Polizei probt Terror-Ernstfall am Flughafen Köln/Bonn

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Köln - Bei der bisher größten Anti-Terror-Übung auf einem deutschen Flughafen haben Polizisten in der Nacht zum Mittwoch den Ernstfall geprobt. Am Airport Köln/Bonn wurde ein islamistisch motivierter Terroranschlag simuliert, bei dem schwer bewaffnete Täter mit Sturmgewehren auf Reisende schießen und Sprengsätze zünden. An der Übung beteiligten sich rund 1000 Beamte der Bundespolizei und der Polizei Köln.

"Es ist wichtig, dass wir im Fall eines tatsächlichen Anschlags bestmöglich vorbereitet sind", sagte der Präsident der Bundespolizeidirektion Sankt Augustin, Wolfgang Wurm. Das Szenario sei aus den Erfahrungen der terroristischen Anschläge in Frankreich und Belgien entwickelt worden und für die Übenden sehr realitätsnah gestaltet. 

Auch wenn es derzeit keine konkreten Hinweise auf Anschlagspläne gebe, sei eine ähnliche Situation angesichts der abstrakt erhöhten Gefährdungslage in Deutschland jederzeit denkbar. 

Die gemeinsame Anti-Terror-Übung der Bundespolizei und Polizei Köln habe eine Vielzahl von Erkenntnissen gebracht, die in den nächsten Wochen und Monaten ausgewertet werden. 

Insgesamt rund 1000 Einsatzkräfte der Polizei und des Zolls übten die gemeinsame Vorgehensweise nach einem Terroranschlag. 

In einem der insgesamt vier Übungsdurchgänge trainierten außerdem die GSG 9 der Bundespolizei und ein SEK der Polizei Köln ein gemeinsames Vorgehen gegen mehrere Terroristen.

Vergleichbare Übungen wurden bereits an sieben Bahnhöfen im gesamten Bundesgebiet durchgeführt. Initiator dieser Übungsreihe ist die Bundespolizeiakademie mit Sitz in Lübeck. 

Ein Novum in der Reihe war die Durchführung einer solchen Übung an einem deutschen Verkehrsflughafen, heißt es in einer Presseerklärung der durchführenden Behörden. Hierbei wurde Köln/Bonn aus logistischen Gründen und der direkten Nähe zum Großstandort der Bundespolizei in Sankt Augustin ausgewählt. "Die Polizei Köln unterstützt diese Initiative ausdrücklich. Gemeinsame Übungen stärken die Zusammenarbeit für den Ernstfall, in dem die Polizei Köln nach Bekanntwerden die Federführung übernimmt. In all diesen herausragenden Einsatzlagen arbeiten Polizei Köln und Bundespolizei eng zusammen." - dpa/eB

Quelle: wa.de

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