3G-Pflicht

Wofür brauche ich in NRW einen PCR-Test? Diese neue Regel gilt

Die neue Corona-Schutzverordnung in NRW gilt jetzt. Ungeimpfte und Ungenesene müssen dann bei vielen Gelegenheiten einen negativen PCR-Test vorlegen.

Hamm - Die neue Corona-Schutzverordnung in Nordrhein-Westfalen gilt seit Freitag, 20. August. Dann gilt die sogenannte 3G-Regel: Geimpft, genesen oder getestet. Menschen, die weder geimpft noch genesen sind, müssen sich auf härtere Regelungen einstellen. In einigen Fällen müssen sie sogar einen negativen PCR-Test vorlegen, um am öffentlichen Leben teilzunehmen. Doch wann genau ist ein PCR-Test überhaupt notwendig? (News zum Coronavirus)

Neue Corona-Regeln in NRW: Wann brauche ich einen PCR-Test?

Liege die Sieben-Tage-Inzidenz an fünf Tagen in Folge bei 35 oder höher, müssen Ungeimpfte mehr Pflichten nachkommen. Sie sind dann verpflichtet einen negativen Antigen-Schnelltest oder einen negativen PCR-Test vorlegen. Diese dürfen nicht älter als 48 Stunden sein. Während der Antigen-Schnelltest noch bis Mitte Oktober für alle Bürger kostenlos sein wird, müssen PCR-Tests in der Regel aus der eigenen Tasche gezahlt werden. So kann es für Ungeimpfte ab Freitag richtig teuer werden.

Ein negatives Testergebnis müssen Ungeimpfte und Ungenesene immer dann vorlegen, wenn sie Bereiche mit hohem Risiko für Mehrfachansteckungen besuchen. Dann gelten verschärfte Regeln, sodass der Zutritt für Ungeimpfte nur mit einem negativen PCR-Test möglich ist. Zu diesen Bereichen zählen laut NRW-Gesundheitsministerium zum Beispiel Clubs, Diskotheken und Tanz-Veranstaltungen - wie private Feiern. Zu diesen zählen auch Hochzeiten, wie Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) erläuterte. Auch bei einem Bordell-Besuch müssen Gäste ohne Impfung oder Genesung künftig tief in die Tasche greifen und einen negativen PCR-Test vorlegen.

Hier brauchen nicht Geimpfte und nicht Genesene in NRW einen PCR-Test

  • Clubs, Diskotheken und ähnlichen Einrichtungen sowie Tanzveranstaltungen einschließlich privater Feiern mit Tanz;
  • Bordellen, Prostitutionsstätten, Swingerclubs und ähnlichen Einrichtungen sowie bei der Erbringung und Inanspruchnahme sexueller Dienstleistungen außerhalb von Einrichtungen.

Neue Corona-Schutzverordnung: Kritik an Pflicht der negativen PCR-Tests für Einlass

Wie viel ein PCR-Test künftig kosten wird, ist noch nicht endgültig geklärt. Fest steht, dass der Preis eines PCR-Tests stark variieren kann. Abhängig vom Preis ist auch, wie schnell die Person das Ergebnis vom PCR-Test benötigt.

Ein negativer PCR-Test wird künftig für viele Ungeimpfte eine Eintrittskarte zur Teilhabe am öffentlichen Leben sein.

Verbände der Discotheken- und Bordellbetreiber kritisieren die aus ihrer Sicht „ungerechten“ und „unsinnigen“ PCR-Test-Vorschrift für ungeimpfte Gäste derweil stark. Demnach geht Disco-Besitzer Holger Bösch, stellvertretender Präsident des Berufsverbandes deutscher Discotheken und Tanzbetriebe (BDT), der zum Gaststättenverband Dehoga gehört, nicht davon aus, dass Menschen vor dem Wochenende einen teuren PCR-Test durchführen werden. Auch Stephanie Klee, Vorstand des Bundesverbandes Sexuelle Dienstleistungen ist sich sicher: „Jeder spontane Bordellbesuch ist damit ausgeschlossen, und das Amüsement verteuert sich deutlich.“

Rubriklistenbild: © Matthias Bein/dpa

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