Wintereinbruch im Sauerland

„Hermine“ bringt Schnee und Glätte: Aufräumen nach dem Sturmtief - Touristenmassen in Winterberg

Wintereinbruch im Sauerland: Schnee auf der Nordhelle zwischen Herscheid und Meinerzhagen.
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Wintereinbruch im Sauerland: Schnee auf der Nordhelle zwischen Herscheid und Meinerzhagen.

Das Sturmtief „Hermine“ ist am Sonntag über Nordrhein-Westfalen gezogen und hat den Winter mitgebracht: Im Sauerland fielen bereits etliche Zentimeter Neuschnee - das hatte Folgen, vor allem in Winterberg.

NRW - „Hermine“ hatte Schnee im Gepäck: Das Sturmtief, das am Sonntag mit Böen bis zu 100 Kilometer pro Stunde über NRW hinweggefegt ist, hat einige Schäden hinterlassen. Mit dem Wind kam der Schnee, vor allem im Sauerland ist es am Tag nach dem Weihnachtswochenende winterlich.

Bereits am Sonntag haben Wochenendausflüger rund um Winterberg für ein Verkehrschaos gesorgt. Die Polizei sprach von einem Besucheransturm mit Staus und einer Reihe von Verkehrsunfällen. Von „vielen Leuten und wenig Erfahrung im Umgang mit der weißen Pracht auf der Fahrbahn“ berichtete ein Sprecher der Kreispolizeibehörde im Hochsauerlandkreis. Autofahrer seien häufig mit der falschen Bereifung unterwegs gewesen. Schneefall und überfrierende Nässe sorgten so für einige Verkehrsunfälle. Es habe lediglich Leichtverletzte gegeben.

Sturmtief bringt Schnee - Ärger in Winterberg

In den Sozialen Medien kochten die Emotionen der Winterberger hoch. Parkplätze und Straßen waren überfüllt, die Tagesausflügler hätten sich verhalten, als gebe es kein Corona, steht dort. Auch die Stadt Winterberg reagierte; am Montag solle mit Polizei und Straßenbehörden über weitere Maßnahmen beraten werden, hieß es in einem Facebook-Post. Touristen wurden noch am Sonntag gebeten, umzukehren.

Bereits in den vergangenen Wochen hatte es in Winterberg Probleme mit Ausflüglern gegeben. Dabei sind Skilifte gesperrt, Gastronomie dicht. Hunderte Autofahrer hatten sich am ersten Dezemberwochenende auf den Weg nach Winterberg gemacht, um zu „driften“ - die Polizei reagierte.

In Hilchenbach stürzte eine Eiche auf eine Garage und ein Auto.

Sturmtief „Hermine“: Dutzende Feuerwehreinsätze in NRW

Wegen Sturmtief „Hermine“ fuhren die Feuerwehren im Land Dutzende Einsätze. In den meisten Fällen mussten umgestürzte Bäume von den Straßen entfernt werden. In Hilchenbach (Kreis Siegen-Wittgenstein) stürzte am Abend eine massive Eiche auf eine Garage. Äste beschädigten ein vor dem benachbarten Haus abgestellten Mercedes und eine Oberleitung - einige Stunden blieben die betroffenen Häuser ohne Strom. In Wetter wehten starke Windböen unter anderem ein Dixiklo auf eine Fahrbahn.

Umgestürzte Bäume behindern am Montagmorgen noch den Busverkehr der MVG in Herscheid. Die Linie 277 könne nur bis zur Haltestelle Reblin fahren, heißt es auf der Website des Verkehrsunternehmens. Auf der Nordhelle zwischen Herscheid und Meinerzhagen hat es in der Nacht stark geschneit. Dort ist mit Beeinträchtigungen zu rechnen.

In Meschede kam es zudem zu einem Verkehrsunfall mit Personenschaden: Eine 18-jährige Fahranfängerin aus dem Sauerland krachte in eine Böschung* und wurde dabei schwer verletzt.

Zu insgesamt 11 wetterbedingten Einsätzen musste die Feuerwehr Iserlohn am Sonntag ausrücken. In den meisten Fällen lagen Äste und Bäume auf der Fahrbahn oder drohten, umzustürzen. Außerdem waren weitere Bäume auf Stromleitungen gefallen und mussten beseitigt werden. Unter anderem die BAB 46 und die L 682 mussten für langwierige Einsätze gesperrt werden. Zu den umgefallenen Bäumen gesellten sich zudem eine gelöste Schornsteinhaube und eine abgerissene Plakatwand. - eB/dpa

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