Lockerungen oder Verschärfungen?

NRW: Neue Corona-Regeln ab Montag (29. März) – Armin Laschet zieht die Corona-Notbremse

Beim Corona-Gipfel haben Bund und Ländern am Montag (22. März) weitere Lockdown-Verschärfungen beschlossen. Diesen Plan verfolgt NRW-Ministerpräsident Armin Laschet.

Düsseldorf – Am Montag (22. März) wurde beim Corona-Gipfel mit Bund und Ländern darüber debattiert, wie es mit den aktuellen Corona-Maßnahmen weitergehen soll – ob es weitere Lockerungen oder Verschärfungen geben wird (alle aktuellen Informationen im Corona-Ticker* auf RUHR24.de). Wie RUHR24.de* berichtet, hat sich nun NRW-Ministerpräsident Armin Laschet nach den 12-stündigen Beratungen dazu geäußert, wie er die neuen Beschlüsse umsetzen will.

BundeslandNRW
MinisterpräsidentArmin Laschet (CDU)
Corona-Inzidenz am 23. März109,2

Notbremse in NRW: Laschet über neue Änderungen ab Montag – erneute Schließungen

Sein Plan ist, dass die „Notbremse“ ab einer Inzidenz von 100 „eins zu eins“ umgesetzt werden wird, wie Laschet schon vor einigen Tagen ankündigte*. Das bedeutet, dass die Öffnungen der Geschäfte, Museen und Sportanlagen von vor ein paar Wochen wieder rückgängig gemacht werden. Da der Inzidenz-Grenzwert von 100 in NRW schon vor einigen Tagen erreicht wurde und die aktuelle Inzidenz in NRW bei 109,2 (Stand: 23. März) steht, werden die Regeln wieder verschärft.

Ab kommenden Montag (29. März) wird laut Laschet die „Notbremse“ gezogen. „Ab dann gilt landesweit: Alle inzidenzabhängigen Öffnungsschritte werden zurückgenommen.“ Bis dahin gelten weiterhin die aktuellen Corona-Schutzverordnungen. Das bedeutet konkret folgende Änderungen ab dem 29. März:

  • Geschäfte müssen schließen, Termin-Shopping darf auch nicht mehr stattfinden. Jedoch dürfen weiterhin Waren abgeholt werden (Click & Collect).
  • Kitas und Schulen bleiben bis zu den Osterferien Ende März geöffnet. Jedoch soll es künftig mehr Corona-Tests für Schüler, Lehrer und Erzieher geben – bestenfalls zwei pro Woche.
  • Über Ostern, also vom 1. April (Donnerstag) bis einschließlich 5. April (Montag) soll das öffentliche und private Leben heruntergefahren werden. Aber auch für die Lebensmittel-Geschäfte gibt es für die Osterfeiertage andere Regelungen als sonst. So sollen die Supermärkte an Gründonnerstag nicht öffnen. Somit bleibt nur der Karsamstag, um Lebensmittel-Einkäufe zu erledigen.

Laschet zieht Notbremse in NRW: Lockdown-Verschärfungen auch über Ostern – weitere Tests für Schüler

Laschet rechtfertigte die Kontaktbeschränkungen über die Osterfeiertage: „Die dynamische Entwicklung lässt sich zu diesem Zeitpunkt nicht anders bremsen. Alles andere wäre nicht verantwortungsvoll.“ Komplette Ausgangsbeschränkungen seien jedoch keine Lösung. Die Regierung hoffe weiterhin auf die Vernunft der Bürger und appelliert mit Blick auf die anstehende Urlaubszeit, dass „jetzt nicht die Zeit für Reisen“ sei.

Er selber habe daher „kein Verständnis für die Entscheidung der Bundesregierung“, Reisen nach Mallorca ohne Einschränkungen* zu erlauben und das Urlaubsziel von der Liste der Risikogebiete zu streichen. Um das Risiko der geplanten Mallorca-Urlaube zu minimieren, werden die Airlines verpflichtet die Reise-Rückkehrer noch vor dem Abflug auf das Virus zu testen (alles zum Coronavirus in NRW* auf RUHR24.de).

Notbremse in NRW: Laschet verschärft den Lockdown und kritisiert die Bundesregierung

NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) habe zudem die Vorsorge getroffen, dass an den großen NRW-Flughäfen die Möglichkeit besteht auch nach der Landung zu Testen.

Aktuell viel zu testen sei wichtig. In NRW gebe es inzwischen 3000 Test-Stellen, sodass man in jeder Stadt und in jedem Kreis die Möglichkeit hätte, sich testen zu lassen. Um jedoch einen angenehmen Sommer zu haben, sei es laut Laschet wichtig, die Impfungen weiter voranzutreiben. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Michael Kappeler/dpa

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