Mütze mit "Ich fahre schwarz" schützt Schwarzfahrer nicht vor Strafe

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Köln - Auch offen zur Schau getragenes Schwarzfahren schützt nicht vor einer Strafe. Ein Fahrgast ohne Fahrkarte mache sich auch dann strafbar, wenn er eine Mütze mit einem Zettel und der Aufschrift "Ich fahre schwarz" trage, erklärte das Oberlandesgericht Köln am Montag.

Damit bestätigte das OLG eine Entscheidung des Landgerichts Bonn, gegen die ein Schwarzfahrer Revision eingelegt hatte (Aktenzeichen: III-1 RVs 118/15).

Der Angeklagte war am 11. November 2011 - dem Beginn der damaligen Karnevalssession - in Köln in einen ICE eingestiegen. Eine Fahrkarte hatte er nicht, in seiner umgeklappten Wollmütze steckte aber ein Zettel, mit dem er dies offen kundtat. Einem Bahn-Mitarbeiter habe er sich beim Einsteigen und bei der Sitzplatzsuche aber nicht präsentiert, erklärte das Gericht. Erst bei einer Routinekontrolle fiel der Mann dem Personal auf. Deswegen war er zu 200 Euro Geldstrafe verurteilt worden.

Das Oberlandesgericht entschied, der Mann habe mit seinem Verhalten den Anschein erweckt, dass er sich an die Geschäftsbedingungen der Bahn halte. Der Zettel ändere an diesem Eindruck nichts - dafür hätte er schon offen und unmissverständlich ankündigen müssen, ohne Fahrkarte reisen zu wollen. Das Urteil ist rechtskräftig. - dpa

Quelle: wa.de

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