OP-Maske, FFP2-Maske

Masken-Regeln in NRW: Hier sind medizinische Masken zum Corona-Schutz jetzt Pflicht

Alltagsmaske, OP-Maske, medizinische Maske, FFP2: Es gibt klare Regeln. Doch wo muss ich in NRW welchen Corona-Schutz tragen? Ein Überblick.

Hamm - Im Kampf gegen das Coronavirus in Deutschland und NRW wird im Gesicht aufgerüstet: In der Frühphase der Corona-Pandemie gab es keine Maskenpflicht, dann mussten Mund und Nase in engen Räumen zumindest mit Stoff bedeckt werden. Seit der jüngsten Verschärfung der Corona-Regeln gilt die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske. Aber wo genau? Und wo reicht die genähte Alltagsmaske? (News zum Coronavirus)

BundeslandNordrhein-Westfalen (NRW)
Einwohnerca. 17,9 Millionen
MinisterpräsidentArmin Laschet

Medizinische Masken: Hier sind FFP2- und OP-Masken in NRW Pflicht

Bund und Länder mit NRW-Ministerpräsident Armin Laschet beschlossen am 19. Januar strengere Corona-Maßnahmen. Ein zentraler Punkt der neuen Corona-Regeln: einfache Mund-Nase-Bedeckungen und Alltagsmasken aus Stoff reichen nicht mehr überall aus, sondern müssen durch medizinische Masken ersetzt werden. Der Unterschied: Während Stoff die Ausbreitung der Atemluft eindämmt und damit vor allem die Mitmenschen schützt, bietet eine medizinische Maske zusätzlich dem Tragenden selbst einen größeren Schutz.

Die Regelungen zur Maskenpflicht sind in verschiedenen Verordnungen festgehalten, zudem können die Corona-Regeln von Bundesland zu Bundesland variieren. Dass Kommunen zusätzliche Regelungen erlassen können, macht die Lage nicht übersichtlicher. Zur Verwirrung tragen auch die vielen Bezeichnungen für die Masken bei. Häufig wird die einfache Mund-Nase-Bedeckung (Stoffmaske oder Schal) mit dem Mund-Nase-Schutz (MSN) verwechselt. Mit dem Letzterem ist die medizinische beziehungsweise OP-Maske gemeint.

Medizinische Masken: Hier sind FFP2- und OP-Masken in NRW Pflicht

In Nordrhein-Westfalen finden sich die zentralen Regelungen zur Maskenpflicht in den Paragraphen 3 und 11 der Coronaschutzverordnung des Landes NRW, die seit dem 25. Januar und zumindest bis zum 14. Februar 2021 gilt. Laut Verordnung sind mit medizinischen Masken sogenannte OP-Masken, Masken des Standards FFP2 oder diesen vergleichbaren Masken (KN95, N95) gemeint. Eine Übersicht über alle Maskenarten und ihre Stärken und Schwächen bietet die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAUA).

Drogeriemärkte wie dm bieten die medizinischen Masken schon an. Auch Aldi will nachziehen. Medizinische Masken müssen in NRW - unabhängig von der Einhaltung eines Mindestabstands - hier getragen werden:

  • ÖPVN (Bus und Bahn) inklusive Haltestellen, Taxis
  • Fernverkehr (Bahn, Flugzeuge, Flughäfen)
  • Handel (z.B. Lebensmittelgeschäfte, Apotheken, Tankstelle, Drogeriemärkte, Kioske etc.)
  • Arzt- und Therapiepraxen
  • Banken, Sparkassen und Poststellen
  • Gottesdienste und andere Versammlungen zur Religionsausübung

Die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske entfällt bei Kindern unter 14 Jahren, sofern sie ihnen nicht passt. Sie müssen dann allerdings eine Alltagsmaske tragen.

Wer einkaufen oder die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen möchte, muss auch in NRW eine medizinische Maske tragen. Das kann eine FFP2-Maske oder auch eine OP-Maske sein.

In Geschäften sind die Betreiber dafür verantwortlich, ihre Kunden über die Corona-Maßnahmen zu informieren. Einige Supermärkte und Discounter weisen bereits mit Schildern auf den Parkplätzen auf die Pflicht zum Tragen medizinischer Masken hin. Bei Nichteinhaltung können die Betreiber - etwa von Supermärkten - Verwarnungen aussprechen und sogar fristlose Hausverbote erteilen. Manche Filialen verlangen schon auf ihren Parkplätzen das Tragen einer medizinischen Maske, da sich auch hier Kunden schon sehr nahe kommen können. Es empfiehlt sich also, auf die Beschilderung und andere Hinweise zu achten.

Auch in Taxis ist das Tragen einer medizinischen Maske Pflicht.

Medizinische Masken: Ausnahmen von der Maskenpflicht möglich

Eine einfache Stoffmaske oder auch Alltagsmaske reicht dagegen weiterhin auf Wochenmärkten, in geschlossenen Räumlichkeiten im öffentlichen Raum und auf Parkplätzen, sofern es nicht anderweitig ausgewiesen ist.

Ausgenommen von der Maskenpflicht sind Personen mit einem ärztlichen Attest zur Befreiung von der Maske. Für Radfahrer gibt es meist auch keine Maskenpflicht. Zu einer Befreiung von der Maskenpflicht können auch Schwangerschaft oder eine Behinderung. Gehörlose, die beispielsweise von den Lippen lesen, dürfen meist auch (sowie ihr Ansprechpartner) unter Einhaltung des Mindestabstands die Maske absetzen.

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa | Fabian Strauch

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