Nach einer Unfallflucht

21-Jähriger erfindet Auto-Diebstahl - doch dann deckt er eigenen Schwindel auf

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Symbolfoto

Marsberg/Bad Arolsen. Lügen haben kurze Beine: Nach einer Unfallflucht in Bad Arolsen hat ein 21-jähriger Marsberger angegeben, dass sein Auto, mit dem der Unfall verursacht wurde, gestohlen worden sei. Nur wenige Stunden später kehrte er zurück – und gab kleinlaut zu, alles erfunden zu haben.

Die Polizei berichtete auf ihrem Twitter-Kanal über den Vorfall. Wie Pressesprecher Sebastian Held auf Nachfrage berichtete, habe sich die Polizei aus dem hessischen Bad Arolsen am Sonntag bei der Wache in Marsberg gemeldet und um die Fahndung nach einem Pkw gebeten. Dieser habe dort zuvor einen Unfall verursacht und sei geflüchtet.

„Der Halter des betroffenen Fahrzeugs hat sich am Montag bei der Polizei gemeldet, dass sein Wagen am Sonntag gestohlen worden sei und am Montag wieder vor der Haustür gestanden habe“, erklärte Held. Also rückten Beamte aus und nahmen das Auto unter die Lupe.

Angst vor Führerscheinentzug 

„Dabei kam es den Kollegen schon seltsam vor, dass es keinerlei Aufbruchspuren gab und der einzige Schlüssel beim Halter war“, schilderte Held. Dennoch stellten sie den gesamten Wagen zur Spurensicherung sicher und schrieben eine Anzeige wegen Diebstahls.

Am Montagnachmittag, also nur wenige Stunden danach, meldete sich der 21-Jährige erneut bei der Polizei – und dabei staunten die Beamten nicht schlecht: Weil er Sachen aus seinem Auto brauchte, gab der Marsberger zu, dass die ganze Geschichte frei erfunden war. „Der Mann wollte die Anzeige zurückziehen und deckte seinen eigenen Schwindel auf“, berichtete Held. Offenbar hatte er Angst, seinen Führerschein zu verlieren.

Das könnte ihm wegen der Unfallflucht nun trotzdem blühen. Und oben drauf gab es noch eine Anzeige wegen der Vortäuschung einer Straftat.

Quelle: wa.de

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