Über 100.000 Euro Sachschaden auch bei Herzebrock-Clarholz

Horrorcrash von Oelde: Tote aus Beckum, Verletzte aus Hamm

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Bis weit in die Nacht dauerten die Aufräumarbeiten nach dem schweren Unfall auf der A 2 bei Oelde. Erst am Mittwoch gegen 4 Uhr wurde die Autobahn für den Verkehr in Fahrtrichtung Dortmund wieder freigegeben.

[Update 15.35 Uhr] Oelde - Die beiden Todesopfer der verheerenden Massenkarambolage mit insgesamt 15 Fahrzeugen auf der A2 bei Oelde vom frühen Dienstagabend stammen aus Beckum. Es handelt sich um eine 64-jährige Frau und einen 67-jährigen Mann. Beide saßen gemeinsam in einem Fahrzeug und starben noch an der Unfallstelle. Dies teilte die Polizei Dortmund mit.

Mindestens zwei Autofahrer aus Hamm waren ebenfalls in das Geschehen verwickelt. Die 54 und 19 Jahre alten Männer kamen mit leichten Verletzungen davon. Sie hatten in unterschiedlichen Fahrzeugen gesessen.

Die beiden Todesopfer befanden sich im vorderen Bereich der Fahrzeugkette. Vermutlich hat ein Pkw-Fahrer aufgrund der wegen des "plötzlich auftretenden Starkregens" (Zitat aus einer Pressemitteilung der Polizei Dortmund von Mittwochnachmittag) und der tiefstehenden Sonne schwierigen Sichtverhältnisse gebremst, was nachfolgende Autofahrer zu spät realisierten.

Auf allen drei Fahrspuren krachten in der Folge Fahrzeuge ineinander. Insgesamt wurden laut Polizei Dortmund 15 Personen zum Teil schwer verletzt.

Massenkarambolage auf der A2 bei Oelde

Der genaue Unfallhergang wird frühestens in einigen Tagen feststehen. Auch deshalb wurde die A2, die bis um 4 Uhr am frühen Morgen ohnehin gesperrt geblieben war, am Vormittag gegen 10.45 Uhr noch einmal für rund eine Stunde gesperrt und von einem Gutachter sowie Ermittlern des Verkehrskommissariats in Augenschein genommen. Von einem Hubschrauber aus wurden Luftaufnahmen gefertigt.

Erstaunlicherweise war kein einziger Lkw an dem Unfall beteiligt. An der Unfallstelle herrscht kein Tempolimit. Die Sachschaden an den Pkw wird mehrere hunderttausend Euro betragen.

Ein Team des Verkehrsunfallopferschutzes der Dortmunder Polizei hat noch am Dienstagabend die Betreuung der Unfallbeteiligten und ihrer Angehörigen übernommen.

In dem sich bildenden Rückstau ereigneten sich weitere Auffahrunfälle im Bereich Herzebrock-Clarholz. Hier verletzten sich insgesamt zehn Personen, es entstand geschätzter Sachschaden von 150.000 Euro.

Gegen 17.45 Uhr hatte laut Polizei Bielelfeld ein Ford-Fahrer aus Bielefeld vermutlich wegen der tief stehenden Sonne das Stauende auf dem mittleren Fahrstreifen in Richtung Dortmund zu spät erkannt. Wörtlich heißt es weiter:

"Trotz einer Vollbremsung prallte der Ford auf der regennassen Fahrbahn auf das Heck eines Kleintransporters aus Soest. Durch die Kollision drehte sich der Pkw und kam quer zur Fahrtrichtung auf dem Dach zu liegen. Er schleuderte anschließend gegen einen Sattelauflieger aus Hessen und einen Citroen aus Warendorf.

Der Citroen wurde durch die Wucht des Aufpralls gegen die Mittelschutzplanke gedrückt. Der Kleintransporter wurde auf einen stehenden Mercedes Vito aus Brandenburg geschoben.

Im Anschluss ereigneten sich insgesamt noch vier Verkehrsunfälle auf einer Strecke von 300 Metern in Richtung Dortmund. Rettungskräfte transportierten zehn Personen in umliegende Krankenhäuser, sieben konnten diese nach ambulanter Behandlung wieder verlassen.

Es entstand ein stundenlanger Stau über eine maximale Länge von sieben Kilometer. Die Feuerwehr versorgte die wartenden Autofahrer, bis die Sperrung gegen 4.50 Uhr wieder aufgehoben werden konnte. Die Polizei musste mehrere beschädigte Fahrzeuge abschleppen lassen."

Quelle: wa.de

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