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Kontaktbeschränkungen: Was in NRW für Geimpfte und Genesene gilt

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Von: Daniel Großert

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Wegen der hohen Corona-Zahlen gelten wieder Kontaktbeschränkungen in NRW - und zwar für alle. Diese wurden in einer neuen Schutzverordnung konkretisiert.

Update vom 9. Dezember, 9.57 Uhr: Die Corona-Schutzverordnung wurde noch einmal überarbeitet. Unter anderem sind die Kontaktbeschränkungen in NRW präzisiert worden. Betroffen ist die Personenbegrenzung von Veranstaltungen in Hotspots.

Das Gesundheitsministerium hatte verfügt, dass in Kommunen mit einer 7-Tage-Inzidenz über 350 auch für Geimpfte und Genesene eine Beschränkung gilt. Auf Feiern und Treffen sind dort auf maximal 50 Personen in Innenräumen und 200 Personen im Außenbereich erlaubt. Nach der neusten Version der Schutzverordnung gilt dies nur im privaten Raum, also ausdrücklich nicht für Veranstaltungen in gastronomischen Betrieben oder ähnlichen Einrichtungen, wo eine verantwortliche Person für die Einhaltung von Hygienestandards und Kontrolle der Nachweise verantwortlich sei, erläuterte eine Sprecherin des Ministeriums die Neuerung.

Für Ungeimpfte gilt weiterhin: Zusammenkünfte im öffentlichen und privaten Raum, an denen Ungeimpfte teilnehmen, sind auf den eigenen Haushalt sowie höchstens zwei Personen eines weiteren Haushalts zu beschränken. Kinder bis zur Vollendung des 13. Lebensjahres sind ausgenommen.

Kontaktbeschränkungen in NRW: Neue Regeln für Ungeimpfte und Geimpfte

[Erstmeldung] Hamm - In Deutschland steht ein harter Corona-Winter bevor. Täglich werden neue Rekord-Inzidenzen gemeldet, in manchen Bundesländern wie Sachsen, Thüringen oder Bayern ist die Lage dramatisch. Nordrhein-Westfalen steht mit einer 7-Tage-Inzidenz von 288,5 (Stand 4. Dezember) zwar vergleichsweise gut da, doch auch im bevölkerungsreichsten Bundesland waren die Infektionszahlen im Laufe der Pandemie noch nie so hoch wie aktuell. Es gibt neue Kontaktbeschränkungen.

BundeslandNordrhein-Westfalen
Bevölkerung17,93 Millionen (2019)
HauptstadtDüsseldorf

„Die Lage ist dramatisch ernst. So ernst wie noch zu keinem Zeitpunkt in dieser Pandemie“, hatte der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zuletzt gesagt - und massive Kontaktreduzierungen gefordert. Doch der bisherige Verlauf der Corona-Pandemie hat gezeigt: An Forderungen und Empfehlungen halten sich viele Menschen in Deutschland nicht. Um wirklich etwas an der Situation zu ändern, waren im Normalfall klare Regeln und Maßnahmen nötig. Dass es mittlerweile auch in NRW die ersten Verdachtsfälle der neuen Omikron-Variante gibt, macht die Lage nicht einfacher.

Mitarbeiter des Ordnungsamts kontrollieren in einem Park die Einhaltung der Schutzmaßnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus.
Wegen der hohen Corona-Zahlen kommt es auch in NRW wieder zu neuen Kontaktbeschränkungen. © Marius Becker/dpa

Bund und Länder haben sich jetzt beim Corona-Gipfel auf bundesweit gültige Kontaktbeschränkungen geeinigt. Und die werden in Nordrhein-Westfalen auch genau so um gesetzt. Das gilt ab Samstag, 4. Dezember:

Neue Kontaktbeschränkungen in NRW: Grüne fordern harte Corona-Regeln

In manchen deutschen Bundesländern gelten schon länger Kontaktbeschränkungen. In Sachsen dürfen sich beispielsweise nur noch ein Haushalt und eine weitere Person im öffentlichen und privaten Raum treffen. Geimpfte und Genesene werden dabei aber nicht mitgezählt.

Zuletzt hatten auch die nordrhein-westfälischen Grünen gefordert, die Corona-Regeln in NRW zu verschärfen - unter anderem mit drastischen Kontaktbeschränkungen, aber auch mit einem Veranstaltungsverbot für Innenräume und einer 2G-plus-Regel im gesamten Freizeitbereich.

Ein Immunologe aus Dortmund brachte dagegen sogar einen kurzen, aber harten Lockdown vor Weihnachten ins Spiel. Angesichts dieser drastischen Forderung könnten wohl viele Menschen in Nordrhein-Westfalen mit vorübergehenden Kontaktbeschränkungen gut leben. *wa.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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