Oberverwaltungsgericht Münster urteilt:

Gefährlicher Schulweg? Gemeinde muss Mädchen kein Busticket bezahlen

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Symbolbild

[Update, 14.28 Uhr] Münster/Wegberg - Der Schulweg ist teilweise schlecht beleuchtet und die Eltern sorgen sich um die Sicherheit ihrer Tochter - trotzdem muss die Gemeinde Wegberg bei Mönchengladbach einer Schülerin kein Busticket zahlen. Das entschied das Oberverwaltungsgericht Münster.

Zwar äußerten die Richter Verständnis für die subjektiv empfundene Sorge der Eltern um ihre Tochter. Jedoch sahen sie die Schwelle der besonderen Gefährlichkeit in diesem Fall nicht erreicht. So könnten sich Kinder bei einem dunklen Schulweg mit einer Taschenlampe behelfen.

Laut Gesetz müssen Kommunen die Wegekosten zur Schule nur für längere Strecken ersetzen. Eine Ausnahme: ist der Schulweg besonders gefährlich, können die Kosten auch bei kürzeren Strecken von unter zwei Kilometern übernommen werden.

In erster Instanz hatte das Verwaltungsgericht Aachen der Familie noch Recht gegeben. Doch die Stadt weigerte sich weiter und ging in Berufung.

Die Eltern argumentierten, dass die Strecke schlecht beleuchtet und wenig verkehrssicher sei. Zudem fürchteten sie, ihr Kind könnte Opfer sexueller oder gewaltsamer Angriffe werden. - dpa/lnw

Quelle: wa.de

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