22 Kinder jünger als ein Jahr

Mehr als 70 Masern-Fälle in Duisburg - viele Säuglinge

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Duisburg - In Duisburg breiten sich nach Angaben der Stadt die Masern aus.

Seit Anfang Februar sei die Zahl der Erkrankten auf insgesamt 77 gestiegen, teilte die Stadt am Dienstag mit. Von den 61 betroffenen Kindern seien 22 jünger als ein Jahr. 

Ein besonderes Risiko bestehe für Säuglinge, die regulär erst ab dem vollendeten 11. Lebensmonat gegen Masern geimpft würden. Aber gerade bei diesen kleinen Kindern könne es aber zu schweren lebensbedrohlichen Verläufen kommen. 

"Das ist eine ungewöhnliche Häufung an Masernfälle", sagte Mirko Kösterke vom Landeszentrum für Gesundheit NRW. Ansonsten tendierten die Zahlen landesweit gegen Null. 

In der aktuellen Situation könne mit dem Kinderarzt über einer frühere Impfung im Alter von neun Monaten nachgedacht werden, teilte die Stadt weiter mit. Sie riet Menschen mit direkten Kontakten zu Säuglingen, ihren Impfschutz zu überprüfen. 

Viele der Erkrankten hätten keinen Krankenversicherungsschutz und seien selbst mit ehrenamtlichen Impf-Initiativen schwer erreichbar, stellte Amtsarzt Dieter Weber fest. 

2016 gab es nach Angaben des Robert-Koch-Instituts bundesweit 326 diagnostisch bestätigte Masernfälle.

Quelle: wa.de

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