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Mann auf Kirmes in NRW erschossen: SEK-Einsatz in Lüdenscheid - Festnahme

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Von: Daniel Schinzig

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Auf einer Kirmes in Lüdenscheid (NRW) wurde ein Mann erschossen. Sechs Personen flohen vom Gelände. Eine Person wurde nach einem SEK-Einsatz festgenommen.

Update vom 23. Mai, 20.03 Uhr: Der Einsatz wurde bestätigt. Die Polizei hat einen Mann in Lüdenscheid durch das SEK in seiner Wohnung festgenommen. Laut gemeinsamer Mitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft nahmen Spezialkräfte einen Tatverdächtigen in Lüdenscheid fest und durchsuchten seine Wohnung. Zu Details, Alter und Hintergründen wollten sich die Ermittler am Abend vorerst nicht äußern. 

SEK-Einsatz in Lüdenscheid: Ein Mann wurde nach den tödlichen Schüssen auf der Steinert Kirmes festgenommen.
SEK-Einsatz in Lüdenscheid: Ein Mann wurde nach den tödlichen Schüssen auf der Steinert Kirmes festgenommen. © Alex Talash

Update vom 23. Mai, 19.56 Uhr: Laut Medienberichten gab es einen SEK-Einsatz in der Innenstadt von Lüdenscheid. Die Polizei soll eine Wohnung gestürmt und mindestens eine Person vorläufig festgenommen haben, das berichtet lokalstimme.de. Die Leitstelle der Polizei Hagen kann den SEK-Einsatz derzeit nicht bestätigen, da Informationen durch die ermittelnde Mordkommission erst morgen veröffentlich werden.

Mann auf Kirmes in NRW erschossen: Täter fliehen nach Streit mit Jungen

[Ursprungsmeldung] Lüdenscheid - Es sollte ein Tag voller Spaß und Freude werden, doch er endete in einer Tragödie. Auf der Steinert Kirmes in Lüdenscheid (NRW) wurde am Samstagabend (22. Mai) ein 40-jähriger Mann erschossen. Zuvor griffen sechs Personen einen Jungen an.

Wie Polizei und Staatsanwaltschaft gemeinsam mitteilen, kam es gegen 20.30 Uhr auf dem Gelände der Kirmes zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen sechs Personen und einem 16-jährigen Jungen aus Lüdenscheid. Als der Junge mit seinem 52-jährigen Vater die Gruppe später zur Rede stellen wollten, flüchteten die sechs Personen. Dabei gaben zwei von ihnen mit einer Schreckschusswaffe und einer scharfen Waffe Schüsse in die Luft und in Richtung Vater und Sohn ab.

Kirmes Lüdenscheid Polizei Einsatz
Auf der Steinert Kirmes in Lüdenscheid wurde ein Mann erschossen. © Markus Klümper

Der 40-jährige Mann aus Gummersbach hielt sich zu diesem Zeitpunkt am Ausgang der Kirmes auf und wurde von einem Projektil getroffen. Wenig später starb er im Krankenhaus an seinen schweren Verletzungen. Ob es einen Zusammenhang zwischen den Tätern und dem getöteten Mann gab oder dieser durch Zufall in die Schussbahn geriet, ist nun Gegenstand der Ermittlungen.

Mann auf Kirmes in NRW erschossen: Polizei fahndet nach Tätern

Die Polizei fahndet nach den Tätern und beschreibt sie wie folgt: Sie sollen ein südländisches Aussehen haben und 16 bis 20 Jahre alt sein. Vier Personen waren dunkel gekleidet, eine Person trug einen grauen Jogginganzug, eine Person ein weißes T-Shirt. Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei in Hagen unter der Telefonnummer 02331-986-2060 oder unter der Notrufnummer 110 zu melden. Die Ermittler kündigten am Montag an, Videobilder veröffentlichen zu wollen, auf denen die Gruppe zu sehen sein soll. Nun ist aber klar: Es wird zunächst keine Video-Fahndung rund um den tödlichen Schuss auf der Steinert Kirmes in Lüdenscheid geben.

Mittlerweile haben sich auch die Veranstalter der Steinert Kirmes zu dem schrecklichen Vorfall geäußert. Auf Facebook drückten sie ihr Bedauern für den tödlichen Schuss aus - und erklärten, wie es mit dem Volksfest in Lüdenscheid weitergehen soll.

Auch der Bürgermeister von Lüdenscheid äußerte sich zu dem Tötungsdelikt und rechtfertigte sich dafür, dass am Sonntag noch der Schützenumzug stattfand und die Kirmes nicht abgebrochen wurde. Die Informationen seien zu diesem Zeitpunkt noch unklar gewesen, es stand noch nicht fest, dass es Schüsse gab und dass der 40-Jährige gestorben war.

Für die Sicherheit auf dem Volksfest sorgt mehr Personal: Die Schützen haben vor Ort das Sicherheitspersonal aufgestockt und auch die Polizei wird auf der Kirmes mit mehr Beamten sehen. Lüdenscheids Bürgermeister Sebastian Wagemeyer appellierte an die Bürger: „Lassen wir es nicht zu, dass eine kleine Personengruppe eines der schönsten, größten und wichtigsten Volksfeste unserer Region zerstört, das uns allen Freude und Hoffnung schenkt – gerade in den aktuell schwierigen Zeiten, die hinter und noch vor uns liegen.“

In einer anderen Stadt in Nordrhein-Westfalen wurde ein Geldautomat gesprengt. Auch bei diesem Vorfall fielen Schüsse.

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