Polizei: Mindestens 30 Verletzte

Nach Böller-Explosion in Thier-Galerie: Polizei ermittelt gegen Youtube-"Influencer"!

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Die Explosion sorgte für eine Panik und einen Großeinsatz der Polizei.

Dortmund - Die Explosion eines Feuerwerkskörpers sorgte am Samstag in der Dortmunder Thier-Galerie für eine Massenpanik. Jetzt ermittelt die Polizei gegen einen Youtube-"Influencer"!

Der Einsatz von mindestens einem Feuerwerkskörper im Untergeschoss der Thier-Galerie sorgte am Samstag dafür, dass hunderte Besucher aus der Thier-Galerie flüchteten. Die Polizei ermittelt insgesamt gegen fünf Tatverdächtige wegen gefährlicher Körperverletzung.

"Nach heutigem Stand geht die Polizei von mindestens 30 Verletzten aus. Glücklicherweise sind weiterhin 'nur' leichte Verletzungen zu beklagen. Viele Personen erlitten einen Schock oder stürzten beim Verlassen des Gebäudes, schwer verletzte sich nach bisherigem Kenntnisstand jedoch niemand", erklärte die Polizei Dortmund am Montag.

Polizeiliche Ermittlungen gegen mehrere Jugendliche

Vier junge Männer im Alter von 14 und 15 Jahren wurden kurz nach der Explosion festgenommen. Die polizeilichen Ermittlungen richten sich mittlerweile aber auch gegen einen 17 Jahre alten Wolfsburger: Der 17-Jährige veröffentlicht auf seinem Youtube-Kanal sogenannte "Prank"-Videos, in denen es vor allem darum geht, Menschen einen Streich zu spielen. 

Youtuber soll andere Jugendliche beauftragt haben

"Offensichtlich sollte es sich auch bei dem Vorfall in der Thier-Galerie um einen solchen Streich handeln, der jedoch gründlich daneben ging", kommentierte die Polizei. 

Mit einer kleineren Bargeldsumme, so der derzeitige Ermittlungsstand, soll der 17-Jährige die vier Dortmunder Jugendlichen zum Zünden des oder der Böller angestiftet haben. Das Ganze wurde dann mitgefilmt und sollte später auf dem Youtube-Kanal des Wolfsburgers veröffentlicht werden.

"Dümmer kann ein Streich wohl kaum sein"

"Dümmer und fehlgeleiteter kann ein Streich wohl kaum sein", bilanzierte die Polizei. Laut der Behörde liegen derzeit fünf Strafanzeigen wegen gefährlicher Körperverletzung vor. Zudem müsse mit möglichen zivilrechtlichen Ansprüchen der Betroffenen gerechnet werden. 

Die Polizei äußert abschließend die Hoffnung, dass die Verantwortlichen aus dem Vorfall ihre Lehren ziehen werden.

Quelle: wa.de

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