Aufarbeitung läuft

Neue Details zum erneuten Post-Skandal: So viele Pakete wurden gestohlen

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Etwa 50 Pakete stahl ein Mitarbeiter aus einem Verteilzentrum der Post in Neheim.

Ein zweiter Fall von Diebstählen im großen Stil bei der Post innerhalb von wenigen Monaten hat das Sauerland Anfang Mai erschüttert. Mittlerweile sind genauere Einzelheiten zum Fall aus Neheim bekannt.

Update vom 15. Mai, 13.08 Uhr: Etwa eineinhalb Wochen nach Bekanntwerden des neuerlichen Postskandals im Sauerland hat die Polizei nähere Infos zum Fall bekanntgegeben. Demnach handele es sich beim Diebesgut des 35-jährigen Mitarbeiters eines Post-Subunternehmens um etwa 50 Pakete. Briefe seien entgegen erster Erkenntnisse nicht gestohlen worden. 

"Da die Inhalte der Pakete teilweise zusammengeschüttet waren, ist es schwierig, eine konkrete Zahl zu nennen", berichtete Polizeisprecher Holger Glaremin im Gespräch mit der Redaktion. In den Paketen seien unter anderem Spielzeug und Schuhe gewesen. Die Polizei arbeite nun eng mit der Post zusammen, da bereits Nachsendeanträge gestellt worden seien. 

Lesen Sie hier unsere ursprüngliche Berichterstattung:

Neheim - Erneuter Skandal bei der Post im Sauerland: Die Polizei hat einen 35-jährigen Mitarbeiter eines Subunternehmens vorläufig festgenommen. Er hat offenbar größere Mengen Pakete und Briefe unterschlagen. 

Der Mann aus Soest wurde nach Polizeiangaben an einem Verteilzentrum an der Stembergstraße in Neheim vorläufig festgenommen. Er war demnach für ein Subunternehmen der Deutschen Post tätig.

Zeugen hatten am Donnerstag die Polizei alarmiert und hielten an dem Verteilzentrum den Tatverdächtigen fest, weil er Pakete unterschlagen haben soll. "In seinem Wagen konnten drei Pakete festgestellt werden. Bei einer Wohnungsdurchsuchung konnten größere Mengen Pakete und Postsendungen sichergestellt werden", berichtet die Polizei.

Genaue Zahl noch nicht klar

Um wie viele Pakete und Briefe es sich konkret handelt, kann die Polizei aktuell noch nicht sagen. Wie Polizeisprecher Sebastian Held auf Nachfrage erklärte, stehe nur fest, dass es weniger Sendungen seien als beim Postskandal in Sundern, der im Februar bekannt worden war. Auch sei noch unklar, in welchem Zeitraum Postsendungen unterschlagen wurden. All diese Fragen seien laut Polizei Bestandteil der weiteren Ermittlungen.

Nähere Erkenntnisse erwartet die Polizei laut Held "im Laufe der nächsten Woche". Der Tatverdächtige wurde in Absprache mit der Staatsanwaltschaft nach den polizeilichen Maßnahmen entlassen.

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Quelle: wa.de

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