Kind gewürgt oder stranguliert

Toter Junge (3) in Brandwohnung gefunden: Vater soll Matratze mit leblosem Sohn angezündet haben

Im Inneren der Wohnung fand die Feuerwehr eine tote Person.
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Im Inneren der Wohnung fand die Feuerwehr eine tote Person.

Rund einen Monat nachdem bei einem Wohnungsbrand in Lennestadt-Grevenbrück ein totes Kleinkind gefunden wurde, sind nun weitere fürchterliche Details bekannt. Die Ermittler gehen von Mord aus.

  • In Lennestadt-Grevenbrück (NRW) ist in einer Brandwohnung ein dreijähriger Junge tot aufgefunden worden. 
  • Vor dem Haus lag ein lebensgefährlich verletzter 33-jähriger Mann, der aus dem Fenster gesprungen war.
  • Die der Vater soll seinen Sohn gewürgt und auf einer Matratze angezündet haben.

Update, 3. Juni, 14.30 Uhr: Im Fall eines vor mehr als einem Monat in Lennestadt-Grevenbrück getöteten Kleinkindes gehen die Ermittler von heimtückischem Mord aus. Der tatverdächtige Vater des dreieinhalb Jahre alten Jungen soll seinen Sohn nach bisherigen Erkenntnissen gewürgt oder stranguliert haben, sagte Rainer Hoppmann von der Staatsanwaltschaft Siegen am Mittwoch. Unklar sei, ob diese Verletzungen bereits tödlich gewesen seien. 

Das schwer verletzte Kind soll er dann auf eine Matratze in einem Abstellraum gelegt und die Unterlage angezündet haben. Dabei habe er vermutlich Brandbeschleuniger genutzt. Die Ermittler gehen nicht davon aus, dass das Kind noch bei Bewusstsein war. 

Die Ermittlungen zu den Umständen und Hintergründen der Tat dauern noch an. Der Vater des Kindes und seine Mutter hatten sich vor mehr als einem Jahr getrennt, sagte Hoppmann. Seither hatte es mit der Zustimmung der Mutter bereits mehrere kurze Besuche des Kleinkindes bei dem aus Marokko stammenden Mann gegeben. 

Nachdem er das Feuer in seiner Wohnung gelegt hatte, war der zum Tatzeitpunkt 33-Jährige aus dem Fenster gesprungen - mutmaßlich um sich selbst zu töten. Lebensgefährlich verletzt fanden ihn Einsatzkräfte vor dem Haus. Der Mann befindet sich den Angaben zufolge noch immer im Justizkrankenhaus. Ein Haftbefehl war kurz nach der Obduktion des Kinderleichnams beantragt worden. - dpa

Lennestadt (NRW): Vater soll Kind getötet und Feuer gelegt haben

Update, 5. Mai, 13.54 Uhr: Die Staatsanwaltschaft Siegen, die Mordkommission Hagen und die Polizei Olpe haben am Dienstag schreckliche Details zum Tod des dreijährigen Jungen bei einem Wohnungsbrand in Lennestadt-Grevenbrück bekanntgegeben. Demnach soll der 33-jährige Vater sein Kind getötet und das Feuer in seiner Wohnung gelegt haben. "Anschließend sprang er - mutmaßlich in suizidaler Absicht - aus dem Fenster", heißt es in einer Pressemitteilung der Behörden. 

Die Obduktion, die am Montag durchgeführt worden sei, habe ergeben, dass der Junge "an den Folgen von Gewalteinwirkung" gestorben. Das Kind habe sich am Wochenende "für einen kürzeren Besuch" bei seinem Vater in Lennestadt-Grevenbrück aufgehalten. Der 33-Jährige liegt nach Angaben der Ermittler noch immer im Koma

"Konkrete Erkenntnisse zum Tatmotiv liegen derzeit noch nicht vor", teilten Staatsanwaltschaft, Mordkommission und Polizei mit. Die Staatsanwaltschaft beantrage laut der Mitteilung Haftbefehl gegen den Mann. "Die Ermittlungen dauern an", heißt es abschließend.

Lennestadt (NRW): Dreijähriger Junge tot in Brandwohnung gefunden

Update, 4. Mai, 15.45 Uhr: Bei dem toten Kleinkind, das am Sonntag bei einem Brand in einer Wohnung in Lennestadt-Grevenbrück entdeckt wurde, handelt es sich nach Angaben der Polizei um einen dreijährigen Jungen. Weitere Informationen zu den Hintergründen konnte die Polizei auf Anfrage noch nicht nennen. Die Ermittlungen zur Brandursache und den Todesumständen des Kindes würden weiterhin laufen. Am Dienstag wollen Polizei und Staatsanwaltschaft weitere Details bekanntgeben.

Lennestadt (NRW): 33-Jähriger springt aus dem Fenster

Erstmeldung vom 3. Mai: Lennestadt (NRW) - Bei einem Wohnungsbrand am Sonntag in Lennestadt-Grevenbrück wurde ein totes Kleinkind gefunden. Die Feuerwehr aus Grevenbrück und Meggen sowie der Rettungsdienst des Kreises Olpe waren um kurz vor 16 Uhr zu dem Wohnhaus in der Dr. Paul-Müller-Straße in einem Gewerbegebiet alarmiert worden.

Beim Eintreffen der ersten Fahrzeuge lag ein Mann vor dem Haus. Möglicherweise war dieser aus dem Haus gesprungen, erklärte Achim Henkel von der Polizei Attendorn bereits am Sonntagnachmittag.

Wie später aus der gemeinsamen Mitteilung der Kreispolizeibehörde Olpe, der Staatsanwaltschaft Siegen und der Mordkommission Hagen hervorging, ergaben erste Ermittlungen, dass der 33-jährige Marokkaner aus dem Fenster der Wohnung in Lennestadt-Grevenbrück sprang und sich dabei lebensgefährlich verletzte. Der Mann wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. 

Lennestadt (NRW): Feuerwehr findet totes Kleinkind in der Brandwohnung 

Feuerwehrkräfte fanden in der Brandwohnung das leblose, bislang nicht identifizierte Kleinkind, heißt es im Bericht von Polizei und Staatsanwaltschaft. 

"Derzeit können keine Angaben zu den Hintergründen des Geschehens gemacht werden", heißt es weiter. Die Staatsanwaltschaft aus Siegen übernahm die Leitung der Ermittlungen und setzte eine Mordkommission aus Hagen zur Klärung der Hintergründe ein. 

Lennestadt (NRW): Starke Rauchentwicklung - so ging die Feuerwehr vor

Aufgrund der starken Rauchentwicklung im Gebäude verschaffte sich die Feuerwehr Zugang ins Haus und begann sofort mit den Löscharbeiten. Die Brandbekämpfung in Lennestadt-Grevenbrück war gegen 16.35 abgeschlossen. Die Feuerwehr war mit 40 Einsatzkräften vor Ort.

In Lüdenscheid hat es in der Nacht zu Samstag in einer Obdachlosenunterkunft gebrannt. Ein 71-Jähriger ist dabei ums Leben gekommen.

Bei einem Brand in einem papierverarbeitenden Betrieb in Sundern-Stockum sind am Samstagmorgen zwei Mitarbeiter verletzt worden. 

Hinweis der Redaktion

Wir berichten in der Regel nicht über Suizide, weil leider durch die Berichterstattung die Nachahmerquote erhöht wird. Wir machen eine Ausnahme, wenn viele Menschen betroffen sind wie z.B. in diesem Fall durch einen großen Feuerwehr-Einsatz. Wenn Sie sich selbst in einer Krisensituation befinden, suchen Sie sich bitte Hilfe, z.B. bei der Telefonseelsorge (Tel. 0800-1110111).

Quelle: wa.de

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