"Das kann tödlich enden":

Lebensgefährliche Bohr-Panne: Firma sorgt für Strom-Ausfall in Werl

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Werl - Auf einen Schlag war alles dunkel. Und dass den dafür verantwortlichen Arbeiter nicht zugleich der Strom-Schlag traf, war Glück. Eine angebohrte 10-kv-Leitung an der Runtestraße hat am Mittwoch für einen umfangreichen Stromausfall im Werler Norden gesorgt. Um 15.54 Uhr ging die Schadensmeldung ein.

Von einem „Fremdeingriff“ sprach Stadtwerkechef Robert Stams auf Anzeiger-Anfrage. Eine Firma habe an der Runtestraße im Zuge des Baus einer Zaunanlage in das Kabel gebohrt und für einen Kurzschluss gesorgt.

Entscheidend sei, dass es keinen Personenschaden gegeben habe – was nicht selbstverständlich sei. „Für den, der da bohrt, kann das tödlich enden“, sagte Stams.

Hammer Straße längere Zeit stromlos

Das Unternehmen habe sich nicht im Vorfeld bei den Stadtwerken informiert, wie und wo die Leitungen verlaufen. Der Kurzschluss sorgte für den Ausstieg von drei Ortsnetzstationen und drei Firmenkundenstationen an der Hammer Straße. Betroffen war der Bereich zwischen der Bahnlinie und dem Hotel Maifeld.

Wie viele Gebäude letztlich genau stromlos waren, konnte Stams zwar nicht sagen. Aber die Mitarbeiter der Störungsstelle der Stadtwerke seien „sehr schnell gewesen“, hätten den Fehler zügig orten und den Strom umleiten können; nach gut zehn Minuten sei alles wieder am Netz gewesen und die beschädigte Stelle abgeklemmt worden.

Am Donnerstag wird das schadhafte Stück an der Runtestraße ausgebessert. Die Firma, die den Blackout zu verantworten hat, wird für den Schaden belangt, kündigen die Stadtwerke an.

Kurzschluss durch kurzes Flackern spürbar

Der Kurzschluss war stadtweit spürbar durch ein kurzer Flackern. Das sei nicht ungewöhnlich. „Elektrobauteile reagieren sehr empfindlich auf Spannungsschwankungen“, sagt Robert Stams. So sei auch erklärbar, dass einige Computer ausstiegen. Zu dauerhaften Schäden führe das aber nicht.

Quelle: wa.de

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