Mit dem Krankenwagen in ein Dortmunder Krankenhaus gebracht

Kind (4) in Iserlohn aus dem Fenster gestürzt: Das sagen Polizei und Feuerwehr

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Nach dem Sturz des Jungen (4) in den Kellerabgang am Adlerweg in Iserlohn wurde auch Rettungshubschrauber Christoph 8 aus Lünen alarmiert und landete unweit im Bereich Kalkofen/Handwerkerstraße.

[Update 11.26 Uhr] Iserlohn - Dramatische Szenen spielten sich am Dienstagabend in Iserlohn ab: Ein vierjähriger Junge fiel aus dem Fenster, die Mutter eilte in Panik zu ihrem Kind, stürzte ebenfalls und brach sich ein Bein. Wir haben unsere Berichterstattung mit den Angaben der Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis und der Feuerwehr Iserlohn von Mittwochmorgen aktualisiert.

  • Der tragische Unfall ereignete sich am Dienstagabend gegen 19.30 Uhr am Adlerweg in Iserlohn-Dröschede.
  • Ein Junge (4) stürzte aus noch unbekannter Ursache aus einem Erdgeschossfenster in den Kellerabgang.
  • Ein Notarzt aus Hemer und ein Rettungswagen aus Altena wurden zusätzlich eingesetzt.

Wie die Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis mitteilte, hatte sich die Mutter des Kindes draußen vor dem Mehrfamilienhaus aufgehalten. Sie habe die Schreie gehört und zu ihrem Kind rennen wollen.

"Weil sie barfuß lief, rutschte sie aus und verletzte sich ebenfalls", so die Polizei. Tatsächlich brach sich die Mutter des Jungen ein Bein.

Zum aktuellen Gesundheitszustand von Kind und Mutter machte die Polizei auf Nachfrage keinen weiteren Angaben. Auch zur Unfallursache gab es am Mittwochvormittag noch keine weiteren Erkenntnisse.

Die Unglücksstelle am Adlerweg in Iserlohn.

Nach Angaben der Feuerwehr Iserlohn erlitt der aus dem Erdgeschossfenster gestürzte Junge vor allem schwere Kopfverletzungen. 

Die waren aber nicht so gravierend, dass der alarmierte ADAC-Rettungshubschrauber Christoph 8 aus Lünen den kleinen Patienten hätte aufnehmen und in ein Dortmunder Krankenhaus fliegen müssen. Stattdessen wurde der Junge mit einem Rettungswagen dorthin transportiert.

Christoph 8 war unweit im Bereich Kalkofen/Handwerkerstraße gelandet.

"Auf Grund von ausgeschöpften Rettungsdienstmitteln kam zusätzlich zum Notarzt und Rettungswagen aus Iserlohn noch ein Notarzt aus Hemer und ein Rettungswagen aus Altena zum Einsatz", so die Feuerwehr weiter.

Zweiter Hubschrauber-Einsatz wenig später in Iserlohn-Sümmern

Übrigens: Ein internistischer Notfall im Iserlohner Stadtteil Sümmern erforderte nur kurze Zeit nach dem Einsatz am Adlerweg erneut den Einsatz eines Rettungshubschraubers. 

"Dieser Patient wurde nach der notärztlichen Versorgung in ein Krankenhaus im Kreis Unna geflogen", so die Feuerwehr Iserlohn abschließend in ihrer Mitteilung. - eB

Hier lesen Sie unsere Erstberichterstattung von Dienstagabend

Der Junge war aus einem Fenster im Erdgeschoss geklettert – direkt darunter befindet sich die Kellertreppe. Die Feuerwehr hatte eine Fallhöhe von rund drei Metern festgestellt. 

Wie schlimm es nun um das Kind steht, werden die Untersuchungen in einer Dortmunder Spezialklinik ergeben. Dorthin wurde der Junge mit dem Rettungswagen gebracht. 

Ursprünglich sollte ein Rettungshubschrauber zum Einsatz kommen, aber der musste unverrichteter Dinge wieder heimkehren. 

Rettungsflug bei Kindern problematisch 

Wie Jörg Döring, Chef der Iserlohner Feuerwehr erklärte, ist der Rettungsflug bei Kindern problematisch, da diese mit Medikamenten besonders beruhigt werden müssen. Doch genau darauf ließ sich der Junge, der immerhin ansprechbar war, nicht ein. 

Allerdings war sein Zustand nach Einschätzung des Notarztes so stabil, dass eine Fahrt im Rettungswagen zu verantworten war. 

Unverzichtbar blieb allerdings die weite Strecke nach Dortmund: Da bei Stürzen aus derartigen Höhen grundsätzlich erhebliche Verletzungen zu befürchten sind, ist eine medizinische Ausstattung notwendig, über die das nächstgelegene Krankenhaus nicht verfügt.

Ermittlungen praktisch abgeschlossen 

Die Beamten gehen bei dem Vorfall klar von einem Unfall aus, aus ihrer Sicht sind die Ermittlungen praktisch abgeschlossen. So bleibt den Einsatzkräften nur, Kind und Mutter baldige Genesung zu wünschen. - MK

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Quelle: wa.de

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