Silvester-Übergriffe von Köln

Innenminister Jäger hat Verständnis für schleppende Ermittlungen

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Kölner Silvesternacht

Köln - NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) hat Verständnis für die langwierigen Ermittlungen zu den Übergriffen in der Kölner Silvesternacht geäußert.

"Das ärgert mich persönlich manchmal auch, aber vor dem Gesetz sind nun mal alle gleich in diesem Land", sagte Jäger am Dienstag im ZDF-"Morgenmagazin". Die Umstände der Tat seien kompliziert gewesen, sagte er. 

Für die Justiz sei es schwierig, in einer dunklen Nacht aus einer Menschenmenge heraus die Angreifer zu identifizieren und ihnen Taten nachzuweisen. Trotz massenhafter Übergriffe auf Frauen und bislang mehr als 1.200 Strafanzeigen konnten die Behörden bisher nur wenige Täter ermitteln. Drei wurden bis Ende November zu Haftstrafen zwischen 12 und 21 Monaten verurteilt, in zwei Fällen auf Bewährung. 

Gleichzeitig äußert Jäger aber auch Verständnis für die schwierige Aufarbeitung der Fälle. Ihm persönlich würden die Kölner Ereignisse noch lange im Gedächtnis bleiben. "Ich bin selber Vater und Ehemann. Wenn ich mir vorstelle, meinen Beiden wäre so etwas passiert. Da packt einen nur die kalte Wut", sagte Jäger. - dpa

Quelle: wa.de

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