Hefe-Zug legt sich auf die Seite

In Brauerei-Nähe: Tankzug mit Bierhefe kippt um - stundenlange Sperrung

Auf der K11 bei Grevenstein ist ein Tankzug mit Bierhefe umgekippt, der zuvor bei der Veltins-Brauerei war.
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Auf der K11 bei Grevenstein ist ein Tankzug mit Bierhefe umgekippt, der zuvor bei der Veltins-Brauerei war.

Kurioser Unfall im Sauerland: In der Nähe der Veltins-Brauerei in Meschede-Grevenstein ist ein Tanklastzug mit Bierhefe umgekippt. Die Kreisstraße 11 war stundenlang bis in den Abend gesperrt.

Meschede - Die K11 zwischen Grevenstein und Berge musste am Donnerstag über mehrere Stunden voll gesperrt werden. Ein Tanklastzug mit Bierhefe war dort umgekippt.

Der Lastwagen, der nach Angaben des Fahrers bei der Veltins-Brauerei 25 Tonnen Bierhefe geladen hatte und nun auf dem Weg nach Osnabrück war, sei demnach in einen Graben gerutscht. Laut Polizei wurde glücklicherweise niemand verletzt. Wie der Fahrer des Tankzugs an der Unfallstelle kurz vor Meschede-Berge berichtete, sei er ins Rutschen geraten und habe die Kontrolle über den 40-Tonner verloren, der daraufhin auf einen Hang gekippt sei. 

Ein Abschleppunternehmen will auf der K11 in der Nähe der Veltins-Brauerei den umgekippten Tankzug bergen.

Veltins: K11 "mehrere Stunden" gesperrt

Deshalb wurde die Kreisstraße 11, die von Berge nach Grevenstein, den Heimatort der Veltins-Brauerei, führt, über Stunden gesperrt - "vermutlich für mehrere Stunden gesperrt", wie die Polizei zunächst erklärte. Die Bierhefe musste in einen anderen Tankzug umgeladen werden, bevor der umgekippte Lkw geborgen werden könne. 

Ein Mitarbeiter des Abschleppdienstes schilderte an der Unfallstelle, die knapp vier Kilometer von der Veltins-Brauerei entfernt liegt, dass es nun darum gehe, den Lkw möglichst ohne weitere Beschädigungen aus dem Graben zu ziehen. Das Abpumpen der Hefe sei nötig, weil das Gewicht des Tankzuges dann von 40 auf nur noch 15 Tonnen sinke.

Wie Ulrich Biene, Pressesprecher der Veltins-Brauerei auf Nachfrage erklärte, handele es sich bei der Ladung des Tankzugs um "frische Bierhefe". Das nährmittelreiche "Überschussprodukt" aus dem Brauereibetrieb werde für die Futtermittelherstellung verwendet. 

Tankzug mit Bierhefe kippt in der Nähe der Veltins-Brauerei um

Einen Teil der Hefe, die nach dem Brauen aus den Gär- und Lagertanks abgelassen werde, benutze Veltins selbst weiter, der andere Teil werde an Futtermittelhersteller verkauft. Laut Ulrich Biene komme mehrmals wöchentlich ein Tankzug, um die Hefe aus der Brauerei abzuholen.

Veltins hatte zuletzt Grund zum Feiern: Gegen den rückläufigen Trend in der Bier-Branche hat die Brauerei 2019 ein Rekordjahr hingelegt, Ausstoß und Umsatz stiegen.

Quelle: wa.de

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