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Nosferatu-Spinne in NRW: Ist die giftige Zoropsis spinimana gefährlich?

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Von: Marcel Guboff

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Die Nosferatu-Spinne ist längst in Deutschland heimisch geworden. Sie verbreitet sich auch in NRW immer weiter. Ist sie gefährlich? Lässt sie sich fangen?

Hamm - Bereits seit einigen Jahren breitet sich die Nosferatu-Spinne in Deutschland aus. Für Personen mit einer Spinnenphobie wahrlich ein Albtraum mit ihren bis zu fünf Zentimeter langen, haarigen Beinen und ihrem gelben, robusten Körper. Längst ist die „Zoropsis spinimana“ auch in Nordrhein-Westfalen angekommen.

SpinneNosferatu-Spinne
Höhere KlassifizierungZoropsis
Wissenschaftlicher NameZoropsis spinimana

Nosferatu-Spinne wird auch in NRW heimisch: Wie gefährlich ist die Zoropsis spinimana?

Beim Portal „Naturgucker.de“ seien allein seit dem 1. August 1300 Sichtungen von 1700 Exemplaren in NRW gemeldet worden, sagte Thorsten Wiegers, Sprecher des Naturschutzbunds (Nabu) NRW. Ein klares Indiz dafür, dass die Spinne hierzulande schon heimisch geworden ist.

Da stellen sich viele jetzt die Frage: Ist die Nosferatu-Spinne gefährlich? Anders als die meisten in NRW und Deutschland lebenden Spinnenarten, kann sie mit ihren Beißwerkzeugen sogar die menschliche Haut durchdringen. Beißt sie einen Menschen, sei dies dennoch nur mit einem leichten Wespenstich zu vergleichen, erklären Experten. Und dies tue sie ohnehin nur, wenn sie sich in Gefahr sieht oder bedrängt fühle.

Aus diesem Grund sollte man die Nosferatu-Spinne nicht mit bloßer Hand einfangen. Stattdessen sollte man ein Glas über sie stülpen, eine dünne Pappe unter das Glas schieben und das Tier ins Freie verfrachten, lautet der Tipp von Experten.

Nosferatu-Spinne mag Wärme und ist an und in Gebäuden zu finden

Wie fast alle anderen Spinnenarten, ist auch die Nosferatu-Spinne giftig, erläutert der Nabu NRW auf seiner Homepage. Doch sie nutzt ihr Gift vor allem für die Jagd, um ihre Beute zu betäuben.

Zu finden sei die Nosferatu-Spinne vor allem da, wo es warm ist - also gerne an und auch in Gebäuden. Die Tiere mit einer Körperlänge von bis zu zwei Zentimetern und einer Beinspannweite von etwa fünf Zentimetern fangen ihre Beute nicht in Netzen, sondern verfolgen sie.

Die zur Familie der Kräuselspinnen gehörende invasiven Art stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und wurde vermutlich als „blinder Passagier“ im Güterverkehr nach Deutschland eingeschleppt. Dort wurde die Spinne erstmals im Jahr 2005 in Freiburg im Breisgau entdeckt.

Auch Klimawandel begünstigt Ausbreitung der Nosferatu-Spinne in NRW und Deutschland

Mittlerweile gibt es aber weitere Faktoren. „Der Klimawandel und damit einhergehende milde Winter begünstigen nun die Ausbreitung der Tiere“, wird Frederik Eggers, Teamleiter Natur- und Umweltschutz beim Nabu Niedersachsen, vom RND zitiert.

In NRW tauchte sie vor einigen Wochen erstmals in Coesfeld auf. Ihren Namen verdankt sie der charakteristischen Zeichnung auf ihrem Rücken, die an die Figur „Nosferatu“ aus der ersten großen Verfilmung des Schauerromans „Dracula“ erinnert. (mit dpa)

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