Soldaten-Tochter verschwand im Einkaufszentrum

Seit 38 Jahren vermisst: Neue Ermittlungen im Fall Katrice

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Nach einer wohl zunächst vergeblichen Festnahme im Südwesten Englands geht die Suche in der Stadt Swindon weiter - hier durchsuchen Spezialisten mit einem Bodenradar den Garten eines Hauses. 

Die damals zweijährige Katrice, Tochter eines britischen Soldaten, verschwand vor fast 38 Jahren in einem Paderborner Einkaufszentrum - spurlos. Bis heute hat die Familie keine Antworten auf ihre quälenden Fragen. Jetzt ermittelt die Polizei in Swindon, einer Stadt im Südwesten Englands.

London/Paderborn - Im Fall der vor fast 38 Jahren in Paderborn verschwunden kleinen Katrice gibt es neue Entwicklungen. Nach einer wohl zunächst vergeblichen Festnahme im Südwesten Englands geht die Suche in der Stadt Swindon weiter, berichtete die britische Nachrichtenagentur PA am Mittwoch unter Verweis auf einen Sprecher des Militärs. 

Der am Montag im Zusammenhang mit dem Verschwinden des Mädchens in Swindon festgenommene Ex-Militärangehörige sei dagegen wieder auf freiem Fuß. 

Die Militärpolizei halte die Familie des Mädchens über die Entwicklungen auf dem Laufenden. Weitere Details zu den laufenden Ermittlungen wurden zunächst nicht bekannt. 

In dieser Häuserreihe in Swindon liegt der Garten, in dem gesucht wird.

Horror-Vorstellung: Kind in Einkaufszentrum verschwunden 

Das Kind eines britischen Soldaten war im November 1981 an seinem zweiten Geburtstag in einem Einkaufszentrum in der Stadt verschwunden - und trotz großer Suchaktion von Militär, deutscher Polizei und Bevölkerung nicht gefunden worden. 

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"Wir sind durch die Hölle gegangen"

"Wir sind in den vergangenen 38 Jahren durch die Hölle gegangen", sagte der heute 69-jährige Vater des Kindes der britischen Zeitung "Mirror" nach der Festnahme des Mannes. "Wie alle Eltern von vermissten Kindern hoffen wir auf ein glückliches Ende." Dies sei aber nicht sicher. "Wir hoffen einfach darauf, zumindest Antworten zu bekommen."

Der Vater der verschwundenen Katrice Lee, Richard Lee, gab Journalisten im Jahr 2018 ein Interview. Anlass war damals eine forensische Untersuchung des Ufers des Flusses Alme in Paderborn gewesen.

Flussufer in Paderborn 2018 untersucht

Im Frühjahr 2018 hatte die britische Militärpolizei noch einmal vor Ort in Paderborn ermittelt, war aber nach damaliger Aussage zu keinen neuen Erkenntnissen gekommen. Bei der forensischen Untersuchung war ein Flussufer in Paderborn nach Spuren abgesucht worden. - dpa

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Quelle: wa.de

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