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Astrazeneca-Impfstopp im Kreis Euskirchen - Land NRW zieht nach

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Eine Frau stirbt, eine weitere erleidet ebenfalls eine Thrombose - nach der Impfung mit Astrazeneca. Zufall oder Zusammenhang? Der Kreis Euskirchen will kein Risiko eingehen.

Update vom 30. März, 17.52 Uhr: Das Land NRW hat jetzt auf die Vorfälle unter anderem im Kreis Euskirchen reagiert und die Corona-Impfungen mit Astrazeneca für Männer und Frauen unter 60 Jahre gestoppt.

LandkreisEuskirchen
BundeslandNordrhein-Westfalen
Einwohner191.202 (2016)

Astrazeneca-Impfstopp im Kreis Euskirchen: Thrombose-Fälle nach Corona-Impfung

Update vom 30. März, 14.50 Uhr: Die Debatte um den Corona-Impfstoff von Astrazeneca geht weiter. Jetzt haben sich die Uni-Kliniken in NRW an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn gewandt, um sich für einen Impfstopp für jüngere Frauen auszusprechen. Im Kreis Euskirchen gilt derweil der Impfstopp für Frauen unter 55 Jahre noch.

Update vom 29. März, 22.48 Uhr: Nachdem der Kreis Euskirchen am Montag die Corona-Impfung mit Astrazeneca für Frauen unter 55 gestoppt hat, teilte das Universitätsklinikum Köln auf Anfrage von Bild mit: „Unseren weiblichen Beschäftigten unter 55 Jahren empfehlen wir aktuell keine Impfung mit Astrazeneca.“. Aktuell werde bei einer Patientin der Zusammenhang einer Thrombose-Behandlung mit der Astrazeneca-Impfung geprüft. „Zu einer Häufung von Fällen ist es dort aber nicht gekommen“, sagte der Sprecher der Klinik demnach.

Update vom 29. März, 20.19 Uhr: Ein Sprecher des NRW-Gesundheitsministeriums teilte am Montagabend auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur zu dem Impfstopp mit Astrazeneca im Kreis Euskirchen mit: „Es handelt sich dabei um eine medizinische Entscheidung, die vorsorglich vor Ort getroffen worden ist.“ Alle Daten zu möglichen Nebenwirkungen bei Impfstoffen liefen beim Paul-Ehrlich-Institut und dem Robert Koch-Institut zusammen. Dort würden die neuen Erkenntnisse fortlaufend überprüft. Nach Informationen des Gesundheitsministeriums berate die Ständige Impfkommission derzeit, ob aufgrund der Meldungen der vergangenen zehn Tage eine erneute Anpassung der Empfehlungen erforderlich sei. Das Ergebnis bleibe abzuwarten.

Astrazeneca-Impfstopp im Kreis Euskirchen: Thrombose-Fälle nach Corona-Impfung

[Erstmeldung] Kreis Euskirchen (dpa) - Der Kreis Euskirchen hat am Montag die Corona-Impfung von Frauen unter 55 mit dem Impfstoff von Astrazeneca vorläufig gestoppt. Nachdem eine geimpfte Frau (47) vergangene Woche gestorben war, sei dem Kreis nun der Verdacht auf „eine schwerwiegende Erkrankung“ einer 28-Jährigen nach der Impfung mit Astrazeneca gemeldet worden. Beide hatten laut Kreis eine Sinusvenenthrombose erlitten. Das Land Nordrhein-Westfalen ist informiert, die Vorfälle werden geprüft. (News zum Coronavirus)

Thrombose-Fälle: Landkreis in NRW stoppt vorerst Corona-Impfungen mit Astrazeneca

„Der Kreis Euskirchen hat heute Mittag die Bezirksregierung und das NRW-Gesundheitsministerium über die neue Lage informiert und das Moratorium vermeldet. Dabei handelt es sich um eine vorsorgliche Maßnahme, bis die zuständigen Fachdienststellen zu einen endgültigen Bewertung gekommen sind“, hieß es in einer Mitteilung.

Zuvor seien Rückfragen bei den übergeordneten Behörden damit beantwortet worden, dass das Paul-Ehrlich-Institut „die Vorgänge gewissenhaft prüfe, eine abschließende Stellungnahme jedoch nicht erfolgen könne“, so der Kreis. Landrat Markus Ramers (SPD) habe mit NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) und seinem Staatssekretär telefoniert, „die sich persönlich für eine zeitnahe, abschließende Klärung durch die Fachleute einsetzen.“

Kreis Euskirchen stoppt Corona-Impfungen mit Astrazeneca - Institut untersucht möglichen Zusammenhang

Der Kreis Euskirchen hatte nach dem Tod der 47.jährigen Frau den Fall dem Paul-Ehrlich-Institut gemeldet, um einen möglichen Zusammenhang mit der Corona-Impfung der Frau untersuchen zu lassen. Das Paul-Ehrlich-Institut machte auf Anfrage der Deutschen Presseagentur (dpa) am Montag keine weiteren Angaben zum konkreten Fall.

Der Tod der Frau war dem Gesundheitsamt laut Kreis am vergangenen Freitag durch den verantwortlichen Arzt des regionalen Impfzentrums gemeldet worden, der die Informationen von der behandelnden Klinik erhalten hatte. Auch der neuerliche Fall sei von dem Arzt gemeldet worden, „nachdem er entsprechende Informationen von der behandelnden Klinik erhalten hatte.“

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Die 28-jährige Patientin sei in einem stabilen Zustand und werde in einer Spezialklinik versorgt, so der Kreis Euskirchen in einer Mitteilung. „Da aktuell nicht ausgeschlossen werden kann, dass Tatsachen vorliegen, die gegen eine alters- und geschlechtsübergreifende Verimpfung „COVID-19 Vaccine Astrazeneca“ sprechen, hat sich der Krisenstab des Kreises Euskirchen dazu entschlossen, die Impfung mit diesem Impfstoff bei Frauen unter 55 auszusetzen“, hieß es weiter. Diese Entscheidung habe der Krisenstab nach fachlicher Beratung durch den Leiter des Gesundheitsamtes und den leitenden Impfarzt gefällt.

Die Corona-Impfungen mit Astrazeneca für Männer sowie für Frauen über 55 gehen ebenso wie geplant weiter wie die Impfungen mit dem Biontech-Vakzin.

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