Deutsche Denkmalschutz-Stiftung fördert

Kloster, Zoo und Fachwerk: Hilfe für 30 Denkmalprojekte in NRW

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Beethovenhalle

Bonn - Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz will in diesem Jahr in Nordrhein-Westfalen die Restaurierung von etwa 30 Gebäuden und Anlagen fördern. Das teilte die Stiftung mit. Darunter sind die Beethovenhalle in Bonn, aber auch ein historisches Schiff in Köln und eine Eisenbahnbrücke in Wuppertal. Mit Hilfe der Stiftung saniert werden auch ehemalige Pfarrhäuser, Klöster, Kirchen, Villen, Fachwerkgebäude - und ein Gebäude im Kölner Zoo.

Die in Bonn ansässige Stiftung will bundesweit mit insgesamt etwa 30 Millionen Euro bei der oft aufwendigen Sanierung von Denkmalen unter die Arme greifen. Dabei werden oft die Eigentümer unterstützt, um den Eigenanteil für eine geförderte Sanierung zu erreichen. Die Einnahmen der Stiftung stammen etwa zur Hälfte aus Spenden, Erbschaften oder Bußgeldern sowie aus der Lotterie Glücksspirale.

Eines der markantesten Förder-Objekte in Nordrhein-Westfalen ist die Bonner Beethovenhalle. Seit Jahren wird die Sanierung der geschichtsträchtigen Konzert- und Veranstaltungshalle unterstützt. So floss voriges Jahr ein Millionenbetrag in die Dachsanierung. In diesem Jahr geht es um die Klinkerfassade und ein Glasmosaik. Die "Perle der 50er Jahre", wie Sprecher Thomas Mertz den Bau am Rhein nennt, gilt als unbedingt erhaltenswert. Die Stadt ist derzeit dabei, das Gebäude mit viel Geld zu sanieren.

Regenwaldlandschaft soll entstehen

Auch das Südamerikahaus im Kölner Zoo muss instand gesetzt werden. Es wurde 1899 im Stil einer russisch-orthodoxen Kirche erbaut und ist mit seiner Architektur einmalig. Mit der Sanierung solle eine Regenwaldlandschaft entstehen, in der sich Affen, Vögel und andere Tiere frei bewegen können, erklärte der Zoo. Auch die Außenhülle muss saniert werden.

In Warburg im Kreis Höxter wird ein ehemaliges Dominikanerkloster, das Kloster St. Jakob von Sarug, saniert. Dort hat sich 1996 die Syrisch-Orthodoxe Kirche niedergelassen. Neugotische Formen mit Jugendstilelementen prägen das Anwesen. Gefördert werden Arbeiten an der Außenfassade.

180.000 Euro im Jahr 2018

Manche der Objekte sind noch keine 50 Jahre alt, wie etwa das markante "Keramion" in Frechen bei Köln, ein Spezialmuseum für Keramik. Passend zum Thema hat der Bau aus den 1970er Jahren die Form einer riesigen Töpferscheibe. Doch der Rost bedroht die Wände aus Stahlbeton. Das "einzigartige Architekturdenkmal der Nachkriegszeit", so die Stiftung, soll erhalten werden. In diesem Jahr können bis zu 180.000 Euro fließen.

Quelle: wa.de

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