Seit Sonntagmorgen traurige Gewissheit im Mendener Vermisstenfall

Lia (10) tot in der Ruhr entdeckt: Ergebnis der Obduktion liegt vor

In einem Wehr der Ruhr bei Halingen wurde die Leiche des vermissten Mädchens gefunden.
+
In einem Wehr der Ruhr bei Halingen wurde die Leiche des vermissten Mädchens gefunden.

Menden - Das kleine Mädchen Lia (10) aus Menden, das am 1. Februar aus seinem Elternhaus in der Innenstadt verschwunden war, ist tot. Wie die Polizei mitteilte, wurde die Leiche des Kindes am Sonntag in einem Wehr der Ruhr gefunden. Jetzt liegt das Ergebnis der Obduktion vor.

  • In Menden (Märkischer Kreis/NRW) wurde seit Samstagnachmittag, 1. Februar, um 15.45 Uhr ein Mädchen (10) vermisst.
  • Die Polizei befürchtete, dass Lia in die kalte wie aktuell ungewohnt strömungsstarke Hönne gestürzt ist.
  • Acht Tage später gibt es traurige Gewissheit. 

Vermisste Lia (10) aus Menden: Großangelegte Suche in der reißenden Hönne am Montag

Suche nach vermisster Lia (10) in Menden

Update, Mittwoch, 12. Februar: Die Obduktion der Zehnjährigen hat bestätigt, dass das Mädchen ertrunken ist. Das bestätigte ein Polizeisprecher am Mittwochmorgen. 

Update, Sonntag, 11.15 Uhr: Traurige Gewissheit: Lia ist tot. Das zehnjährige Mädchen wurde am Sonntagmorgen in einem Ruhr-Wehr gefunden, wie die Polizei mitteilt. 

In einem Wehr der Ruhr bei Halingen wurde die Leiche des vermissten Mädchens gefunden.

Update, Samstag, 19.40 Uhr: Seit einer quälend langen Woche ist Lia (10) aus Menden inzwischen verschwunden. Und abermals teilte die Polizei mit: Es gibt keine Neuigkeiten in dem tragischen Vermisstenfall, der weit über Menden hinaus für Betroffenheit sorgt - und immer wieder Menschen animiert, selbst nach dem Kind zu suchen. 

Mit Blick auf das Sturmtief Sabine, das am morgigen Sonntag sowie am Montag über Deutschland und NRW zieht, warnt die Polizei nun ausdrücklich vor solchen Suchaktionen. 

"Wir raten angesichts des angekündigten Orkantiefs am morgigen Sonntag dringend davon ab, selbständig Suchmaßnahmen in #Menden durchzuführen", schreibt die Polizei im MK bei Facebook. Und: "Begeben Sie sich nicht in Gefahr!"

Update, Freitag, 21.30 Uhr: Strömungsretter der Feuerwehr haben am Freitagabend einen weiteren Verdachtspunkt untersucht. Ein roter Gegenstand war in der Nähe der Brücke am Abtissenkamp im Wasser zu sehen gewesen, schreibt die Feuerwehr auf ihrer Facebookseite. Es handelte sich um einen Regenschirm.

Update, Freitag, 9.45 Uhr: Der Pegel der Hönne sinkt konstant weiter. Gab es am Dienstag nach Angaben der Bezirksregierung Arnsberg noch ein Tagesmaximum, das fast bei einem Meter gelegen hat, so liegt der Wasserstand am Messpunkt Menden aktuell noch bei 68 Zentimetern.

Das Absinken um fast 30 Zentimeter sorgt auch für eine geringere Fließgeschwindigkeit der Hönne, was weitere Einsätze der Rettungskräfte vereinfachen dürfte. 

Update, Freitag, 9.09 Uhr: Seit dem einmal mehr ergebnislosen Feuerwehr-Einsatz am frühen Donnerstagabend an einem weiteren Verdachtspunkt im Bereich der Molle in Menden ist es im Vermisstenfall Lia ruhig geblieben.

Damit fehlt von dem autistischen Mädchen auch am siebten Tag nach dem spurlosen Verschwinden jede konkrete Spur.

Hier lesen Sie unsere Berichterstattung von Donnerstag

Update, Donnerstag, 21.04 Uhr: Auch am Abend gab es keine neuen Hinweise auf Lia. Gegen 18 Uhr rückte die Feuerwehr erneut  aus, weil Passanten im Bereich Max-Eyth-Straße etwas Ungewöhnliches in der Hönne gesehen hatten. 

Doch es entpuppte sich - wie bei den anderen Alarmierungen zuvor - als ein Gegenstand, der nichts mit der vermissten Zehnjährigen zu tun hatte. Es handelte sich um einen Schlafsack. Im Einsatz waren Kräfte der Feuerwehr Menden mit Unterstützung der Wasserretter der Feuerwehr Balve mit etwa 15 Mann.

Update, Donnerstag, 11.57 Uhr: Im Rahmen der Maßnahmen, die die Polizei im Vermisstenfall Lia ergriffen hat, werden an jedem Morgen und an jedem Abend sämtlich Wehre der Flussläufe von Hönne und Ruhr kontrolliert.

Darüber hinaus sind seitens der zuständigen Ermittler auch alle Anrainer der Ruhr angeschrieben worden - egal ob Unternehmen oder Privatpersonen. Sie alle wurden gebeten, bei Feststellungen im Bereich ihrer Grundstücke umgehend die Polizei zu informieren.

Zu neuen Hinweisen hat das allerdings noch nicht geführt.

Update, Donnerstag, 8.42 Uhr: Für unsere Redaktion gehört es seit Sonntag zur traurigen Pflicht, direkt morgens den Kontakt zur Polizei zu suchen und nachzufragen, ob sich im seit Samstag andauernden Vermisstenfall Lia (10) aus Menden der Sachstand verändert hat.

Die Polizei veröffentlichte unter anderem dieses Bild der kleinen Lia. 

Dietmar Boronowski, Pressesprecher der Kreispolizeibehörde Märkische Kreis musste diese Frage am Donnerstagmorgen abermals verneinen. Es habe für Polizei und Feuerwehr zuletzt seit Mittwoch keinen einzigen Einsatz im Zusammenhang mit der Suche nach Lia gegeben.

Eine aktive Suche nach dem vermissten, autistischen Mädchen findet ja bereits länger nicht mehr statt. Vielmehr werden Polizei und Feuerwehr nur noch dann aktiv, wenn es neue Hinweise - beispielsweise auf bestimmte Stellen im Fluss Hönne - gibt.

Vermisstenfall Lia bewusst nicht im bundesweiten Fahndungsportal

Und dennoch: "Lia ist und bleibt ein großes Thema in der Kollegenschaft - und zwar nicht nur in Menden. Es gibt eine besonders große Betroffenheit, weil viele Kolleginnen und Kollegen selbst Kinder haben und sich nicht vorstellen möchten, jemals in eine solche Situation zu geraten. Und auch sonst ist die Anteilnahme sehr, sehr groß", so Dietmar Boronowski.

Im bundesweiten Online-Fahndungsportal der Polizei ist der Vermisstenfall aus Menden übrigens ganz bewusst nicht eingestellt worden. Denn nach wie vor geht die Polizei davon aus, dass Lias Verschwinden nichts mit einem Verbrechen zu tun hat.

Zeugenaussagen und Ermittlungen belegen lokalen Bezug

Nach Zeugenaussagen und allen bisherigen Ermittlungen der Kriminalpolizei, die unverändert in einem engen Austausch mit Lias Familie steht, gibt es ausschließlich eine lokale Relevanz

Sprich: Alle Beteiligten gehen davon aus, dass die Zehnjährige durch tragische Umstände mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit in die Hönne fiel und mutmaßlich ertrunken ist.

Hier lesen Sie unsere Berichterstattung von Mittwoch

Update, Mittwoch, 18.07 Uhr: Die Polizei tritt auf der Stelle, vor allem die Angehörigen müssen weiter mit der Ungewissheit leben, dass sie nach wie vor nicht erfahren, was der zehnjährigen Lia aus Menden zugestoßen ist.

Am Mittwoch hat sich im Tageslauf keine neue Entwicklung ergeben. Nach Informationen unserer Redaktion gab es keine weiteren Verdachtspunkte, an denen konkret beispielsweise mit Strömungsrettern - wie am Dienstag - gesucht wurde.

Das liegt auch daran, dass der Pegel des Flusses Hönne einfach nicht stark genug sinkt. Nach Angaben der Bezirksregierung Arnsberg liegt er immer noch bei 79 Zentimetern und ist damit im Vergleich zu Mitternacht (85) nur um sechs Zentimeter gesunken.

Vermisste Lia: Polizei steht in engem Kontakt zur Familie

In den Herbstmonaten führte die Hönne teilweis deutlich weniger als 40 Zentimeter Wasser - die starken Niederschläge der letzten Tage erschweren jetzt den Ermittlern die Suche nach Lia. Neue Hinweise sind bei der Polizei nicht eingegangen.

Sollte dem aber so sein, werde man diesen Hinweisen sofort nachgehen, hieß es aus der Kreispolizeibehörde. Man stehe in einem sehr engen Kontakt zur Familie von Lia, die psychologisch betreut wird.

Update, Mittwoch, 8.30 Uhr: Es gibt noch keine neuen Hinweise auf den Verbleib der kleinen Lia. Sollten sich neue Verdachtsmomente ergeben, würden die Suchmaßnahmen wieder intensiviert, sagte ein Sprecher der Polizei am Mittwochmorgen.

Hier lesen Sie unsere Berichterstattung von Dienstag

Update, Dienstag, 22.00 Uhr: Das Mädchen aus Menden im Sauerland bleibt verschwunden. Auch am Dienstag wollte die Polizei bei ihrer Suche nichts unversucht lassen. Immer wieder schrecken vermeintlich wichtige Funde auf. 

Trotz tagelang erfolgloser Suche nach der vermissten Lia geben die Rettungskräfte die Hoffnung nicht auf, die Zehnjährige lebend zu finden. "Es gibt noch immer eine Chance, dass sich das Mädchen irgendwo verkrochen hat", sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. Man lasse nichts unversucht, gehe jedem einzelnen Hinweis sofort nach. 

Der Einsatz im Wasser ist auch für die Rettungskräfte nicht ungefährlich.

Bisher fehle aber weiter jede Spur von dem scheuen autistischen Kind. Auch am Dienstag stiegen Strömungsretter der Feuerwehr mehrere Male in die Hönne, nachdem Passanten etwas in dem Fluss entdeckt hatten. Bisher hatten die geborgenen Gegenstände laut Polizei keinen Bezug zu dem Mädchen. Es handelte sich mal um einen Schlafsack oder eine Warnweste, meistens um weggeworfene Kleidungsstücke. Der Fluss weist durch relativ große Wassermassen eine starke Strömung auf, was die Suche erschwert. 

Es wird befürchtet, dass die Zehnjährige in die Hönne gefallen sein könnte, die unmittelbar an dem Haus der Familie entlang fließt. Das Kind war Samstag in einem unbeobachteten Moment aus der Wohnung in Menden gelaufen - wohl barfuß und in einem rosafarbenen Pyjama. Am Wochenende und am Montag war mit einem Großaufgebot gesucht worden - auch per Hubschrauber und Flugdrohne über dem Fluss bis in Richtung Schwerte und Ruhr-Mündung. 

Wasserretter und Feuerwehr waren auch am Dienstag wieder im Einsatz.

Am Dienstag starteten keine Helikopter, es kamen auch keine großen Suchtrupps mehr entlang der Wehre zum Einsatz. "Wann immer wir aber von dort Hinweise bekommen haben, haben wir das natürlich sofort vor Ort überprüft", sagte der Polizeisprecher. Es gebe "kaum einen Quadratmeter im Umfeld, der nicht gründlich abgesucht wurde", schilderte er. 

Jeder einzelne vermeintliche Fund schrecke neu auf. Bisher habe es sich stets um einen Fehlalarm gehandelt. Auch in der Innenstadt von Menden waren die Ermittler weiter unterwegs. Man habe Passanten und Mitarbeiter von Geschäften befragt, erneut Handzettel mit Fotos von dem verteilt.

Update, Dienstag, 17.00 Uhr: Wasserretter und Einsatzkräfte der Feuerwehr Balve haben am heutigen Dienstagnachmittag nach Hinweisen erneut die Hönne abgesucht - ohne Fund. 

"Wir gehen weiter jeder Information nach", erklärte die Polizei. 

Update, Dienstag, 13.07 Uhr: Neben der Suche nach Lia gibt es im Märkischen Kreis einen weiteren Vermisstenfall, mit dem die Polizei soeben an die Öffentlichkeit gegangen ist. In Lüdenscheid ist bereits am Freitag (31. Januar) ein Frau (60) nach einem Ehrestreit spurlos verschwunden.

Update, Dienstag, 8.09 Uhr: Die Frage, was konkret mit Lia am Samstagnachmittag passiert und wo das Mädchen jetzt ist, quält die Familie der Zehnjährigen sowie sämtliche Rettungskräfte und viele Menschen in Menden jetzt schon den vierten Tag.

Über Nacht hat sich am status quo im Vermisstenfall nichts geändert: Es gibt keine Hinweise. Und damit gibt es auch keine konkreten Ansatzpunkte für die Ermittler und Retter.

Streifenwagenbesatzungen der Polizei aus Menden, Iserlohn und Hemer haben im Rahmen der Möglichkeiten auch in der Nacht immer wieder Brücken über die Hönne und auch Bereiche in Richtung Ruhr angefahren und Ausschau nach Lia gehalten - ohne Ergebnis.

Am dritten Verdachtspunkt in der Molle wurde am Montagabend eine Fleecejacke aus dem Wasser geholt. Ein Passant hatte das Kleidungsstück unter der Wasseroberfläche entdeckt.

Aktive Suchmaßnahmen finden nicht mehr statt. Am Dienstag werden Polizeibeamte ihre am Montag vor allem im Wohnumfeld begonnene Plakataktion in Menden-Mitte fortsetzen und Plakate in den Geschäften aufhängen.

Die Polizei weiß aber auch: Dadurch wird Lia nicht gefunden. Und genau dieser Umstand sei vor allem für die Familie so schwer zu ertragen, sagt ein Sprecher der Behörde am Dienstagmorgen. Die Angehörigen werden seelsorgerisch betreut.

Vermisste Lia: Chancen auf ein Wunder unglaublich gering

Denn allen Beteiligten ist längst klar: Nach menschlichem Ermessen sind die Chancen, Lia lebend zu finden, angesichts der mutmaßlichen Bekleidung des Mädchens, der kalten Witterung und der langen Zeit, die sie nun schon vermisst wird, unglaublich gering.

Noch einmal weist die Polizei eindringlich darauf hin, dass es für sämtliche "Verschwörungstheorien" vor allem in sozialen Netzwerken keinerlei Anhaltspunkte gebe.

Unverändert groß sind die öffentliche Anteilnahme am Schicksal des autistischen Mädchens und auch die mediale Aufmerksamkeit für den tragischen Fall aus Menden.

Hier lesen Sie unsere Berichterstattung von Montag

Update, 3. Februar, 21.34 Uhr: Die Feuerwehr Menden hat am Montagabend die Ereignisse des Montags noch einmal zusammengefasst - und gleichzeitig noch einmal appelliert, keine Gerüchte zu verbreiten, dass Lia tot aufgefunden oder gar Opfer eines Verbrechens geworden sei. 

Feuerwache, Rettungsdienst, Löschzug Mitte, die Löschgruppen Bösperde sowie die Wasserrettungseinheit der Feuerwehr Hagen waren am dritten Tag der Suche nach Lia an drei Verdachtspunkten in der Hönne im Einsatz gewesen.

Update, 3. Februar, 18.51 Uhr: Die Feuerwehr Menden hat soeben eine Fleecejacke aus der Hönne gezogen, die ebenso wie der Schlafsack und die Warnweste vom Mittag nichts mit dem Vermisstenfall Lia zu tun hat. Damit hat sich auch der dritte Verdachtspunkt als falsch erwiesen.

Das ins Wasser gesetzte Boot wird jetzt wieder verladen und die Einsatzstelle geräumt.

Update, 3. Februar, 18.19 Uhr: Weil ein Passant im Bereich des Fußgänger- und Radweges "Molle" zwischen der Tennisanlage des SV Menden und dem Alten Bösperder Weg am frühen Abend eine auffällige Entdeckung im Wasser gemacht haben will, sind Feuerwehr und Polizei jetzt am dritten Verdachtspunkt des Tages im Einsatz.

Die Feuerwehr Menden hat in dem dortigen Bereich Max-Eyth-Straße ein Boot zu Wasser gelassen, umfangreich Kräfte nachalarmiert und leuchtet alles aus.

Der dritte Verdachtspunkt liegt Luftlinie etwas mehr als einen Kilometer von dem im Bereich Schwarzer Weg entfernt - und damit noch einmal deutlich näher an der Mendener Innenstadt.

Update, 3. Februar, 17.16 Uhr: Heute ist schon der dritte Tag, an dem eine ganze Stadt um das Schicksal von Lia (10) bangt. Wieder bricht die Dunkelheit herein, wieder haben die Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Hilfsorganisationen sehr viel unternommen. 

Der Einsatz der Strömungsretter in der Hönne ist anspruchsvoll. Auch ein zweiter verdächtiger Gegenstand, den sie fanden, erwies sich als nicht mit Lia zusammenhängend.

Sie sind indes trotz des neuerlichen Einsatzes eines Hubschraubers sowie einer Drohne keinen Schritt weiter: Von dem Mädchen fehlt weiterhin jede Spur, obwohl die Hönne weniger Wasser führt und vermeintlich besser abgesucht werden kann als noch am Samstag.

Zwei konkrete Verdachtspunkte gab es am Mittag im Stadtteil Bösperde - erst im Bereich Abtissenkamp an der Stadtgrenze zu Fröndenberg, dann am Schwarzen Weg. Gefunden wurden aber hier ein Schlafsack und eine Warnweste, die mit Lias Fall nichts zu tun haben.

Update, 3. Februar, 14.38 Uhr: Nachdem sich auch bei einem zweiten verdächtigen Gegenstand herausstellte, dass dieser in keinem Zusammenhang mit der Suche nach Lia steht, geben die Einsatzkräfte trotzdem nicht auf. 

Die Polizei bringt es so auf den Punkt: "Wir starten gerade eine Drohne. Wir lassen nichts unversucht ". Der Hubschrauber, der zuletzt über der Suchzone unterwegs war, dreht demnach allerdings zunächst wieder ab. 

Bilder

Update, 3. Februar, 13.57 Uhr: Auch der zweite Verdachtspunkt hat sich offenbar nicht als Fundort der vermissten Lia aus Menden herausgestellt. Bei einem verdächtigen Gegenstand, der dort gefunden wurde, handelt es sich um eine Warnweste. 

Update, 3. Februar, 13.15 Uhr: Neuer Verdachtspunkt in Menden-Bösperde an der Hönne: Dieser liegt an der Straße "Schwarzer Weg" etwa 800 Meter Luftlinie entfernt vom ersten Verdachtspunkt. Damit sind die Einsatzkräfte jetzt wieder näher an Menden im Einsatz. 

Die Polizei ist mit einem Hubschrauber in der Luft und fliegt die Suchzone ab, wie sie via Twitter mitteilte.

Als weitere Maßnahme hat sie am Vormittag in der Mendener Innenstadt Fahndungsplakate verteilt, die wie folgt aussehen:

Update, 3. Februar, 12.59 Uhr: Der Pegel der Hönne ist übrigens von mehr als 90 Zentimetern am Samstagabend auf jetzt aktuell unter 70 Zentimeter gesunken. Das bestätigt faktisch die Angaben der Polizei, dass das erneute Abfliegen des Hönne-Flusslaufes mit einem Hubschrauber jetzt deutlich mehr Sinn machen könnte. 

Update, 3. Februar, 12.28 Uhr: Bei dem verdächtigem Gegenstand in der Hönne handelt es sich um einen Schlafsack. Laut Polizei kann kein Zusammenhang zur Suche nach Lia hergestellt werden. Wie ein Sprecher der Feuerwehr sagte, ist keine Leiche gefunden worden. 

Diesen Gegenstand fanden die Retter in der Hönne. Es handelt sich offenbar um einen Schlafsack. 

Update, 3. Februar, 11.51 Uhr: Die Straße Abtissenkamp in Menden (Bösperde) ist gesperrt, wie die Polizei soeben mitgeteilt hat. Polizei und Feuerwehr überprüfen dort einen verdächtigen Gegenstand in der Hönne.

Außerdem weist die Polizei Gerüchte, das Mädchen sei tot gefunden worden, vehement zurück.

Update, 3. Februar, 10.40 Uhr: Nachdem die Polizei über ihr weiteres Vorgehen im Vermisstenfall der kleinen Lia (10) aus Menden informiert hatte, wendet sie sich am Montagmorgen ein weiteres Mal an die Öffentlichkeit - um etwas klar zu stellen: "Die Polizei wird zuletzt vermehrt mit der Mutmaßung konfrontiert, es könne sich um einen Entführungsfall handeln. Es gibt keinerlei Hinweise oder Spuren, die diesen Verdacht auch nur annähernd zulassen würden."

Außerdem werden nun doch weitere aktive  Maßnahmen ergriffen, um Lia zu finden. Polizeibeamte verteilen Fahndungsplakate im Bereich der Mendener Innenstadt

Die Suche nach der vermissten Lia (10) aus Menden geht weiter. Strömungsretter sind wieder an und in der Hönne im Einsatz. Ein Feuerwehrmann beobachtet deren Einsatz von einer Brücke aus.

Wasserstand leicht gesunken: Hönne und Ruhr werden nochmals abgesucht

Im Verlaufe des Vormittags sollen darüber hinaus erneut "Suchmaßnahmen unter Beteiligung der Bereitschaftspolizei Wuppertal durchgeführt werden, um die Wehre abzusuchen", so die Polizei. Ein Polizeihubschrauber werde aufgrund des leicht gesunkenen Wasserstands erneut den Verlauf der Hönne sowie die Ruhr in Richtung Schwerte absuchen.

Einsatz in der immer noch reißenden Hönne. Ein Strömungsretter sucht nach der vermissten zehnjährigen Lia aus Menden.

Zeugenhinweise werden weiter unter Notruf 110 entgegen genommen.

Update, 3. Februar, 9.09 Uhr: Noch immer gibt es keine Neuigkeiten von der vermissten 10-jährigen Lia aus Menden. Das Mädchen, das eine Form von Autismus hat und am Samstag in einem unbeobachteten Moment aus der Wohnung ihrer Eltern verschwand, ist noch immer nicht gefunden worden. 

Verschwundene Lia (10) aus Menden: Das tut die Polizei jetzt

Die Polizei hat sich nach Angaben ihres Sprechers Marcel Dilling am Montagmorgen zur Situation und dem weiteren Vorgehen besprochen. 

Im Anschluss hieß es, es werde weiterhin allen eingehenden Hinweisen nachgegangen. "Bislang sind jedoch keine konkreten Hinweise auf den aktuellen Aufenthaltsort des Mädchens eingegangen."

Und: "Polizeibeamte ermitteln weiterhin mit Nachdruck im Wohn- beziehungsweise im sozialen Umfeld der Familie der Gesuchten." 

Wie Polizeisprecher Christof Hüls auf Nachfrage unserer Redaktion sagte, handle es sich bei diesen Ermittlungen ausdrücklich nicht um Überprüfungen von Alibis, sondern um Gespräche mit Menschen aus dem Umfeld des Kindes - etwa mit Lehrern und Freunden. "Es geht darum, mehr darüber zu erfahren, wo sich das Mädchen gerne versteckt, wo Lieblingsplätze sind." Damit hoffe man, das Mädchen zu finden.

Zahlreiche Einsatzkräfte - darunter Strömungsretter - haben den Verlauf der Hönne bis zur Ruhr mehrfach abgesucht. Bislang ohne Erfolg.

Konkrete Suchmaßnahmen wie am Wochenende würden bei Vorliegen neuer Erkenntnisse umgehend eingeleitet. 

Am Wochenende hatten Feuerwehr, THW, DLRG, Polizei sowie zahlreiche freiwillige private Helfer an und auf der Hönne bis zum Überlauf zur Ruhr gesucht. Auch auf der Ruhr selbst gab es umfangreiche Suchmaßnahmen. Gärten, Wälder, Industriegebiete und Müllcontainer waren am Wochenende sozusagen auf links gedreht worden - ohne Erfolg.

Familie von Lia (10) aus Menden wird betreut

Beamte des polizeilichen Opferschutzes kümmern sich derzeit um die Betreuung der Angehörigen der kleinen Lia. Auch am Wochenende waren bereits Notfallseelsorger vor Ort.

Die Polizei ist weiterhin auf Zeugenhinweise angewiesen. Wer Angaben zum Aufenthaltsort der Vermissten geben kann, wird gebeten, sofort den Notruf 110 zu wählen.

Lesen Sie hier unsere Berichterstattung vom Wochenende:

Update, 2. Februar, 17.45 Uhr: Noch immer ist die kleine Lia (10) aus Menden verschwunden. Stefan Deitel von der Feuerwehr Menden sagte auf Nachfrage unserer Redaktion, die Suche laufe momentan noch mit zwei Sonarbooten bei Fröndenberg im BereichLangschede

Dort befindet sich ein Wehr der Wasserwerke Gelsenwasser. Wäre Lia von der Strömung der Hönne bis dorthin getrieben worden, müsste sie dort gefunden werden, so Deitel. 

Suche nach Lia nach Einbruch der Dunkelheit zu gefährlich

Der Einbruch der Dunkelheit macht es den Einsatzkräften allerdings zusehends schwerer, weiterzusuchen. "Wenn es dunkel ist, müssen wir die Suche aus Sicherheitsgründen leider abbrechen", erklärte Deitel. Denn in der Dunkelheit sei es auch für die Einsatzkräfte zu gefährlich, weiterzumachen. 

Strömungsretter suchen in der Hönne nach der vermissten Lia (10) aus Menden. Das Mädchen wird seit Samstag vermisst.

Die Suchmaßnahmen zurückfahren zu müssen, sei für die Einsatzkräfte keine leichte Entscheidung. "Auch wir wollen das Mädchen unbedingt finden - auch für die Eltern, für uns selbst", beschreibt der Feuerwehr-Sprecher die schreckliche Situation

Gleichzeitig habe man sich in einer Abschlussbesprechung vor wenigen Minuten gefragt, ob man alles Menschenmögliche getan habe. "Diese Frage können wir mit 'ja' beantworten. Wir haben alles getan, was in unserer Macht steht."

Auch fasste Deitel nochmals zusammen, welche Maßnahmen zuletzt ergriffen worden waren: Im Einsatz waren Strömungsretter aus Balve, Nachrodt und Hagen sowie von der Hexion-Werkfeuerwehr. "Die Strömungsretter haben den Verlauf der Hönne bis zur Ruhr mehrfach im Wasser abgesucht." 

Hilfsbereite Bürger suchen Wälder, Industriegebiete, Gärten und Müllcontainer ab

Unzählige Bürger inklusive privater Rettungshundestaffeln halfen tatkräftig mit. "S ie haben Wälder und Industriegebiete abgesucht, private Gärten. Es ist in Mülltonnen und -Containern gesucht worden, in jedem noch so kleinen Winkel." Auch unwahrscheinliche Orte habe man aufgesucht. Bürger hätten vorsichtshalber Garagen und Gartenhäuser überprüft. "Man klammert sich einfach an jeden Strohhalm", so Deitel. 

Private Helfer bringen sich bei der Suche selbst in Gefahr

Der unbändige Wille, die kleine Lia zu finden, sei so groß gewesen, dass sich manche Menschen selbst in Gefahr gebracht hätten. "Gestern Abend sind Leute über Leitplanken geklettert, selbst fast in die Hönne gestürzt, oder sie haben auf Bahngleisen gesucht." 

Galerie

Sich selbst in Gefahr zu bringen sei selbstverständlich keine Option. Deshalb appellierte die Feuerwehr am Nachmittag auch dringend an die Suchenden, auf sich aufzupassen und keine Risiken einzugehen.

Selbstverständlich werde man auch nach Abbruch der Suche weiter wachsam sein - und in Absprache mit der Polizei, bei der die Leitung und Koordination des Falls liegen, wieder Maßnahmen ergreifen, sollten sich am Abend oder in der Nacht neue Hinweise ergeben.

Das sagt Polizeisprecher Marcel Dilling zum Stand der Suche nach Lia aus Menden

Marcel Dilling, Sprecher der Polizei im Märkischen Kreis, zeigte sich angesichts der Tatsache, dass das Mädchen noch immer nicht gefunden worden ist, am Abend wenig optimistisch: "Je mehr Stunden ins Land gehen, desto mehr geht man davon aus, dass man nicht mehr nach einem lebendigen Mädchen sucht, sondern leider nach einer Leiche.

Inzwischen seien weniger Polizeikräfte vor Ort - denn sobald sich die Suche aufs Wasser konzentriert, sei man auf den Sachverstand von Feuerwehr, THW und DLRG angewiesen. Auch Dilling verwies auf die Dunkelheit, die eine weitere Suche zunächst schwieriger und schließlich zu gefährlich mache. 

Lesen Sie hier unsere bisherige Berichterstattung:

Update, 2. Februar, 15.12 Uhr: Zur Suche nach der vermissten Lia (10) aus Menden hat die Polizei im Märkischen Kreis gegen 15 Uhr einen Zwischenstand mitgeteilt. Lia konnte demnach trotz der umfangreichen Suchmaßnahmen bislang nicht gefunden werden. Die Kräfte von Feuerwehr, Polizei, DLRG und THW müssen weiter davon ausgehen, dass das Kind in den Fluss Hönne gestürzt und ertrunken ist. Dort hatten am Ufer mehrfach Suchhunde angeschlagen.

Zur Stunde konzentriere sich die Suche auf den Verlauf der Hönne. "Unter anderem suchen Polizeikräfte gemeinsam mit einem Sonar-Boot des Technischen Hilfswerks den Fluss in den zugänglichen Bereichen ab. Außerdem wird Hinweisen nachgegangen, die fortlaufend bei der Polizei eingehen", heißt es.

Menden hält bei der Suche nach der vermissten Lia (10) zusammen

Menden hält zusammen, die Betroffenheit ist riesig: Das zeigt nicht nur die riesige Hilfsbereitschaft der Bevölkerung, draußen bei der Suche mitzuhelfen. Auch zahlreiche Zeugen haben sich offenbar Gedanken gemacht und Beobachtungen und Hinweise auf das 10-jährige Mädchen Lia über den Notruf der Polizei gemeldet. 

Bislang half es nicht: "Leider führte bisher keiner zum Auffinden der Vermissten", so der ernüchternde Zwischenstand. Trotzdem ist die Bevölkerung weiterhin dazu aufgerufen, sich mit Hinweisen an den Notruf unter Tel. 110 zu wenden. 

Suche nach Lia in Menden mit Großaufgebot 

Dass das Mädchen in den Fluss gestürzt ist, legt vor allem die Reaktion eines dritten Hundes am Sonntag nahe. Das Tier schlug am Flussufer an. Dort verliert sich die Spur.

Ein weiterer Aspekt deutet auf die Tragödie hin: "Aufgrund einer weiteren Zeugenangabe geht die Polizei gegenwärtig davon aus, dass das Mädchen mit hoher Wahrscheinlichkeit in die Hönne gefallen ist", so die Polizei.

Strömungsretter bei Suche in der Hönne weiter im Einsatz

Die Feuerwehr ist weiterhin mit hohem Personaleinsatz und unter anderem mit Strömungsrettern im Einsatz. Die müssen angesichts der Wetterlage und des reißenden Flusses unter teils sehr widrigen Bedingungen vorgehen.

Diesen Zwischenstand teilte die Feuerwehr Menden um kurz vor 15 Uhr mit

Update, 2. Februar, 14.55 Uhr: Die Suche nach Lia (10), dem vermissten Mädchen aus Menden, wird laut Feuerwehr weiter fortgesetzt - nicht nur im Verlauf des Flusses Hönne bis zur Ruhrmündun g, sondern auch auf der Ruhr. THW- und DLRG-Gruppen aus Langscheid, Balve und Wetter sind demnach vor Ort beziehungsweise auf der Anfahrt. 

Update, 2. Februar, 13.36 Uhr: Noch immer fehlt von der vermissten Lia (10) aus Menden jede Spur. Die Feuerwehr erhält bei der Suche nun aber weitere Unterstützung: Die Feuerwehr Balve teilte mit, dass die Löschgruppen Beckum und Volkringhausen nach Menden alarmiert worden seien. Beide Einheiten verfügen demnach über Strömungsretter, die beim Einsatz in der Hönne helfen sollen. Insgesamt haben sich 14 Einsatzkräfte mit zwei Fahrzeugen und der entsprechenden Ausrüstung auf den Weg nach Menden gemacht.

Update, 2. Februar, 12.48 Uhr: Die Hoffnung, die vermisste Lia (10) in Menden lebend zu finden, wird immer geringer. Wie Polizeisprecher Marcel Dilling im Gespräch mit der Redaktion berichtete, habe auch ein dritter Mantrailer-Hund am Ufer der Hönne angeschlagen. "Die Wahrscheinlichkeit, dass das Mädchen in den Fluss gefallen ist, erhöht sich", sagte Dilling.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist das Mädchen in einem unbeobachteten Moment am Samstag aus der Wohnung der Eltern in Menden verschwunden und vermutlich in einem rosa- bzw. pinkfarbenen Pyjama unterwegs. Die Hönne fließt unmittelbar am Elternhaus vorbei. Das Mädchen sei Autistin, entsprechend scheu und könnte sich auch irgendwo versteckt haben, berichtet die dpa.

Derzeit sind rund 100 Kräfte der Feuerwehr Menden gemeinsam mit starken Kräften der Polizei und den Strömungsrettern der Feuerwehr Nachrodt-Wiblingwerde im Einsatz. Unterstützung komme zudem von den Strömungsrettern der Feuerwehr Hagen und vielen freiwilligen Helfern, teilt die Feuerwehr mit. "Aus ganz Menden und vielen umliegenden Städten erreichen die Hilfskräfte derzeit umfangreiche Unterstützungsangebote. Die Einsatzleitung der Feuerwehr und alle beteiligten Kräfte danken ganz ausdrücklich für diese enorme Hilfsbereitschaft!", heißt es. 

Vermisstensuche in Menden: Polizeihubschrauber bricht Suche ab

Update, 2. Februar, 10.01 Uhr: Die Fortsetzung der Suche nach der vermissten Lia aus Menden ist angelaufen, wie Polizeisprecher Marcel Dilling im Gespräch mit der Redaktion erklärte. "Wir suchen alles in einem Umkreis von der Wohnanschrift des Mädchens in der Balver Straße sowie die gesamte Hönne bis zur Mündung in die Ruhr ab", berichtete Dilling, auf welchen Bereich sich die Suchmaßnahmen beziehen. 

Unterstützung bekommen die heimischen Polizeikräfte, die vor allem aus dem Nordkreis (Menden, Iserlohn, Hemer) kommen, ab sofort vom Teil einer Einsatzhundertschaft, schilderte Dilling. Zudem seien mittlerweile "mehrere hundert" Freiwillige vor Ort, um nach dem vermissten Mädchen zu suchen. Der Polizeihubschrauber habe seinen Einsatz dagegen wieder abgebrochen. "Wir haben mehrfach den Verlauf der Hönne abgeflogen, leider ohne Ergebnis", sagte Marcel Dilling. 

Vermisstensuche in Menden: Feuerwehr per Sirene alarmiert

Update 2. Februar, 9.21 Uhr: Auch die Polizei intensiviert die Suche nach der vermissten Lia (10) in Menden wieder, wie sie am Sonntagmorgen mitteilte. Demnach werde unter anderem auch ein Polizeihubschrauber eingesetzt. "Im Laufe des Vormittags werden weitere Polizeikräfte die Suche unterstützen", heißt es. 

Freiwillige Helfer, die die Vermisstensuche in Menden unterstützen wollen, können sich laut Polizei im Bereich Battenfelds Wiese einfinden, wo die Polizei die Suche koordiniert. Hinweise werden weiter unter Notruf 110 entgegengenommen. Auch die Feuerwehr ist wieder bei der Suche nach Lia dabei: Die per Sirenenalarm in Menden gerufenen Einsatzkräfte treffen sich ebenfalls zentral an Battenfelds Wiese, wie ein Sprecher erklärte. 

Vermisstensuche in Menden: Lia hat Autismus - das ist zu beachten

Update 2. Februar, 9.09 Uhr: Helfer haben die Suche nach Lia (10) aus Menden, die seit Samstagnachmittag als vermisst gilt, am Sonntag wieder aufgenommen. Wie bei Facebook zu lesen war, sollten alle, die sich an der Suche beteiligen wollen, um 9 Uhr am Elternhaus des Mädchens treffen. "Von hier aus bekommt ihr Straßen zugeteilt, wo man nochmals suchen soll. So wollen wir sichergehen, dass es nicht irgendwo einen blinden Punkt gibt! Wir geben nicht auf!", heißt es dort. 

Im sozialen Netzwerk gibt es auch nähere Informationen zu Lia: Sie sei demnach "ein ganz besonderes Kind", das "eine Form von Autismus" aufweise. Genauer bedeute das, dass sie Hilfe und Bedrohung nicht voneinander unterscheiden könne und keine gewöhnliche Wahrnehmung der Gegebenheiten um sich herum (Temperatur etc) habe. Lia könne sich demnach kaum artikulieren und reagiere unbedingt auf das Wort "Mama". "Sie versteckt sich womöglich in den kleinsten Ecken", heißt es auf Facebook.

Vermisstensuche in Menden: So berichteten wir am Samstag

Am späten Samstagabend gegen 22.50 Uhr spricht Polizeisprecher Marcel Dilling im Gespräch aus, was eigentlich nur eine Frage der Zeit war: Die aktive Suche nach der vermissten Zehnjährigen ist angesichts der Dunkelheit heruntergefahren worden.

Das heißt im Klartext: Die Präsenz von Feuerwehr und Polizei - zwischenzeitlich mit rund 260 Kräften auch aus Essen, Hagen und Nachrodt in Menden vor Ort - wurde angesichts der geringen Erfolgsaussichten stark heruntergefahren.

Natürlich würden aber sämtliche Kräfte, die nachts im Einsatz sind, die Augen offen halten. Daher könne nicht davon die Rede sein, dass die Suche nach dem Mädchen eingestellt worden sei. 

Taucher und Strömungsretter suchten den Fluss in Menden ab.

Es gibt aber offenbar auch jetzt noch private Initiativen in Menden, die nicht pausieren wollen oder können: In Gruppen suchen Menschen die Hönne ab. Wiederum andere bieten über soziale Netzwerke Kaffee und andere Dinge an. Es gibt Appelle, Kerzen für das Mädchen anzuzünden.

Beeindruckender Tenor: Menden hält zusammen. Menden sucht das Mädchen. Menden gibt die Hoffnung nicht auf.

Vermisstensuche in Menden: Falschmeldungen kursieren

"Wir werden die Suche am Sonntagvormittag wieder intensivieren", sagt Polizeisprecher Marcel Dilling - und muss gleich ergänzen, dass sämtliche Meldungen, das Mädchen sei wohlbehalten gefunden worden, leider nicht den Tatsachen entsprechen.

Die Zehnjährige ist aktuell - Stand kurz vor Mitternacht am Samstagabend - wie vom Erdboden verschluckt. Es steht daher zumindest zu befürchten, dass sie tatsächlich in die Hönne gefallen ist.

Die Wasserströmung hat eine Geschwindigkeit von bis zu 20 km/h und das Wasser ist nur acht oder neun Grad kalt. Die Überlebenschancen tendieren hier gen Null, falls sich die Befürchtungen bestätigen sollten, dass das Mädchen tatsächlich ins Wasser gestürzt sein sollte.

Konzentration bei Vermisstensuche in Menden auf die Innenstadt

Die Suche der Einsatzkräfte konzentrierte sich zuletzt am Ufer und auf der Hönne selbst auf einen Bereich zwischen Battenfelds Wiese und Innenstadt etwa auf Höhe des Gymnasiums an der Hönne. Vorher war auch bis in die Mündung der Hönne in die Ruhr gesucht worden.

Die Feuerwehr Menden hat am Montagabend einmal mehr ein Boot in die Hönne gesetzt - diesmal im Bereich "Molle".

Sämtliche Brücken über die Hönne waren mit Posten besetzt und Seile über den Fluss gespannt worden. Strömungsretter der Feuerwehren aus Hagen und Nachrodt-Wiblingwerde waren vor Ort, dazu Taucher aus Essen und Mantrailer-Hunde. Die hatten in Richtung der Hönne angeschlagen. 

Wetter und hoher Pegelstand der Hönne erschweren die Suche

Flächenspürhunde wiederum suchten in der Folge das Ufer vom Wohnhaus aus im Bereich der Balver Straße/Wilhelmstraße in Menden flussabwärts ab. "Die widrigen Wetterbedingungen und der hohe Füllstand der Hönne erschweren die Suche", hatte Polizeisprecher Dilling im Laufe des Einsatzes gesagt. 

Zur Verdeutlichung: Der Pegelstand der ansonsten beschaulichen Hönne hatte sich in Folge der ergiebigen Regenfälle von etwa 40 Zentimeter um 10 Uhr auf bis zu 90 Zentimeter kurz vor 20 Uhr mehr als verdoppelt. Gegen 23 Uhr lag der Pegel bei 80 Zentimetern.

Auch ein Hubschrauber der Polizei mit Wärmebildkamera war zwischenzeitlich in Menden im Einsatz gewesen. Aber auch der hatte das Mädchen noch nicht ausfindig machen können. Mehrfach hatte es umfangreiche Einsatzbesprechungen an Battenfelds Wiese in Menden gegeben, auf denen das weitere Vorgehen abgestimmt wurde.

Einsatzkräfte wollen die Hoffnung nicht aufgegeben

Die Einsatzkräfte wollen die Hoffnung selbstverständlich nicht aufgeben, dass das Mädchen doch noch irgendwo gefunden wird

Aufgrund von Zeugenangaben, so hieß es anfänglich, könnten die Ermittler aber "nicht ganz ausschließen, dass das Mädchen in die Hönne gefallen ist." Kurz nach 16 Uhr am Samstag hatte die Suche nach dem Kind begonnen.

Suche in Menden mit Foto des vermissten Mädchens

Laut Feuerwehr Menden waren "alle verfügbaren Kräfte im Einsatz", dazu kommen noch Feuerwehrleute aus den umliegenden Gemeinden. Die Polizei hofft weiterhin auf Zeugen. Wer das Mädchen sieht, soll sofort den Notruf 110 wählen.

Die Zehnjährige trägt einen auffälligen r osa- bzw. pink-farbenen Pyjama, ist barfuß unterwegs gewesen, hat dunkle lockige mittellange Haare, ist circa 1,20 Meter groß und hat eine normale Statur. Das Mädchen weist laut Polizei eine Behinderung auf und spricht deswegen nicht.

Auf Facebook meldeten sich viele Mendener, die die Polizisten bei der Suche nach dem Mädchen unterstützen wollten. "Davon wollen wir sie nicht abhalten", sagte Polizeisprecher Dilling gesagt. "Wir warnen aber dringend davor, sich selbst in Gefahr zu bringen, insbesondere am Ufer der Hönne ist die Gefahr groß."

Quelle: wa.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion