Großeinsatz für Polizei und Feuerwehr am Schulzentrum 

Pfefferspray im Schulflur der Realschule Plettenberg: Mehrere Schüler verletzt

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[Update] Um 10.20 Uhr wurde die Plettenberger Feuerwehr am Montagvormittag zur Albert-Schweitzer-Straße alarmiert. Wir berichten hier aktuell. 

  • Ein Schüler soll am Montag (20. Januar) Pfefferspray in einem Klassenraum der Geschwister-Scholl-Schule in Plettenberg versprüht haben.
  • Nach ersten Informationen sind 57 Personen betroffen.
  • Kripo ermittelt: Zeugen werden gebeten, Hinweise an die Rufnummer 02391/91990 zu übermitteln.

Plettenberg - An der Geschwister-Scholl-Realschule wurde nach ersten Ermittlungen der Polizei Pfefferspray versprüht. Mehrere Schüler klagen demnach über Atemwegs- und Augenreizungen

13.20 Uhr: Polizei-Pressesprecher Dietmar Boronowski spricht in einem abschließenden Fazit von einem einigermaßen glücklichen Ausgang des Großeinsatzes. Dafür, dass das Thema eine anfängliche große Brisanz mit sich gebracht habe, sei der Ausgang für die meisten Betroffenen glimpflich. "Wir sind froh, dass wir den vermeintlichen Verursacher finden konnten und auf der anderen Seite erleichtert, dass nicht mehr passiert ist. Wir hoffen, dass es den Betroffenen schnell wieder gut geht und sie schnell wieder den Unterricht besuchen können", so der Pressesprecher.

Er lobt die Arbeit von Polizei, Feuerwehr und den Mitarbeitern der Geschwister-Scholl-Realschule. "Es wurde sehr professionell und gut zusammen gearbeitet", erklärt Boronowski abschließend. Den 15-Jährigen erwartet nun eine Strafanzeige wegen gefährlicher Körperverletzung und des Verstoßes gegen das Waffengesetz.  Mit diesen abschließenden Worten endet auch unser Live-Ticker. 

Primusschule wegen starker Rauchentwicklung evakuiert - das ist die Ursache

13.04 Uhr: Polizei-Pressesprecher Dietmar Boronowski machte sich selbst ein Bild vor Ort und berichtet im Video-Interview.

12.58 Uhr: Hier ist eine Bildergalerie.

Pfefferspray im Klassenzimmer: Großeinsatz an Plettenberger Schule

12.50 Uhr: Beispielhaft für die Ereignisse an der Realschule hat unsere Reporterin mit Mutter Marion Artz gesprochen, die ihre Tochter Adina abgeholt hat. Die Zehntklässlerin berichtet, dass sie gerade Biologie-Unterricht hatte, als der Lehrer in den Klassenraum kam, sich über ein Kratzen im Hals beklagte und berichtete, dass er das Gefühl habe, dass irgendetwas nicht stimme. Alle seien zunächst in den Klassenräumen geblieben, ehe die Schüler die Ansage bekamen, in die Mensa zu gehen. Auf dem Weg dorthin  hielt sich jeder etwas vors Gesicht, aber unmittelbar nach Ankunft an der Mensa beklagten viele Jugendliche bereits Atemwegsreizungen und Schwindelgefühle. In der Mensa wurden die Kinder schließlich von den Rettungsdienstkräften untersucht und nach Verletzungen eingestuft. Adina hatte Glück und musste nicht ins Krankenhaus. Sie informierte ihre Mutter über ein Video und der Aussage:"Guck mal, was hier los ist." Umgehend machte sich Mutter Marion Artz auf den Weg, um ihre Tochter von der Schule abzuholen.

12.42 Uhr: Der Einsatz wurde von der Polizei soeben für  beendet erklärt. Unabhängig davon treffen weiterhin Eltern ein, die die betroffenen Kinder von der Schule abholen. Unsere Reporterin hat eine Mutter um ein Statement gebeten (nächster Eintrag).

12.40 Uhr: Kuriose Randnotiz: Der heimische Landtagsabgeordnete Marco Voge absolviert heute ein Tagespraktikum bei der Plettenberger Polizei, um sich die Arbeit der Beamten hautnah anzusehen. Entsprechend ist auch Voge bei diesem "hochinteressanten Einsatz" an der Realschule live dabei. 

12.35 Uhr: Realschulleiterin Monika Storm möchte aktuell noch kein Statement zu den Vorfällen abgeben. Sie möchte sich zunächst einen Überblick verschaffen, sagte sie auf Nachfrage unserer Reporterin.

12.17 Uhr: Uns erreichen neue Informationen zu der Anzahl der Verletzten. Es sollen nach aktuellem Stand sieben Kinder sein; zwei von ihnen wurden ins Krankenhaus Lüdenscheid, vier nach Plettenberg gebracht worden sein. 

12.14 Uhr: Die Situation vor Ort entspannt sich zusehends. Die ersten Rettungskräfte sind bereits  abgerückt. Lehrer und Schulleitung befinden sich weiterhin im Schulgebäude.

12.08 Uhr: Unsere Reporterin berichtet, dass immer mehr besorgte Eltern an der Schule eintreffen. Die Betroffenen dürfen nach und nach die Mensa verlassen.

12.06 Uhr: Die Polizei hat soeben eine gebündelte Pressemitteilung herausgegeben. Darin heißt es: Die Tatwaffe wurde aufgefunden und sichergestellt. Die Hintergründe zur Motivlage sind noch nicht abschließend geklärt. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung.

12.03 Uhr: Aktuell besteht nach Angaben der Feuerwehr keine Gefahr mehr. Während die Feuerwehr gelüftet hat, befinden sich die Schüler in der Mensa.  

11.58 Uhr: Nach Informationen der Polizei soll ein  15-jähriger Schüler das Pfefferspray auf dem Gang zu den Chemieräumen versprüht haben. Weiter heißt es, die betroffenen Kinder sind zwischen 10 und 13 Jahre alt. Woher der Jugendliche das Pfefferspray hat, ist noch unklar.

11.54 Uhr: Die Schüler befinden sich in einem gesicherten Bereich. Feuerwehr-Pressesprecher Thomas Gritschke spricht von 57 betroffenen Schülern, von denen fünf verletzt ins Krankenhaus gebracht worden sind.

11.48 Uhr: Der Feuerwehr-Pressesprecher äußert sich im Interview:

11.20 Uhr: Schüler werden in den Klassen von Lehrern bzw. von Einsatzkräften betreut. Nach Polizeiangaben besteht keine akute Gefahr. Stand 11.15 Uhr müssen drei Betroffene zur weiteren Untersuchung ins Krankenhaus gebracht werden. 

10.50 Uhr: Der Löschzug 2 sowie die Feuerwache sind bereits vor Ort, ebenso der Leitende Notarzt und zahlreiche Rettungsmittel aus dem Märkischen Kreis.  Weitere Feuerwehr- und Rettungskräfte treffen gegenwärtig vor Ort ein.  Die Albert-Schweitzer-Straße ist gesperrt. 

Wir berichten weiter.

Quelle: wa.de

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