Ordnungsamtschef: Köln braucht Sicherheitskonzept für Silvester

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Düsseldorf - Die Stadt Köln muss aus Sicht ihres Ordnungsamtschefs aus der Silvesternacht Konsequenzen für ihr Sicherheitskonzept beim nächsten Jahreswechsel ziehen. Künftig müsse es vor Ort ein Koordinierungsgremium aller beteiligten Polizei- und Ordnungsbehörden geben.

Das sagte Ordnungsamtsleiter Jörg Breetzmann am Montag als erster Zeuge im Untersuchungsausschuss "Silvesternacht" des Düsseldorfer Landtags. Der U-Ausschuss will aufklären, wie es in der Silvesternacht zu den massenhaften Übergriffen auf Frauen kommen konnte. 

In Breetzmanns Schilderung wurden Kommunikationspannen zwischen Ordnungsamt und Polizei deutlich. Das Ordnungsamt war demnach nicht informiert, dass die Bundespolizei in der Silvesternacht zeitweise den Schienenverkehr gesperrt hatte, weil Menschen auf den Gleisen liefen. NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) hatte der Stadt im Januar ordnungspolitisches Versagen vorgeworfen. 

Aus seiner Sicht wurden die massenhaften Übergriffe auf dem Bahnhofsvorplatz auch möglich, weil die Stadt die Hohenzollernbrücke nicht rechtzeitig gesperrt, damit Chaos verursacht und Polizeikräfte gebunden habe. Der Staatsanwaltschaft Köln liegen bislang 1110 Anzeigen zu Übergriffen oder Diebstählen in der Silvesternacht vor. 

Hunderte Frauen waren von Männergruppen - laut Zeugen vor allem nordafrikanischer oder arabischer Herkunft - umzingelt, sexuell bedrängt und bestohlen worden.

dpa

Quelle: wa.de

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