Mutmaßlicher IS-Terrorist bricht Schweigen 

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Düsseldorf - Der mutmaßliche IS-Terrorist Kerim Marc B. hat vor Gericht sein Schweigen gebrochen und von seiner schweren Kindheit in Nordrhein-Westfalen berichtet. Er habe als Kind mehrfach kurz davor gestanden, sich umzubringen.

Das sagte der Angeklagte am Montag am Düsseldorfer Oberlandesgericht in einer von seiner Verteidigerin verlesenen Erklärung aus. 

Sein Stiefvater habe ihn oft geschlagen und verprügelt, etwa wegen schlechter Schulnoten. Seine Mutter habe sein Gesicht auf Familienfotos herausgeschnitten. Bevor sie in Urlaub gefahren sei, habe sie ihn zu Verwandten gebracht. Er habe mit seinen Eltern nie über Gefühle sprechen können. 

Der Islam habe ihm in dieser Situation Halt gegeben. Der Gang zur Moschee sei eine Rebellion gegen sein Elternhaus gewesen. Nach Syrien sei er "eher aus einem Abenteuer heraus gegangen". Er habe vor allem vor den Belastungen in Deutschland fliehen wollen. "Das Einzige, was ich habe, ist mein Glaube." Zu den Tatvorwürfen wollte der Angeklagte am Montag noch nicht Stellung nehmen. - lnw

Quelle: wa.de

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