Bei Wohnungskontrolle

Messerangriff: Polizist erschießt mutmaßlichen Einbrecher in Herten

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Polizist erschießt mutmaßlichen Wohnungseinbrecher

[Update 15.30 Uhr] Herten - Bei einem Polizeieinsatz in Herten hat ein Beamter einen mutmaßlichen Wohnungseinbrecher erschossen. Der 30 Jahre alte Mann soll die Beamten am Sonntagabend mit einem Messer angegriffen haben, als sie die Erdgeschosswohnung betraten.

Daraufhin habe ein Polizist seine Waffe gezogen und mindestens einen Schuss abgegeben, wie die Polizei am Montag berichtete. Der mutmaßliche Einbrecher starb noch am Tatort. Die Beamten blieben unverletzt. 

Sie hatten noch Rettungskräfte gerufen. Die 72-jährige Bewohnerin der Erdgeschosswohnung hatte die Polizei alarmiert. Sie hatte zuvor gehört, wie eine Scheibe eingeschlagen wurde, und war aus der Wohnung geflüchtet. Die Ermittlungen der Polizei Münster und der Staatsanwaltschaft Bochum dauern an. 

Geprüft werde dabei auch die "Rechtmäßigkeit des polizeilichen Schusswaffengebrauchs", sagte eine Sprecherin der Polizei. In den vergangenen Wochen gab es ähnliche Fälle in Berlin und Hamburg. 

In der Hauptstadt war am 31. Januar ein verwirrt wirkender Mann von einem Polizisten in einer Wohnung erschossen worden. Er hatte laut Polizei gedroht, anderen Menschen Gewalt anzutun und sich umzubringen. Zudem wollte er laut den Angaben ein Messer nicht aus der Hand geben. 

Einen Tag später wurde ein Mann in Hamburg von einem Polizisten angeschossen und verletzt. Er soll sich sehr aggressiv verhalten und den Beamten mit einem Messer angegriffen haben. Im Jahr 2015 hatte die Polizei in Deutschland in 40 Fällen auf Menschen geschossen. 

Dabei gab es 10 Tote und weitere 22 Verletzte, wie aus jüngsten Zahlen der Deutschen Hochschule der Polizei in Münster hervorgeht. In den Jahren davor fiel die Bilanz ähnlich aus. Wesentlich häufiger schießen Polizisten zum Töten gefährlicher, kranker oder verletzter Tiere: 2015 wurden bundesweit 11 884 solcher Fälle erfasst, das sind mehr als 30 pro Tag. Zahlen für 2016 liegen noch nicht vor. - dpa

Quelle: wa.de

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