Ermittlungen gehen weiter

Verdächtige nach Großeinsatz wieder frei: So kam es zum Missverständnis

+
Die Polizei war mit einem Großaufgebot in Rüthen vertreten.

Rüthen - Nach dem Großeinsatz der Polizei in Rüthen, bei dem fünf Personen festgenommen wurden, sind nun alle Verdächtigen wieder auf freiem Fuß. Alles scheint ein (sehr) großes Missverständnis gewesen zu sein.

Der 27-jährige Bewohner der Flüchtlingsunterkunft in Rüthen hatte bei einem Gespräch der fünf Männer gelauscht, die wenig später als Verdächtige festgenommen wurden. "In seinem Verhör gab der Hinweisgeber an, dass er Worte wie Benzin und Feuer gehört und daraus geschlussfolgert habe, dass die Gruppe einen Brandanschlag plant", erklärte Staatsanwalt Thomas Poggel. 

Ob es tatsächlich so zu dem Missverständnis kam, das einen Großeinsatz der Polizei als Folge hatte, oder ob Böswilligkeit des 27-Jährigen hinter dessen Hinweis steckte und er im Verhör nur "zurückrudern" wollte, sei nun Teil der Ermittlungen.

Vier Festnahmen: Großeinsatz der Polizei an der ZUE in Rüthen

Der Staatsanwalt betonte, dass alle Männer der deutschen Sprache "nicht einhundertprozent mächtig" seien, ein Missverständnis daher tatsächlich möglich sei. "Wenn dem Hinweisgeber Böswilligkeit nachgewiesen werden kann, würden wir wegen falscher Verdächtigung gegen ihn ermitteln."

Fakt ist laut Staatsanwalt Poggel, dass sich der Verdacht gegen die fünf Männer im Alter von 18, 23, 25, 26 und 30 Jahren nicht bestätigte. "Wir haben keine belastenden Hinweise gefunden", erklärte Poggel. Die Männer wurden daher am Freitagmittag freigelassen.

Wie bereits Polizei-Pressesprecher Frank Meiske unterstrich auch der Staatsanwalt, dass das ungewöhnlich große Polizei-Aufgebot nicht unbegründet gewesen sei: "Wenn sich herausgestellt hätte, dass wir es wirklich mit einem geplanten Anschlag zu tun haben, hätten wir dieses große Aufgebot gebraucht."

Quelle: wa.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.