28-Jähriger sitzt in U-Haft

Leichenfund im Maisfeld: Tatverdächtiger stellt sich - will es aber nicht gewesen sein

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Symbolfoto

Neue Entwicklungen nach dem Fund einer Leiche in einem Maisfeld bei Eslohe: Ein 28-jähriger Tatverdächtiger hat sich der Polizei gestellt. Er sitzt in Untersuchungshaft, bestreitet aber, seinen 45-jährigen Mitbewohner getötet zu haben.

Update 6. September, 9.34 Uhr: Der tatverdächtige 28-Jährige, der seinen 45-jährigen Mitbewohner getötet und anschließend in einem Maisfeld zwischen Meschede-Schüren und Eslohe-Oesterberge abgelegt haben soll, sitzt in Untersuchungshaft. Das Amtsgericht Meschede hat am Donnerstag Haftbefehl erlassen, wie Staatsanwalt Klaus Neulken am Freitagmorgen auf Nachfrage bestätigte.

Kurios: Der Mann bestreitet die Tatvorwürfe, will den 45-Jährigen, mit dem er gemeinsam in einem Haus in Meschede-Voßwinkel gelebt hat, nicht getötet haben. Warum er sich dennoch der Polizei gestellt hat, ist unklar. "Ich weiß auch nicht, was er sich dabei gedacht hat", sagte Klaus Neulken. Die Ermittlungen laufen auch diesbezüglich weiter. "Wir sind noch lange nicht am Ende", erklärte der Staatsanwalt. 

28-Jähriger stellt sich in Wuppertal

Update 5. September, 16.04 Uhr: Nach dem Fund einer Leiche in einem Maisfeld zwischen Meschede-Schüren und Eslohe-Oesterberge hat sich ein Tatverdächtiger gestellt. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft Arnsberg auf Nachfrage. Demnach handele es sich dabei um einen 28-jährigen Mann aus Polen. "Er hat sich in Wuppertal gestellt", sagte Oberstaatsanwalt Thomas Poggel.

Zuvor hatten die Ermittler das Opfer identifiziert: "Wir gehen davon aus, dass es sich bei dem Toten um einen 45-jährigen Mann aus der Ukraine handelt", erklärte Poggel. Dieser habe gemeinsam mit dem Tatverdächtigen in einem Haus in Meschede-Voßwinkel gelebt, in dem Zeitarbeiter aus Osteuropa untergebracht sind. 

Offen ist noch die Frage, auf welche Weise und wo das Opfer ums Leben gekommen ist. Klar ist bislang nur, dass es sich bei der Todesursache um "Gewalteinwirkung gegen den Kopf" handelt. "Weitere Einzelheiten können wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht nennen", berichtete Poggel.

Der 28-jährige Tatverdächtige wird am Donnerstag dem Amtsgericht in Meschede vorgeführt, das darüber entscheidet, ob ein Haftbefehl erlassen wird. Das soll laut Poggel noch am Nachmittag entschieden werden.

Lesen Sie hier unsere ursprüngliche Berichterstattung:

Eslohe - In Eslohe wurde eine Leiche im Maisfeld gefunden. Zeugen hatten diese nach Angaben der Polizei am Sonntagabend gegen 19 Uhr an der Kreisstraße zwischen Meschede-Schüren und Eslohe-Oesterberge entdeckt. "Ein Jäger hat eine Schneise in dem Feld entdeckt und nachgesehen", erläuterte Staatsanwalt Klaus Neulken im Gespräch mit der Redaktion.

"Bislang ist weder die Identität des Toten geklärt noch wie die Leiche auf das Feld gelangte", heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung von Polizei Dortmund und Staatsanwaltschaft Arnsberg. Demnach müsse die Leiche "mindestens mehrere Tage" in dem Feld gelegen haben. 

Ort des Todes wird aktuell ermittelt

Immerhin ist mittlerweile klar, dass es sich um einen Mann handelt. Zunächst war noch unklar, auf welche Weise der Tote ums Leben gekommen ist. "Die ersten Ermittlungen haben jedoch Hinweise darauf ergeben, dass ein Gewaltverbrechen vorliegen könnte", teilen Polizei und Staatsanwaltschaft mit. 

Einzelheiten möchte die Staatsanwaltschaft aus ermittlungstaktischen Gründen nicht preisgeben. "Das ist Täterwissen", sagte Klaus Neulken. Ob der Mann auf dem Feld oder an einem anderen Ort gestorben ist, ist laut dem Staatsanwalt Gegenstand der aktuellen Ermittlungen.

So wird der Tote beschrieben

Um die genaue Identität der Leiche und die Hintergründe ihres Todes zu klären, sucht die Polizei Zeugen, die Hinweise zur Person geben können oder im Bereich des Fundortes Verdächtiges beobachtet haben. "Vermissen Sie möglicherweise einen Verwandten/Bekannten?", fragt die Polizei. Der unbekannte Mann wird wie folgendermaßen beschrieben: 1,82 Meter groß, etwa 80 Kilogramm schwer und rund 40 Jahre alt.

Hinweise nimmt an der Kriminaldauerdienst der Polizei Dortmund unter 0231/132-7441 entgegen.

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Quelle: wa.de

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