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Anwohner hört lauten Knall: Lkw rollt ohne Fahrer los und kracht in Hausdach

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Von: Kai Osthoff

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Kreuztal/NRW: Lkw rollt ohne Fahrer los und kracht in Hausdach
Nur wenige Zentimeter Platz waren zwischen dem Lkw und der Hauswand. Der Muldenkipper riss allerdings zwei Vordächer um. © Kai Osthoff

Nachdem ein Hausbewohner einen lauten Knall hörte und aus dem Fenster sah, traute er seinen Augen nicht: Ein Lkw war - ohne Fahrer - losgerollt und stand vor seiner Haustür.

Kreuztal (NRW) - Glück im Unglück. Das war ein vielfach ausgesprochener Satz am Freitagmorgen bei einem Unfall in der Ernsdorfstraße in Kreuztal. Um kurz vor 8 Uhr waren Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei zu gerufen worden, da nach Erstinformationen ein Lkw in ein Haus gefahren sein sollte.

Vor Ort entspannte sich die Lage dann relativ schnell. Denn auch wenn der Sachschaden nicht unerheblich sein dürfte, verletzt wurde niemand. Wie die Polizei erklärte, hatte ein 58-jähriger Fahrer eines mit Erde beladenen Muldenkippers sein Fahrzeug an der leicht abschüssigen Ernsdorfstraße abgestellt, den Motor ausgeschaltet und die Bremse festgestellt. Die Erde hatte er kurz zuvor auf einer Baustelle an der Dörrwiesentraße aufgeladen.

Anwohner hört lauten Knall: Lkw rollt ohne Fahrer los und kracht in Hausdach

Nach eigener Aussage habe er dann den Lkw an der Ernsdorfstraße abgestellt, um auf einen weiteren Kollegen zu warten. Aus noch nicht geklärter Ursache hatte sich das 32-Tonnen-Gefährt dann plötzlich selbstständig gemacht und war losgerollt. Nach rund 50 Metern durchbrach der Lastwagen eine Hecke, fuhr einen Mülleimer um und schleifte nur wenige Zentimeter an einem Haus vorbei.

Das Fallrohr der Dachrinne, einige Außenleuchten sowie zwei Vordächer an den Haustüren gingen dennoch zu Bruch. Die Hausbesitzer hatten einen lauten Knall gehört. Beim Blick aus dem Fenster trauten sie ihren Augen nicht. Stand dort ein großer gelber Lastwagen mitten bei ihnen vor der Haustür.

Die Feuerwehr aus Kreuztal und Ferndorf sowie der Rettungsdienst war der Einsatz schnell beendet. Noch am Vormittag kam eine Spezialfirma zur Bergung des Lkw. Mithilfe von Seilwinden und zwei Bergefahrzeugen konnte der Muldenkipper vom Grundstück geborgen werden.

In der Nacht sind im Ruhrgebiet einige Menschen aus dem Schlaf gerissen worden. Die Sirenen heulten. Die Feuerwehr hatte den Alarm aber nicht ausgelöst.

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