"Spezieller" Polizei-Einsatz am Freitagmorgen

Kontrolle vor Dortmunder Schule: Vater rastet völlig aus

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Dortmund - Rücksichtslos parkende Eltern vor Schulen sind immer wieder Gefahr und Ärgernis zugleich - kein Wunder, dass die Polizei hier immer wieder Präsenz zeigt. Die Polizei Dortmund tat dies einmal mehr am Freitagmorgen. Und die Beamten kamen in den zweifelhaften Genuss eines besonderen Einsatzes, von dem ein achtjähriges Mädchen, das der Vater hatte aussteigen lassen, zum Glück nichts mitbekam. Die ganze Geschichte gibt es hier.

Es geht um eine Schulweg- und Verkehrskontrolle an der Grundschule in der Landgrafenstraße in Dortmund-Mitte. Hauptdarsteller war ein 47-jähriger Dortmunder, der sich massiv unbelehrbar und uneinsichtig verhielt - und das, obwohl er erst am Donnerstag erwischt worden war, als die Tochter unangeschnallt im Fahrzeug saß. Wir veröffentlichen nachfolgend die Pressemitteilung der Polizei Dortmund im Wortlaut:

"Kurz vor Schulbeginn fiel der 47-jährige Dortmunder den Polizeibeamten auf, weil er seinen Pkw verbotswidrig im Halteverbot, zum Teil auf dem Gehweg und darüber hinaus im Bereich einer Feuerwehrzufahrt der Schule hielt, um seine Tochter aussteigen zu lassen.

Auf sein Fehlverhalten angesprochen, reagierte der Mann so gar nicht vorbildhaft. Er rastete aus, schrie herum, verließ sein Fahrzeug und fluchte lautstark, dass ihm alles 'scheißegal' sei. Gegenüber den Polizeibeamten verweigerte er die Angaben zu seiner Person und versuchte sich der Kontrolle, trotz der Aufforderung stehen zu bleiben, zu entziehen. 

Mit dem Kopf vors Autoblech geschlagen

Als er von einem Polizeibeamten festgehalten wurde, versuchte er sogar sich loszureißen, so dass er letztendlich die Kontrolle in Handfesseln über sich ergehen lassen musste. Hierzu wurde er an seinen Pkw gestellt, Personalpapiere trug er jedoch nicht bei sich. Plötzlich schlug er mit seinem Kopf selbständig gegen die C-Säule und das Dach seines Autos und verpasste dem Autoblech so eine neue Form.

Kurzerhand durfte er die Polizei auf eine nahe gelegene Polizeiwache begleiten. Dort tickte er zwar nicht mehr körperlich aus, blieb allerdings weiterhin verbal aggressiv. Ein Atemalkohol- und ein Drogenvortest die sein spezielles Verhalten zumindest ansatzweise hätten erklären können, verliefen negativ.

Nachdem der Dortmunder dann doch noch seine Personalien angegeben hatte und die polizeilichen Maßnahmen durchgeführt waren, konnte er seinen Heimweg antreten.

Verhalten hat Nachspiel bei der Führerscheinstelle

Ihn erwarten nun Ermittlungen wegen falscher bzw. Nicht Bekanntgabe seiner Personaldaten, eine Ordnungswidrigkeitenanzeige wegen der oben genannten Verkehrsverstöße und die Zahlung an den Sichersteller zum Auslösen des Autos. Dies war von den an der Landgrafenstraße verbliebenen Polizeibeamten einem Sichersteller übermittelt und abgeschleppt worden. Eine günstigere Lösung - das Abholen durch z.B. Familienangehörige oder Bekannte - hatte der Mann abgelehnt.

Darüber hinaus fertigten die Polizeibeamten einen Bericht an das Straßenverkehrsamt (die Führerscheinstelle) zur Überprüfung der charakterlichen Eignung zum Führen von Kfz. Und ein weiterer Bericht wird der sozialpsychiatrische Dienst der Stadt Dortmund erhalten, um das Verhalten des Dortmunders kund zu tun und ggfs. medizinisch überprüfen zu lassen.

Das war allerdings noch nicht das Ende dieser Geschichte: Weitere Ermittlungen ergaben, dass der Mann bereits am Vortag (6.4.) in einer vergleichbaren Kontrolle aufgefallen war: Hier hatte er eine Zahlkarte erhalten, weil seine Tochter nicht mit dem vorgesehenen Sicherheitsgurt angeschnallt war.

Glücklicherweise spielte sich das ganze Drama ab, als bereits der Großteil der Schülerinnen und Schüler in der Schule waren, auch seine Tochter, die von alledem nichts mitbekam.

Darüber hinaus gab es weitere, vereinzelte Gurtverstöße (2) und Bürgergespräche (7). Die ansonsten sehr positiv aufgenommene Kontrolle und damit verbundene Präsenz der Polizei wird auch weiterhin zum Schutz der Kinder fortgesetzt." - eB

Quelle: wa.de

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