Flüchtling verletzt Wachmann schwer

Messerattacke in Rüthener ZUE

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Rüthen - Ein 55-jähriger Wachmann ist in der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) von einem Flüchtling schwer verletzt worden. Wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft Arnsberg, Thomas Poggel, am Dienstag mitteilte, habe sich der 26-jährige Asylbewerber bei der Essensausgabe aus nichtigem Anlass ein Messer genommen und dem Sicherheitsbediensteten zwei Stichverletzungen am Kopf zugefügt.

Laut Zeugenaussagen hatte der Wachmann offenbar den Weg blockiert und war nicht schnell genug an die Seite gegangen. Andere Flüchtlinge überwältigten den mutmaßlichen Täter nach der Messerattacke. Das Opfer wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Der Vorfall ereignete sich bereits am vergangenen Sonntagabend. Am Montag wurde der Flüchtling wegen versuchten Totschlags dem Haftrichter vorgeführt. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft sitzt er inzwischen in Untersuchungshaft. Die Dortmunder Mordkommission hat die Ermittlungen aufgenommen.

Nach Informationen unserer Partnerzeitung "Der Patriot" klagen die Sicherheitsbediensteten der ZUE seit Längerem über unzureichende Schutzmaßnahmen bei bewaffneten Angriffen durch einzelne aggressive Bewohner. Sie selbst dürfen nach dem Willen der Bezirksregierung Arnsberg nicht bewaffnet sein. - mun/bis

Quelle: wa.de

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