Prozessauftakt

Baby auf den Boden geworfen? Mutter wegen Totschlags vor Gericht

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Symbolfoto

[Update 15.30 Uhr] Essen - Ein Jahr nach dem Tod eines drei Monate alten Babys muss sich eine Mutter aus Essen vor Gericht verantworten. Die 29-Jährige soll ihren kleinen Jungen gegen den Kopf geschlagen und dann auf den Boden geworfen haben. Der Säugling war rund zwei Wochen später an schwersten Kopfverletzungen gestorben.

Zum Prozessauftakt vor dem Essener Schwurgericht hat die Angeklagte von ihrem Schweigerecht Gebrauch gemacht. Die Anklage lautet auf Totschlag.

Die Angeklagte hatte im Januar des vergangenen Jahres den Notarzt alarmiert. Ihr Sohn hatte bereits das Bewusstsein verloren und lag leblos auf dem Fußboden. Der Junge konnte zwar noch einmal reanimiert und ins Krankenhaus gebracht werden. Doch die Ärzte konnten sein Leben nicht mehr retten.

Einem Polizisten gegenüber hatte die 29-Jährige später ihre Unschuld beteuert. Sie habe den Säugling und dessen zwei Jahre alten Bruder damals kurz aus den Augen gelassen, weil sie zur Toilette gegangen sei. Als sie zurückgekommen sei, habe ihr Baby nicht mehr in seiner Wiege, sondern auf dem Boden gelegen.

Die schweren Verletzungen hatten an dieser Version jedoch von Anfang an Fragen aufgeworfen. Das Essener Landgericht hat für den Prozess zunächst noch drei Verhandlungstage bis zum 14. Februar vorgesehen. - lnw

Quelle: wa.de

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