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Omikron-Variante in NRW: Erster Fall bestätigt - weiterer Verdacht gemeldet

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Von: Marcel Guboff

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Die Omikron-Variante des Coronavirus hat NRW offiziell erreicht: Ein Verdachtsfall wurde bestätigt. Weitere werden noch untersucht.

Update vom 1. Dezember, 19.26 Uhr: Bei einem Rückkehrer von einer Auslandsreise im Kreis Recklinghausen untersuchen Gesundheitsbehörden einen weiteren Verdacht auf die Corona-Mutation Omikron. Das teilten das NRW-Gesundheitsministerium und der Kreis am Mittwoch mit. Nähere Angaben zur Person wie zum Geschlecht, Alter und Reiseweg gab es aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht.

LandNordrhein-Westfalen
Fläche34.098 km²
HauptstadtDüsseldorf

Zuvor hatte das Ministerium am Mittwochmorgen die erste bestätigte Omikron-Infektion in Nordrhein-Westfalen gemeldet. Betroffen ist eine Person, die am 21. November aus Südafrika eingereist ist und dort Kontakt zu einem mittlerweile positiv getesteten Fall hatte, wie die Stadt mitteilte.

Insgesamt sieben Omikron-Verdachtsfälle gab es am Mittwoch im Kreis Kleve. Hier laufen die Untersuchungen noch. Im ersten Fall in Rees im Kreisgebiet war die vollständig geimpfte Person mit ihrem Partner am 24. November in Frankfurt am Main aus Südafrika eingetroffen. Am Folgetag seien dann Krankheitssymptome aufgetreten. Beide Personen befänden sich in Quarantäne.

Der zweite Reeser Verdachtsfall bezieht sich auf zwei andere Personen, die sich mit den Betroffenen des ersten Falles in Südafrika getroffen haben. Auch sie sind in Quarantäne, wie der Kreis bereits am Dienstag mitgeteilt hatte. Hinzu kommen drei enge Kontaktpersonen als weitere Verdachtsfälle, wie der Kreis am Mittwoch mitteilte.

Omikron-Variante in NRW: Bestätigter Fall

Update vom 1. Dezember, 7.11 Uhr: Es gibt den ersten bestätigten Fall der Omikron-Variante in NRW. Wie die Stadt Düsseldorf am späten Dienstagabend mitteilte, sei die neue Mutation des Coronavirus bei einer am 21. November aus Südafrika eingereisten Person nachgewiesen worden. Diese hatte sich demnach am 25. November wegen auftretender Corona-Symptome testen lassen - mit positivem Ergebnis.

Bei einem weiteren Test, der am 29. November vorgenommen worden sei, habe die Sequenzierung ergeben, dass es sich um die Omikron-Variante handele. „In diesem Abstrich war die Viruslast groß genug, um die Omikron-Variante mit einer Sequenzierung zweifelsfrei nachzuweisen“, sagte eine Stadtsprecherin auf Nachfrage der dpa. Die Virologen der Universitätsklinik hätten übermittelt: „Ja, es ist Omikron.“

Omikron-Variante in NRW: Entwarnung in Essen

Update vom 30. November, 10.57 Uhr: Die Verdachtsfälle der Omikron-Variante des Coronavirus in einer Essener Familie haben sich nicht bestätigt. Die beiden Betroffenen hätten eine seltene Delta-Form, aber nicht die neuartige Omikron-Virusvariante, teilte die Stadt Essen mit. Zuvor waren Proben der Erkrankten in der Essener Universitätsklinik sequenziert worden. Die beiden Erkrankten und zwei weitere Haushaltsmitglieder seien in Quarantäne, hatte die Stadt am Vortag gemeldet.

Zu diesen beiden Haushaltsmitgliedern hatte es am Montag unterschiedliche Angaben gegeben: Nach Angaben des Landes waren auch diese beiden Personen Corona-positiv, der Stadt zufolge sind sie nicht infiziert.

NRW-weit gibt es noch je einen offenen Omikron-Verdachtsfall in Düsseldorf und einen in Rees im Kreis Kleve. Hier laufen die Untersuchungen noch. In dem Reeser Fall war die vollständig geimpfte Person mit ihrem Partner am 24. November in Frankfurt am Main aus Südafrika eingetroffen. Am Folgetag seien dann Krankheitssymptome aufgetreten. Ein PCR-Test fiel den Angaben zufolge positiv aus. Beide Personen befänden sich in Quarantäne.

Omikron-Variante: Weitere Verdachtsfälle in NRW - Land verschärft Corona-Regeln

Update vom 29. November, 16.30 Uhr: Die Stadt Essen hat weitere Details zu den Verdachtsfällen der neuen Omikron-Variante bekannt gegen. Die Stadt sprach am Montag zunächst von einem und später am Nachmittag von zwei Verdachtsfällen in einem Haushalt mit vier Personen. Alle vier Personen dieses Haushalts befänden sich in Quarantäne, sagte eine Sprecherin. Die beiden auffälligen Proben würden sequenziert, ein Ergebnis werde für Dienstag erwartet. Zu den beiden anderen Personen in dem Essener Haushalt gab es unterschiedliche Angaben: Nach Angaben des Landes waren auch diese beiden Personen Corona-positiv, der Stadt zufolge sind sie nicht infiziert.

Omikron-Variante: Zahl der Verdachtsfälle in NRW steigt - Land verschärft Maßnahme

Update vom 29. November, 14.14 Uhr: Die Zahl der Verdachtsfälle der neuen Omikron-Variante ist nach Angaben des Gesundheitsministeriums auf sechs gestiegen. Dabei geht es einem Überblick von Montagmittag zufolge um vier Verdachtsfälle in Essen, einen Verdachtsfall in Düsseldorf und einen Verdachtsfall im Kreis Kleve (Rees).

Eine Person wertet in einem Labor einen Corona-Test aus.
Die Omikron-Variante des Coronavirus hat NRW offiziell erreicht: Ein Verdachtsfall wurde nun bestätigt. Bei einer Familie in Essen gab es allerdings Entwarnung. © Daniel Karmann/dpa

Update vom 29. November, 12.12 Uhr: In Nordrhein-Westfalen gibt es einen weiteren Verdachtsfall der neuen Omikron-Variante des Coronavirus. Nach Angaben des Kreises Kleve besteht bei einem Fall in Rees der Verdacht auf eine Corona-Infektion mit der Omikron-Variante. Die vollständig immunisierte Person sei mit ihrem Partner am 24. November in Frankfurt am Main aus Südafrika eingetroffen, teilte der Kreis Kleve mit. Am Folgetag seien dann Symptome einer Erkrankung aufgetreten. Ein PCR-Test fiel den Angaben zufolge positiv aus.

Der Kreis Kleve sprach in dem Zusammenhang von einem begründeten Verdacht auf die neue Omikron-Variante des Coronavirus, über den das Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen informiert worden sei. Auch das NRW-Gesundheitsministerium teilte am Montag auf Anfrage der dpa mit, dass es inzwischen neben Düsseldorf und Essen auch im Kreis Kleve einen weiteren Verdachtsfall zur neuen Omikron-Variante gebe.

Omikron-Variante in NRW: Milder Krankheitsverlauf beim Verdachtsfall in Essen

Update vom 29. November, 12.06 Uhr: Der Essener Verdachtsfall der neuen Omikron-Variante des Coronavirus hat bisher einen milden Krankheitsverlauf. Die Person befinde sich in angeordneter, häuslicher Quarantäne. Die Kontakte würden über das Gesundheitsamt nachverfolgt, teilte die Stadt Essen mit.

Eine Bestätigung für das tatsächliche Vorliegen der Omikron-Variante gab es am Montag noch nicht. Das Ergebnis der Sequenzierung werde im Laufe des Dienstags erwartet, teilte die Stadt mit. Nachfrage zu Alter, Geschlecht und Einreiseweg der Person beantwortete die Stadt nicht.

Omikron-Variante: Erste Verdachtsfälle in NRW - Land verschärft weitere Regel

[Erstmeldung] Hamm - Die Omikron-Variante des Coronavirus hat jetzt wohl auch Nordrhein-Westfalen erreicht. Erste Verdachtsfälle gebe es in Essen und in Düsseldorf. Diese werden jetzt mittels Sequenzierung überprüft, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Sonntag laut Mitteilung.

Corona: Omikron-Variante wohl auch in NRW - Land verschärft Quarantäne-Regeln

Auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur sagte ein Sprecher des nordrhein-westfälischen Gesundheitsministeriums, dass wahrscheinlich erst am Montag gesagt werden könne, um wie viele Omikron-Verdachtsfälle es sich wirklich handelt.

„Wir werden die neue Variante und ihre Verbreitung wie auch das Infektionsgeschehen insgesamt weiter ganz genau beobachten“, wurde Karl-Josef Laumann zitiert. Weiter sagte der NRW-Gesundheitsminister: „Eins macht die aktuelle Situation deutlich: Wir müssen weiter sehr aufmerksam sein.“

Wegen der Omikron-Variante des Coronavirus hat das Land NRW bereits die Regeln verschärft, um die Verbreitung der neuen Mutation zu verlangsamen. Ein Ministeriumssprecher sagte der Rheinischen Post: „Wir haben die Gesundheitsämter in Nordrhein-Westfalen bereits informiert, dass auch für vollständig geimpfte Personen Quarantäne angeordnet werden soll, wenn Kontakt zu einer Person mit der Omikron-Variante bestand. Ziel ist es, die Weiterverbreitung der Virusvariante zu stoppen oder zumindest zu verlangsamen.“

Omikron-Variante: „Christian Drosten ziemlich besorgt“ - erste Immunfluchtmutante?

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die zunächst im Süden Afrikas entdeckte Omikron-Variante als „besorgniserregend“ eingestuft. Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC spricht von ernsthaften Sorgen, dass Omikron die Wirksamkeit der Corona-Impfstoffe erheblich verringern und das Risiko von Reinfektionen erhöhen könnte. Welche genauen Auswirkungen die Mutante hat, steht allerdings noch nicht fest.

Auch der Berliner Virologe Christian Drosten sei wegen der Omikron-Variante „ziemlich besorgt“, sagte er am Sonntagabend im „heute journal“ des ZDF. Man wisse nicht allzu viel über sie. Berichte über milde Verläufe hätten noch nicht sehr viel Substanz angesichts von nur gut 1000 Fällen, erläuterte der Virologe. Man müsse hier die klinischen Verläufe abwarten. Man sehe aber, dass sie häufig bei jungen Leuten in Südafrika auftauche und auch Menschen betreffe, die eine Erkrankung schon hinter sich haben. Er habe die Sorge, dass man die erste wirkliche „Immunfluchtmutante“ vor sich habe. (mit dpa-Material)

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