit Kurzem werden auch Kita-Mitarbeiter sowie Lehrer an Grund-, Sonder- und Förderschulen der Gruppe zwei bei der Impfreihenfolge zugeordnet.

Impfreihenfolge wird flexibler: Zweite Prioritätengruppe wird geöffnet - Menschen über 70 bald dran

Seit dem 8. März werden in Nordrhein-Westfalen schon Personen der Gruppe 2 geimpft. Vor allem Erzieher, Lehrer und Polizisten haben vielerorts schon ihre Corona-Impfung erhalten. Gleichzeitig sind aber noch nicht überall die Ü-80-Jährigen aus der ersten Prioritätsgruppe geimpft. Daher mussten Personen mit Vorerkrankungen und Menschen über 70 Jahre bislang noch abwarten.

Das soll sich in Regionen, die mit der Impfung der Altersgruppe Ü-80 schon fertig sind, durch den neuen Erlass ändern. Mit der vollständigen Öffnungen der zweiten Prioritätengruppe könnten die Ämter vor Ort noch schneller agieren. Mehr Flexibilität soll das Tempo erhöhen.

NRW macht Tempo bei den Corona-Impfungen: Impfzentren auch über Ostern geöffnet

Auch an Ostern soll weitergeimpft werden. Ungeachtet des neuen Lockdowns bleiben die Impfzentren auch über die Feiertage geöffnet.

Laut Armin Laschet wird nach Ostern - „in den ersten April-Tagen“ - der Übergang der Impfungen in die Hausarztpraxen kommen mit der Bitte, die chronisch Kranken zu bevorzugen und alles, was da sei, möglichst schnell zu verimpfen. „Das ist der Schlüsselweg, um aus dieser Pandemie herauszukommen“, sagte der NRW-Ministerpräsident.

Impfdosen in NRW „auf Halde“? Armin Laschet wehrt sich heftig gegen Vorwürfe

Heftig wehrte sich Armin Laschet am Mittwoch gegen die Vorwürfe, das Land würde Impfdosen zurückhalten. Laschet sprach von Falschmeldungen. Kurz nach seiner hitzigen Rede im Landtag verschickte das NRW-Gesundheitsministerium eine Pressemitteilung. Darin wird Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann zitiert: „Bei den im Lager vorhandenen Impfdosen handelt es sich um Impfdosen, die für bereits vereinbarte Termine oder Zweitimpfungen zur Verfügung stehen müssen. Es werden keine Impfdosen grundlos ,auf Halde behalten‘.“

Derzeit (Stand: 24. März) befinden sich laut Gesundheitsministerium im Auslieferungslager 549.354 Impfdosen von Biontech, 142.360 Impfdosen von Moderna und 107.320 Impfdosen von Astrazeneca. Bei Moderna und Astrazeneca sei davon auszugehen, „dass das Lager Ende der Woche leer sein wird“. Die Reserve an Biontech-Impfstoff schmelze ebenfalls - unter anderem durch 279.000 ausstehende Zweitimpfungen.

Das Bundesgesundheitsministerium rechnet damit, dass die Lieferung von Corona-Impfstoff nach Ostern deutlich anzieht. Wie am Dienstag aus einer Prognose des Ministeriums hervorging, könnten deutschlandweit allein vom 5. April bis 1. Mai bis zu 15,3 Millionen Dosen Impfstoff hinzukommen.

Rubriklistenbild: © © Andreas Rother

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