NRW-Innenminister Jäger verteidigt Silvester-Kontrollen in Köln

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Innenminister Ralf Jäger hat den Einsatz der Landespolizei in der diesjährigen Silvesternacht verteidigt.

Düsseldorf - Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger (SPD) hat den Einsatz der Landespolizei in der diesjährigen Silvesternacht gegen Kritik der Grünen und Linken verteidigt.

"Die NRW-Polizei war zu Silvester im ganzen Land gut aufgestellt", sagte er am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf. "Dadurch konnte sie schnell und flexibel auf die Lage reagieren. Wo Verstärkung benötigt wurde, waren schnell mehr Einsatzkräfte vor Ort." 

Grünen-Chefin Simone Peter hatte sich zuvor kritisch über gezielte Kontrollen von Nordafrikanern geäußert. Es stelle sich die Frage nach der Verhältnis- und Rechtmäßigkeit, "wenn insgesamt knapp 1.000 Personen alleine aufgrund ihres Aussehens überprüft und teilweise festgesetzt" worden seien, sagte sie der "Rheinischen Post". Und: "Völlig inakzeptabel ist der Gebrauch von herabwürdigenden Gruppenbezeichnungen wie "Nafris" für Nordafrikaner durch staatliche Organe wie die Polizei." 

Jäger warb um Verständnis. "Leider wird die gute Polizeiarbeit heute durch die Diskussion um einen Tweet der Kölner Polizei überlagert. Gut, dass der Kölner Polizeipräsident Jürgen Mathies dazu klar Stellung bezogen hat." Mathies hatte zuvor sein Bedauern geäußert und dem WDR erklärt, der innerhalb der Polizei benutzte Arbeitsbegriff "Nafris" für nordafrikanische Intensivtäter sei in einem Tweet der Kölner Polizei "sehr unglücklich verwendet" worden.

Quelle: wa.de

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