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Nach heißem Facebook-Flirt: Mann aus Plettenberg um Geld erpresst

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© picture alliance / dpa

Plettenberg - Ein Mann aus dem sauerländischen Plettenberg ist Opfer einer sogenanten "Sextortion" geworden - einer organisierten Erpressung mit sexuellem Hintergrund. Über Facebook wurde es "heiß" - und teuer. Was geschehen ist - und was die Polizei rät.

Sextortion - Der Begriff setzt sich aus den englischen Wörtern Sex und Extortion ("Erpressung") zusammen. Es beginne oft mit einem harmlosen Flirt - so auch im konkreten Fall. Über Facebook wurde es dann schnell "heiß" - und teuer, wie die Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis mitteilt.

Laut Polizei hatte der Mann aus Plettenberg "vor wenigen Tagen über das soziale Netzwerk Facebook eine Frau kennengelernt. Erst brachte die Dame ihn zu sexuellen Handlungen vor der Webcam, dann erpresste sie ihn. Er solle einen vierstelligen Euro-Betrag überweisen, andernfalls wolle sie das Video veröffentlichen", so die Ermittler.

Das Opfer habe die Summe herunterhandeln können und dann über Zahlungsdienste in zwei Tranchen Geld an einen Empfänger im Ausland gezahlt. "Unter dieser Bedingung versprach die Erpresserin, den Film zu löschen. Doch tatsächlich stellte sie weitere Geldforderungen. Darauf ließ sich der Mann jedoch nicht mehr ein, fasste sich ein Herz, marschierte zur Polizei und erstattete Anzeige", heißt es weiter.

Ebenfalls in Plettenberg: Mann (38) zückt Messer in der Fußgängerzone

Bei dem bekannten Trick der "Sextortion" bringen Betrüger ihre Opfer laut Polizei dazu, sich vor der Webcam auszuziehen und sexuelle Handlungen an sich selbst vorzunehmen. Anschließend erpressen sie die Adressaten und fordern hohe Geldsummen oder Zahlungen in der virtuellen Währung "Bitcoin". 

Es gebe auch eine Variante, bei der die Täter einfach auf Verdacht Erpresserschreiben per E-Mail verschicken würden. "Auch in diesem Fall behaupten die Erpresser, kompromittierende Sexvideos aufgenommen zu haben. Sie schreiben, dass sie sich auf den Computer ihrer Opfer gehackt und dann Aufnahmen gemacht haben", schildert die Polizei.

Die warnt dringend davor, auf die Forderungen einzugehen:

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