Neue Corona-Schutzverordnung

Corona-Notbremse in NRW: Das gilt jetzt für körpernahe Dienstleistungen

Die NRW-Landesregierung zieht die Notbremse, aber (noch) nicht landesweit. In Corona-Hotspots müssen körpernahe Dienstleistungen schließen - doch: Ausnahmen sind möglich.

Hamm - Es waren erste vorsichtige Öffnungsschritte, die das Land Nordrhein-Westfalen Anfang März im anhaltenden Lockdown gewagt hatte. Doch die Corona-Zahlen sind gestiegen, die 7-Tage-Inzidenz liegt mittlerweile landesweit über 100. Die Notbremse wird gezogen, das hatte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet bereits angekündigt. Mit der neuen Corona-Schutzverordnung werden ab Montag, 29. März, Lockerungen zurückgenommen - allerdings nicht landesweit, sondern nur in Hotspots. Das betrifft auch körpernahe Dienstleistungen. (News zum Coronavirus)

BundeslandNordrhein-Westfalen (NRW)
Bevölkerung17,93 Millionen (2019)
Ministerpräsident Armin Laschet

Corona-Notbremse in NRW: Das gilt ab Montag für körpernahe Dienstleistungen

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) stellte am Freitag die neue Corona-Schutzverordnung und kommende Maßnahmen vor. Demnach werden ab dem 8. März erfolgte Lockerungen in Regionen mit einer 7-Tage-Inzidenz über 100 zurückgenommen, ein Besuch etwa bei körpernahen Dienstleistungen kann aber weiterhin möglich sein. Darunter fallen in Nordrhein-Westfalen etwa Kosmetik, Fußpflege, Nagel- und Tattoo-Studios.

Die Voraussetzung: ein tagesaktueller negativer Corona-Schnelltest. Diese Ausnahme-Möglichkeiten müssen Kommunen mit dem Gesundheitsministerium vorher abstimmen. Landkreise und Städte müssen dazu noch jeweils eine eigene Allgemeinverfügung erstellen.

In einer Mitteilung des NRW-Gesundheitsministeriums heißt es dazu wörtlich: „Körpernahe Dienstleistungen, bei denen ein Mindestabstand von 1,5 Metern zum Kunden nicht eingehalten werden kann, sind bei Einhaltung von Hygienevorgaben der Verordnung zulässig. Zutritt nur mit negativem Schnelltests. Der Test darf nicht älter als 24 Stunden sein.“ Auch der Einzelhandel ist von der regionalen Corona-Notbremse betroffen, es gelten neue Regeln.

Mit der neuen Corona-Schutzverordnung ist jetzt auch klar, dass Friseure weiterhin geöffnet bleiben. Die Salons durften in NRW bereits am 1. März öffnen und sind somit nicht von einer regionalen Notbremse betroffen. Gleiches gilt für die Fußpflege, die zwar auch zu den körpernahen Dienstleistungen zählt, allerdings wie Friseure schon früher öffnen durfte. Hier ist kein negativer Schnelltest notwendig.

Corona-Notbremse in NRW: Lockerungen werden regional zurückgenommen - Ausnahmen möglich

Der Öffnungsplan von Bund und Ländern begann am 8. März. Inzidenz-unabhängig öffneten unter anderem wieder Buchhandlungen und Blumengeschäfte. Auch Fahrschulen nahmen den Betrieb auf - und eben die körpernahen Dienstleistungen. Inzidenz-abhängig (Wert unter 100) ging es am gleichen Tag für Einzelhändler, Museen und Zoos wieder los.

Bei aller Freude über die ersten Öffnungsschritte war von Beginn an klar: Steigen die Zahlen, greift die Notbremse und bereits erfolgte Lockerungen und Öffnungen werden zurückgenommen. Anders als zunächst angenommen, geschieht dies jetzt allerdings nicht landesweit.

Rubriklistenbild: © Olivier Matthys/dpa/AP

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