Spam-Nachrichten im Umlauf

Achtung, Betrug mit SMS: Angebliche Paket-Zustellung kann sehr gefährlich werden

Vorsicht, Betrüger! Wer eine SMS erhält, in der es um eine Paket-Zustellung geht, sollte in diesen Tagen höllisch aufpassen. Insbesondere in NRW ist diese Masche derzeit im Umlauf.

Hamm - Dass Betrugsmaschen in Corona-Zeiten zugenommen haben, ist längst kein Geheimnis mehr. Aktuell sind jedoch betrügerische SMS im Umlauf, die mit dem Coronavirus nichts zu tun haben. Zumindest nicht direkt. Ein indirekter Zusammenhang besteht dennoch, hat Online-Shopping durch die Corona-Krise doch massiv zugenommen. Die Betrüger scheinen demnach darauf zu spekulieren, dass jemand ein Paket bestellt hat und schicken den Opfern gefährliche SMS aufs Handy. Insbesondere in Nordrhein-Westfalen scheint die Lage bezüglich derartiger Spam-Nachrichten ernst zu sein.

Paket-SMS: Betrüger fordern Klick auf Link - Das kann sehr gefährlich werden

So ernst, dass inzwischen mehrere Polizeibehörden in NRW Warnungen ausgesprochen haben. Angefangen mit der Kreispolizeibehörde Wesel warnt nun auch die Polizei Kreis Warendorf vor SMS-Betrügern im Zusammenhang mit Paket-Zustellungen. Die Polizei Hamm hat zudem Empfehlungen ausgesprochen, wie man sich bestenfalls verhalten sollte. Doch zunächst ginge es darum, die betrügerischen SMS-Nachrichten zu identifizieren.

„Ihr Paket wurde verschickt. Bitte überprüfen und akzeptieren Sie es. Klicken Sie auf den Link.“ So oder so ähnlich sahen in der letzten Zeit SMS-Nachrichten aus, die viele Bürgerinnen und Bürger in NRW erst kürzlich empfangen haben. Auch Sätze wie „Ihr Paket steht noch aus. Bestätigen Sie die Angaben hier“, soll die Ahnungslosen dazu bewegen, auf den angegebenen Link zu klicken. Angeblich soll der Klick auf den Link bewirken, dass das Paket weiter versandt werden oder der Sendestatus eingesehen werden kann.

Paket-SMS: Betrugsnachricht in NRW im Umlauf - Das kann nach Klick auf Link passieren

Wer den Anweisungen folgt, tappt jedoch schnell in die Falle der Betrüger. Denn um eine echte Paket-Ankündigung handelt es sich in diesen Fällen nicht. Stattdessen installiert das Handy unbemerkt eine Schadsoftware auf dem Smartphone - also einen Virus. In der Folge kann es passieren, dass unberechtigte Dritte dadurch einen vollen Zugriff auf die installierten Anwendungen oder das Telefonbuch haben und in der Lage sind, weitere Fake-SMS vom eigenen Handy aus zu versenden.

Die Polizei Hamm warnt vor betrügerischen SMS, die aktuell im Umlauf sind.

Doch es gibt weitere Möglichkeiten, was nach dem Klick auf einen solchen Link passieren kann. In anderen Fällen gelangt man etwa über den Link auf eine Website, die persönliche Daten oder Bezahloptionen abgreifen will. Hier wird der Nutzer beispielsweise aufgefordert, eine geringe Gebühr zu überweisen. Danach kommt es zu weiteren unbefugten Abbuchungen durch die Betrüger.

Schon vor Monaten gingen solche betrügerischen SMS von vorgeblichen Paket-Lieferdiensten im Märkischen Kreis umher*. Gut möglich, dass seitdem schon viele Menschen auf diese Masche hereingefallen sind und Daten oder gar Geld verloren haben. Um ein solches Schreckensszenario zu vermeiden, sollten Bürger in NRW gewappnet sein und sich richtig verhalten. Die Polizei Hamm erklärt, wie man nach dem Empfangen einer solchen SMS verhalten sollte. - *come-on.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Paket-SMS: So sollten Sie auf die Betrug-Nachricht reagieren - Polizei Hamm gibt Tipps

  • Klicken Sie auf keine Links, die Ihnen nicht bekannt sind.
  • Geben Sie keine persönlichen Daten preis, wenn sie nicht mit der Website vertraut sind.
  • Bestätigen Sie keine Installation von fremden Apps auf Ihrem Smartphone. Besonders Android-Geräte sind hier gefährdet, da diese bei ungünstiger Einstellung eine Fremdinstallation und somit auch schädliche Apps zulassen.
  • Deaktivieren Sie bei Android-Geräten die Möglichkeit, unbekannte Apps installieren zu können.
  • Richten Sie unbedingt bei Ihrem Mobilfunkprovider die Drittanbietersperre ein, um weitere Kosten zu vermeiden. Diese kann kostenlos über den jeweiligen Service gebucht werden.
  • Wenn Sie tatsächlich ein Paket erwarten, informieren Sie sich ausschließlich direkt auf der Website des Paketdienstleisters.
  • Sollten Sie auf den Link geklickt haben, ändern Sie alle Passwörter und wenden Sie sich an die Polizei!

Rubriklistenbild: © Polizei Hamm

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