Bestatter Tüllmann muss neues Fahrzeug anschaffen / Kollegen helfen aus

Leichenwagen in Warstein geklaut und in Dortmund zu Schrott gefahren

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Symbolbild

[Update 17.17 Uhr] Warstein – Vom Hof der Schreinerei und Bestattungshaus Tüllmann am Schwarzer Weg in Warstein wurde am Dienstag gegen 9.35 Uhr ein Leichenwagen gestohlen. Der Dieb (39) verunglückte damit gegen 11 Uhr auf der B1 in Höhe der Ausfahrt Dortmund-Aplerbeck und hinterließ mutmaßlich einen Totalschaden. Personen kamen nicht zu Schaden.

Wie Christian Tüllmann sagte, war gerade ein Auftrag erledigt worden - und im abgestellten Fahrzeug steckte noch der Schlüssel. Das nutzte der Dieb und machte sich Richtung Dortmund auf, wo er auf einen anderen Wagen auffuhr. 

Als die Polizei bei der Unfallaufnahme in Warstein anrief, erfuhren die Beamten von dem Diebstahl. "Wir müssen jetzt versuchen, schnell an ein Ersatzfahrzeug zu kommen", meinte Christian Tüllmann.

Neuer Leichenwagen kostet mindestens 70.000 Euro

Die Anschaffung eines Neuwagens schätzt er auf "70.000 Euro plus Mehrwertsteuer". Für eine Überbrückungszeit habe man aber bereits die Zusage von Bestatterkollegen aus Warstein, mit ihren Wagen auszuhelfen.

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In einer gemeinsamen Presseerklärung hieß es am Dienstagnachmittag von der Polizei Dortmund und der Kreispolizeibnehörde Soest, dass der 39-jährige Tatverdächtige in Gewahrsam genommen worden sei.

In eine psychiatrische Einrichtung gebracht

"Ihm wurde eine Blutprobe entnommen. Aufgrund der umfänglichen Unfallspuren am Wagen kann ein Totalschaden nicht ausgeschlossen werden. Der Mann wurde anschließend in eine psychiatrische Einrichtung gebracht", so die Ermittler.

Ein Zeuge hatte der Polizei gemeldet, dass er den Wagen auf der A 44 in Fahrtrichtung Dortmund gesehen habe, als dieser eine Leitplanke touchiert habe. Im Bereich Ense-Bremen habe dieser Melden dann den Kontakt zum gestohlen Leichenwagen verloren.

"Kurz nach 11 Uhr wurde der Polizei Dortmund ein Alleinunfall mit dem gestohlenen Auto auf der B1 im Bereich Dortmund-Aplerbeck gemeldet", hieß es weiter von den Polizeibehörden Dortmund und Soest.

So ereignete sich der Unfall auf der B1

Nach Angaben der Polizei Dortmund sei 39-Jährige mit dem Leichenwagen ersten Zeugenangaben zufolge aus bislang ungeklärter Ursache vom linken Fahrstreifen aus nach links von der Fahrbahn abgekommen.

"Der Wagen geriet ins Schleudern, rutschte nach rechts und kollidierte dort mit der Schutzplanke. Von dieser abgewiesen wurde er erneut gegen die linke geschleudert und kam schließlich auf dem rechten Fahrstreifen zum Stehen.

Der Fahrer blieb unverletzt. Während der Unfallaufnahme musste der rechte Fahrstreifen bis ca. 14.15 Uhr gesperrt werden", so die Polizei.

Quelle: wa.de

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