Den "Lappen" kann sie erstmal vergessen...

Knopf im Ohr und Kamera: 29-Jährige fliegt in Führerscheinprüfung auf

+

Soest - Auf ihr Wissen wollte sich eine 29-Jährige bei der Führerscheinprüfung offenbar nicht verlassen - sie hatte sich für den Test verkabelt, kam mit Knopf im Ohr und Kamera. Einem Mitarbeiter des Soester TÜV fiel die Präparation auf... 

Am Dienstagmorgen wollte die Frau am Senator-Schwartz-Ring den theoretischen Teil der Führerscheinprüfung hinter sich bringen. Doch stattdessen rückte die Polizei an. 

Die holte die Frau, die laut Bericht "durch sehr weite Kleidung auffiel" aus der Prüfung heraus. Eine Beamtin durchsuchte die Frau und fand unter dem weiten Hemd eine Kamera, die im Hemd befestigt war und über ein Kabel zu einem Sender führte, den die Frau mit Klebeband an ihrem Unterschenkel fixiert hatte. Am anderen Bein trug sie ein Handy, das wiederum per Bluetooth an einen Knopf im Ohr gekoppelt war. 

Den "Souffleur", der ihr mutmaßlich die Antworten von außen hätte einflüstern sollen, habe die Polizistin nicht ausfindig machen können, heißt es. Die Arnsbergerin habe zu dem Vorfall keine Angaben gemacht.

Lesen Sie auch: Fahrschüler schummelt mit Kamera bei Theorieprüfung

Ihren Führerschein kann sich die Frau erstmal abschminken - immerhin müsse sie aber nicht mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen, erläutert Polizei-Pressesprecher Wolfgang Lückenkemper: "Ein Betrugsversuch liegt hier nicht vor." 

Des Betrugs strafbar macht sich nach §263 des Strafgesetzbuchs nämlich: „Wer in der Absicht, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, das Vermögen eines anderen dadurch beschädigt, dass er durch Vorspiegelung falscher oder durch Entstellung oder Unterdrückung wahrer Tatsachen einen Irrtum erregt oder unterhält.“

Wohl werde aber die Straßenverkehrsbehörde über den Vorfall unterrichtet - und die könnte der Frau manchen Stein in den Weg legen, ehe sie erneut zu einer Führerscheinprüfung zugelassen wird; bis hin zu einer Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU), umgangssprachlich gern "Idiotentest" genannt...

Etwas weiter als die junge Dame brachte es ein junger Mann aus Hemer. Er bekam den Fahrerschein - doch nach 49 Minuten war er wieder weg...

Quelle: wa.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare