Innenminister: Bund verschärft Flüchtlingsproblem zusätzlich

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Ralf Jäger

Düsseldorf - Vor dem Flüchtlingsgipfel von Bund und Ländern hat NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) dem Bund vorgeworfen, die Situation zusätzlich zu verschärfen.

"Es kann nicht sein, dass Menschen manchmal ein, eineinhalb Jahre in unserer Gemeinschaftsunterbringung leben und nicht mal eine Anhörung des zuständigen Bundesamtes für Migration bekommen haben", sagte er am Donnerstag dem Sender WDR5. Der Bund sei verantwortlich dafür, dass die Migrationsbehörde personell völlig unzureichend ausgestattet sei. Das verschärfe die Probleme bei der Unterbringung zusätzlich.

Gleichzeitig würden die Länder mit den Kosten für die Flüchtlingsunterbringung weitgehend alleingelassen, kritisierte er. "Ich vergleiche das immer gerne mit einem Hürdenlauf: Wenn wir gemeinsam - Kommunen und Länder - schwitzen und stöhnen während der Bund auf der Zuschauertribüne sitzt und uns anfeuert. Der muss jetzt mal aus dieser Zuschauerrolle raus und mit in die Startblöcke", forderte Jäger.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) kommt am Donnerstagnachmittag (15 Uhr) mit den Ministerpräsidenten der Länder im Kanzleramt zusammen. - dpa

Quelle: wa.de

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