Polizei bestätigt Leichenfund in Werdohl

Traurige Gewissheit: Vermisster tot bei Ütterlingsen aus der Lenne geborgen

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Dieses Feuerwehrboot wurde in Ütterlingsen am Viadukt ins Wasser gelassen und bei der Suche nach dem Vermissten aus Neuenrade eingesetzt.

[Update 14.50 Uhr] In einem schwer zugänglichen Bereich der Lenne in Werdohl-Ütterlingsen ist am Dienstagmittag eine männliche Leiche gefunden worden. Die Polizei bestätigte am frühen Nachmittag, dass es sich bei dem Toten um jenen 74-jährigen Mann aus Neuenrade handele, der seit Montagnachmittag vermisst und mit großem Aufwand gesucht worden war.

Neuenrade/Werdohl - Nach Informationen unserer Redaktion war die Leiche bereits etwa gegen 12.15 Uhr am Dienstag aus der Lenne im Bereich Werdohl-Ütterlingsen geborgen worden.

Nachdem letzte Zweifel an der Identität des Toten beseitigt und die Angehörigen informiert worden waren, veröffentlichte die Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis am Dienstag eine kurze Pressemitteilung, in der sie den Sachverhalt bestätigte.

Kräfte der Werdohler Feuerwehr hatten zuletzt kurz zuvor noch ein Boot im Bereich des Viaduktes in die Lenne gelassen, um dort die Suche nach dem Vermissten fortzusetzen.

Update von Dienstag, 26. November (8.09 Uhr)

Die seit Montagnachmittag andauernde Suche nach dem vermissten 74-Jährigen aus Neuenrade, der seinen Suizid angekündigt hatte und im Bereich der Lenne in Werdohl vermutet worden war, wird am Dienstag fortgesetzt. Das erklärte ein Sprecher der Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis auf Anfrage.

Die Polizei hatte nicht nur mit einem Hubschrauber und Booten nach dem Rentner gesucht, sondern auch mit einem Mantrailer-Hund. Diese habe auch angeschlagen, so ein Polizeisprecher.

Die Funkauswertung des Handys des 74-Jährigen lieferte indes keine weiteren Erkenntnisse, weil das Mobiltelefon zuhause geortet wurde.

Wie berichtet hatte der Neuenrader seinen Suizid schriftlich angekündigt und war dann offenbar mit seinem Auto nach Werdohl gefahren. Der Pkw war dort auf einem Innenstadt-Parkplatz gefunden worden.

Update von Montag, 25. November (22.22 Uhr)

Die Suche nach einem vermissten 74-jährigen Neuenrader, der seinen Suizid angekündigt hatte, ist zur Nacht eingestellt worden. Polizei und Feuerwehr hatten seit dem frühen Montagabend auf und an der Lenne in Werdohl nach dem Mann gesucht. 

Die Suche lief unter anderem mit einem Mantrailer-Hund.

"Da nicht auszuschließen ist, dass der Senior in die Lenne gegangen ist, sucht die Feuerwehr mit einem Boot und ein Hubschrauber aus der Luft die Lenne ab", teilte die Polizei dazu am Abend mit. Ein Mantrailer-Hund war demnach auch im Einsatz. 

Die Suche dauerte bis etwa 21.30 Uhr an. Dann die Entscheidung: Die Suche wird zur Nacht eingestellt.

Wie es auf Nachfrage unserer Redaktion aus der Leitstelle der Polizei hieß, habe eine Suche in derartiger Dunkelheit keinerlei Aussicht auf Erfolg. 

74-Jähriger verschwunden: Suche auf der Lenne mit Boot, Hubschrauber und Hund

Wie unterdessen vor Ort von den Einsatzleitern von Polizei und Feuerwehr zu erfahren war, soll am Dienstag nach einer Lagebesprechung weitergesucht werden - sofern nicht in der Nacht bereits Zeugenhinweise auf den Mann eingehen, die ein sofortiges Einschreiten erfordern. 

Tragische Hintergründe der Suchaktion

Nach Informationen unserer Redaktion basierte die Alarmierung der Kräfte nicht auf Zeugenaussagen, sondern auf der konkreten Ankündigung des Suizids. 

Wie die Polizei am Abend bestätigte, begann die Fahndung nach dem 74-Jährigen um 16.56 Uhr am Montagnachmittag nach dessen Ankündigung des Suizids.

Das Auto des Mannes sei im Rahmen der Fahndung auf einem Parkplatz in der Werdohler Innenstadt gefunden worden. Die Vermutung, dass der Mann in der Lenne sein Leben beenden wollen könnte, sei aber schon vor dem Fund des Autos aufgekommen. 

Wie es aus der Kreisleitstelle der Feuerwehr hieß, war der Löschzug Stadtmitte der Werdohler Feuerwehr im Einsatz. Dieser sei zum WK-Warenhaus alarmiert worden, in dessen Umfeld dann auch die Suche startete.

Polizei nimmt Hinweis auf den Mann entgegen

Hinweise zu dem Senior, der circa. 1,86 Meter groß ist, eine normale Statur, Brille und kurze graue Haare hat, nimmt jede Polizeidienststelle entgegen. 

Im Februar war nach einem Großeinsatz an Lenne und Veischede eine vermisste Frau tot im Wasser gefunden worden.

Im Juli hatte es unter rätselhaften Umständen einen Großeinsatz an der Glör gegeben. Dort wurde eine Person gesucht - die Suche aber wenig später wieder eingestellt

Hinweis der Redaktion:

Wir berichten in der Regel nicht über Suizide, weil leider durch die Berichterstattung die Nachahmerquote erhöht wird. Wir machen eine Ausnahme, wenn viele Menschen betroffen oder ein Fall Aufsehen erregt hat. Wenn Sie sich selbst in einer Krisensituation befinden, suchen Sie sich bitte Hilfe, z.B, bei der Telefonseelsorge (Tel. 0800-1110111).

Quelle: wa.de

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